Mit dem Islam gegen den Terror - Primor, Avi

Avi Primor 

Mit dem Islam gegen den Terror

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Produktbeschreibung zu Mit dem Islam gegen den Terror

Das Ergebnis der Wahlen in Palästina hat für Unruhe gesorgt, nicht nur in Israel, sondern auch bei den europäischen und amerikanischen Verbündeten. Den neuen israelischen Ministerpräsidenten Ehud Olmert erwartet eine schwierige Aufgabe. Denn auch die Drohungen aus dem Iran sind nicht zu überhören, eine weitere Annäherung von Iran und Hamas ist zu befürchten. Dazu kommt die instabile Lage im Irak. Der Nahe und Mittlere Osten bleibt ein Krisenherd. Sind nun weitere islamistische Terroranschläge wie in Madrid und London zu befürchten? Avi Primor, langjähriger Experte für Nahost-Fragen, analysiert die aktuelle Situation und die Rolle Europas sowie der USA. Er zeigt auf, wie eine friedliche Fortentwicklung in der Krisenregion Naher Osten aussehen könnte.

Produktinformation


  • Verlag: Droste
  • 2008
  • Ausstattung/Bilder: 2008. 256 S.
  • Seitenzahl: 256
  • Droste Sachbuch
  • Deutsch
  • Abmessung: 210mm x 137mm x 28mm
  • Gewicht: 380g
  • ISBN-13: 9783770012268
  • ISBN-10: 3770012267
  • Best.Nr.: 20861293

Perlentaucher-Notiz zur Sueddeutsche Zeitung-Rezension

Durchwachsen findet Lorenz Beckhardt diesen Essay von Avi Primor. Das Buch macht auf ihn den Eindruck, der Autor habe zwei nicht zusammengehörige Texten zusammengepresst. Auf den ersten 180 Seiten hat sich Beckhardt regelrecht gelangweilt, bietet der langjährige israelische Botschafter in Berlin doch hier längst durchgekauten "Faktenbrei". Der Rest des Buchs aber zeichnet sich für ihn durch eine instruktive Nahost-Analyse und das klar und gut begründete Pädoyer aus, Europa solle im Nahen Osten Verantwortung übernehmen und mit einer internationalen Truppe für Sicherheit sorgen. Der Titel des Buchs, "Mit dem Islam gegen den Terror", bleibt für Beckhardt allerdings ein Rätsel.

© Perlentaucher Medien GmbH

Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 24.12.2008

Süßes aus Furchtbarem
Avi Primor will den Terror mit dem Islam bekämpfen / Von Wolfgang Günter Lerch

Die Zahl der Muslime auf der Welt wird in offiziellen Statistiken mit 1,2 Milliarden angegeben, vielleicht sind es auch hundert Millionen mehr. Wie viele von ihnen denken wie Al Qaida und andere terroristisch-islamistische, dschihadistische Gruppen? Da dies niemand genau wissen kann, gibt es darüber nur Schätzungen: zwischen sieben und zehn Prozent, heißt es, sympathisierten ganz offen mit deren Mitteln und Zielen. Doch was ist mit den anderen? Gibt es auch unter den moderaten Muslimen denn nicht viele, die zwar den Terror ablehnen, aber seinen Zielen doch etwas abgewinnen können? Die islamische Welt insgesamt hat den Eindruck, sie habe vom "Westen" nichts als Demütigungen erfahren und müsse sich gegen ihn "wehren".

In seinem neuen Buch wirbt Avi Primor, von 1993 bis 1999 Botschafter Israels in Deutschland und jetzt publizistisch tätig, dafür, den "Krieg gegen den Terror" auch auf andere Weise zu führen: nämlich mit dem Islam gegen den Terror, nicht gegen den Islam. Die Idee ist nicht neu, wird aber in dieser Form eher selten …

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Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 10.03.2009

Obama kann nicht helfen, aber Europa
Da die USA in ihrer Nahost-Politik gelähmt sind, muss die EU Verantwortung übernehmen, meint Avi Primor
Von Barack Obama erwartet die Welt mit einigem Recht Großes, eines aber sollte sie sich abschminken: Auch dem 44. US-Präsidenten wird es nicht gelingen, Frieden im Nahen Osten zu stiften. Dieser Satz steht nicht im jüngsten Essay Avi Primors, des langjährigen israelischen Botschafters in Berlin, seither gern gesehener Talkshowgast, wo immer es einer aufgeklärten, deutschsprechenden Stimme aus Israel bedarf. Dieser Satz stammt deshalb nicht von Primor, weil sein Text kurz vor der jüngsten US-Wahl erschien, aber heute würde er ihn schreiben müssen, denn seiner Einschätzung nach werden die USA „weder jetzt noch in der Zukunft” eine aktive Rolle bei der Lösung des israelisch-palästinensischen Konfliktes spielen können.
Die Gründe dafür sieht er vordergründig im anhaltenden Desinteresse der amerikanischen Bevölkerung an der Außenpolitik, was dazu führe, dass seit Pearl Harbour Angriffe von außen die Mehrheit der Amerikaner stets überraschen und „in Panik versetzen”. Aus dieser Panik heraus hätten sie …

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Avi Primor, geboren 1935 in Tel Aviv, ist Gründer des Zentrums für europäische Studien an der Universität Herzliya in Tel Aviv und leitet dort einen trilateralen Studiengang für israelische, palästinensische und jordanische Studenten.

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