Trotz seiner Verwerfungen in der jüngeren Geschichte weist
Deutschland eine keineswegs marginale freiheitliche Tradition auf.
Seit dem Zeitalter der Aufklärung haben zunächst liberale Denker
und dann auch liberale Politiker wie Friedrich Naumann, Gustav
Stresemann und Theodor Heuss die Geschicke der deutschen Nation
entscheidend mitgeprägt, so daß es eine eigene, beachtliche
"Geschichte der Freiheit" in Deutschland gibt. Ein
wichtiger Meilenstein stellte dabei die Gründung der Freien
Demokratischen Partei am 11./12. Dezember 1948 in Heppenheim an der
Bergstraße dar - nicht nur, weil damit die verschiedenen Strömungen
des deutschen Liberalismus endlich vereint wurden. Vielmehr war
dies, im Nachhinein betrachtet, die Geburtsstunde der
einflußreichsten "Kraft der Freiheit" in der deutschen
Geschichte, denn die FDP entwickelte sich zu einer der
bedeutendsten Parteien für die Bundesrepublik und später
Gesamt-Deutschlands. Ihrer Vorgeschichte nachzugehen und an ihren
Einfluß auf entscheidende Weichenstellungen in der
bundesrepublikanischen Geschichte zu erinnern, ist ein Anliegen
dieses Sammelwerkes. Daneben wird prominenten und kritischen
Betrachtern der aktuellen deutschen Politik die Möglichkeit
gegeben, Fragen und Anregungen hinsichtlich der weiteren
freiheitlichen Entwicklung unseres Landes in die Diskussion zu
werfen. Abschließend werden aus liberaler Sicht die freiheitlichen
Perspektiven für die zentralen Politikfelder in der nahen Zukunft
erörtert. Zu Wort kommen dabei prominente Zeitzeugen wie der
Bundespräsident a. D. Walter Scheel, der ehemalige
Bundeswirtschaftsminister Otto Graf Lambsdorff und der frühere
Bundesaußenminister Hans-Dietrich Genscher, bekannte Publizisten
wie Hans D. Barbier, Ernst Elitz und Wolfram Weimer sowie liberale
Spitzenpolitiker wie der FDP-Bundesvorsitzende Guido Westerwelle,
der FDP-Generalsekretär Dirk Niebel und die Europa- Abgeordnete
Silvana Koch-Mehrlin, die auch dem FDP-Bundesvorstand angehört.
Vor fast sechzig Jahren, im Dezember 1948, schlug die Geburtsstunde
der "Kraft der Freiheit". Denn damals wurde in Heppenheim
an der Bergstraße durch die liberalen Landesparteien der westlichen
Besatzungszonen und West-Berlins die FDP gegründet, die rasch zu
einer der einflußreichsten Parteien der Nachkriegszeit werden
sollte und die nicht nur die Entwicklung der Bundesrepublik,
sondern auch das wiedervereinigte Deutschland geprägt hat.
Trotz seiner Verwerfungen in der jüngeren Geschichte weist
Deutschland eine keineswegs marginale freiheitliche Tradition auf.
Seit dem Zeitalter der Aufklärung haben zunächst liberale Denker
und dann auch liberale Politiker wie Friedrich Naumann, Gustav
Stresemann und Theodor Heuss die Geschicke der deutschen Nation
entscheidend mitgeprägt, so daß es eine eigene, beachtliche
"Geschichte der Freiheit" in Deutschland gibt.
Ein wichtiger Meilenstein stellte dabei die Gründung der Freien
Demokratischen Partei am 11./12. Dezember 1948 in Heppenheim an der
Bergstraße dar - nicht nur, weil damit die verschiedenen Strömungen
des deutschen Liberalismus endlich vereint wurden. Vielmehr war
dies, im Nachhinein betrachtet, die Geburtsstunde der
einflußreichsten "Kraft der Freiheit" in der deutschen
Geschichte, denn die FDP entwickelte sich zu einer der
bedeutendsten Parteien für die Bundesrepublik und später
Gesamt-Deutschlands.
Ihrer Vorgeschichte nachzugehen und an ihren Einfluß auf
entscheidende Weichenstellungen in der bundesrepublikanischen
Geschichte zu erinnern, ist ein Anliegen dieses Sammelwerkes.
Daneben wird prominenten und kritischen Betrachtern der aktuellen
deutschen Politik die Möglichkeit gegeben, Fragen und Anregungen
hinsichtlich der weiteren freiheitlichen Entwicklung unseres Landes
in die Diskussion zu werfen.
Abschließend werden aus liberaler Sicht die freiheitlichen
Perspektiven für die zentralen Politikfelder in der nahen Zukunft
erörtert. Zu Wort kommen dabei prominente Zeitzeugen wie der
Bundespräsident a.D. Walter Scheel, der ehemalige
Bundeswirtschaftsminister Otto Graf Lambsdorff und der frühere
Bundesaußenminister Hans-Dietrich Genscher, bekannte Publizisten
wie Hans D. Barbier, Ernst Elitz und Wolfram Weimer sowie liberale
Spitzenpolitiker wie der FDP-Bundesvorsitzende Guido Westerwelle,
der FDP-Generalsekretär Dirk Niebel und die Europa- Abgeordnete
Silvana Koch-Mehrlin, die auch dem FDP-Bundesvorstand angehört.
Dr. phil. Wolfgang Gerhardt, geboren 1943 in Ulrichstein-Helpershain am Vogelsberg, studierte Erziehungswissenschaften, Germanistik und politische Wissenschaften. Er war von 1983 bis 1987 hessischer Minister für Wissenschaft und Kunst sowie stellvertretender Ministerpräsident, von 1983 bis 1987 und von 1991 bis 1994 FDP-Fraktionsvorsitzender im hessischen Landtag, von 1995 bis 2001 Bundesvorsitzender der FDP und von 1998 bis 2006 FDP-Fraktionsvorsitzender im Bundestag, dem er seit 1994 angehört. Seit 2002 ist Wolfgang Gerhardt Vizepräsident der Liberalen Internationale und seit 2006 Vorstandsvorsitzender der Friedrich-Naumann-Stiftung.