Die Abwracker - Henkel, Hans-Olaf
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Hans-Olaf Henkel 

Die Abwracker

Wie Zocker und Politiker unsere Zukunft verspielen

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Produktbeschreibung zu Die Abwracker

"Nie würde ich auf die Idee kommen, Investmentbanker auf eine Stufe mit wirklichen Unternehmern zu stellen." -- Hans-Olaf Henkel

"Henkel spricht aus, was deutsche Wirtschaftsführer und Politiker sich nicht zu sagen trauen." -- FAS

"Die Weltwirtschaftskrise wurde nicht durch die Gier oder dieses oder jenes Laster ausgelöst, sondern durch das Gegenteil, den unbedingten Willen zur Tugend, zum Gutmenschentum." -- Hans-Olaf Henkel

Gut gemeint ist das Gegenteil von gut gemacht

Es war einmal eine Krise. Doch schnell ist der Staat in die Rolle des Retters geschlüpft. Ist nun wieder alles gut?

Die Politik tut so, als habe sie alles im Griff - dabei hat sie weiter keine Idee, als mit vollen Händen das Geld herauszuwerfen: Mit Milliarden wird ein Rettungsschirm aufgespannt über Banken und Unternehmen, als gäbe es kein Morgen. Aber die Folgen dieses Aktionismus werden uns unausweichlich einholen.

Schonungslos beschreibt Hans-Olaf Henkel, wer versagt hat und warum. Und sagt: Höchste Zeit zum Gegensteuern! Denn: Verglichen mit dem Sturm, der uns bevorsteht, war die Finanzkrise nur eine leichte Bö.

Produktinformation


  • Verlag: Heyne
  • 2009
  • Ausstattung/Bilder: 2009. 255 S.
  • Seitenzahl: 256
  • Deutsch
  • Abmessung: 220mm x 144mm x 28mm
  • Gewicht: 402g
  • ISBN-13: 9783453168299
  • ISBN-10: 3453168291
  • Best.Nr.: 26924835
Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 15.03.2010

Die neue Blasenwelt
Hans-Olaf Henkel über Abwracker und Gutmenschen

Was die breite Öffentlichkeit als Fazit über die Ursachen der großen Krise gezogen hat - Schuld seien die Gier der Banker und ein Versagen des Marktes -, ist doch allzu simpel. "Es war nicht die Marktwirtschaft, die versagt hat, weshalb nun eine weitere Einmischung des Staates nötig wäre", schreibt Hans-Olaf Henkel in seinem neuen Buch. "Im Gegenteil, es war der Mangel an marktwirtschaftlichen Regeln, der das Desaster erst ermöglicht hat." Sein Buch "Die Abwracker" ist polemisch, eine anregende Lektüre und volkspädagogisch gelungen. In gut lesbarer Sprache, angereichert mit vielen persönlichen Beobachtungen und Anekdoten, zeigt der frühere Manager des amerikanischen Computerherstellers IBM und ehrenamtliche Präsident des deutschen Industrieverbands BDI, warum am Anfang der Krisen eben keine unregulierten, sondern politisch verzerrte Märkte standen.

Spannend ist das Kapitel über den amerikanischen Immobilienmarkt, wo sich völlig mittellose Menschen mit hohen Krediten als Häuserkäufer betätigten, bis die Blase platzte. Am Anfang dieser Häuserblase sieht Henkel …

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Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 19.12.2009

Ein Mann sieht rot
Hans-Olaf Henkel hat ein neues Buch geschrieben; es ist wohl schon sein siebtes. Obwohl der erste Satz lautet: „Mit diesem Buch betrete ich Neuland”, fügt sich die knallig rot eingebundene Streitschrift mit dem provokativen Titel „Die Abwracker” nahtlos an die frühen an. Wieder geißelt der frühere IBM-Manager, Vielfach-Aufsichtsrat und Ex-Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI) „Linksintellektuelle”, „Gutmenschen” und „Neosozialisten”, zieht mit Spott und Häme über dummdreiste Politiker und ideologieanfällige Journalisten her und verteidigt das freie Unternehmertum und die Marktwirtschaft gegen ihre Totengräber. Neu sei, schreibt Henkel, dass er dieses Mal aus ganz persönlicher Warte schreibe. In der Tat bringt er Aktuelles und Persönliches in besonderer Art und Weise zusammen: Der Manager Henkel berichtet, wie er als Privatmann und Aufsichtsrat großer Unternehmen die Finanz- und Wirtschaftskrise erlebt hat.
Das Buch ist überaus spannend zu lesen, weil der 69-Jährige alles andere als altersweise ist und beschlossen hat, den ihm so eigenen Stil des offenen Wortes zu vervollkommnen. Er nimmt auf …

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"Nie würde ich auf die Idee kommen, Investmentbanker auf eine Stufe mit wirklichen Unternehmern zu stellen."Hans-Olaf Henkel"Henkel spricht aus, was deutsche Wirtschaftsführer und Politiker sich nicht zu sagen trauen."FAS"Die Weltwirtschaftskrise wurde nicht durch die Gier oder dieses oder jenes Laster ausgelöst, sondern durch das Gegenteil, den unbedingten Willen zur Tugend, zum Gutmenschentum."Hans-Olaf Henkel

"Die Weltwirtschaftskrise wurde nicht durch die Gier oder dieses oder jenes Laster ausgelöst, sondern durch das Gegenteil, den unbedingten Willen zur Tugend, zum Gutmenschentum."

"Nie würde ich auf die Idee kommen, Investmentbanker auf eine Stufe mit wirklichen Unternehmern zu stellen."Hans-Olaf Henkel"Henkel spricht aus, was deutsche Wirtschaftsführer und Politiker sich nicht zu sagen trauen."FAS"Die Weltwirtschaftskrise wurde nicht durch die Gier oder dieses oder jenes Laster ausgelöst, sondern durch das Gegenteil, den unbedingten Willen zur Tugend, zum Gutmenschentum." (Hans-Olaf Henkel)
Hans-Olaf Henkel, Jahrgang 1940, arbeitete über dreißig Jahre bei IBM, zuletzt als Europachef. Von 1995 bis 2000 war er Präsident des Bundesverbands der Deutschen Industrie, heute ist er Präsident der Wissenschaftsgemeinschaft Gottfried Wilhelm Leibniz und Professor für Betriebswirtschaftslehre an der Universität Mannheim. Seine Autobiografie 'Die Macht der Freiheit' landete auf Platz 3 der Spiegel-Jahresbestsellerliste 2001.

Leseprobe zu "Die Abwracker" von Hans-Olaf Henkel

Mit diesem Buch betrete ich Neuland. Ich möchte über die Wirtschaftkrise sprechen, die unser Leben verändern wird wie noch keine zuvor - und zwar aus ganz persönlicher Warte: Ich werde berichten, wie ich die Krise als Privatmann und als Aufsichtsratsmitglied großer Unternehmen erlebt habe. Die subjektive Innenansicht einer Katastrophe.

Damit verlasse ich den objektiven Beobachterposten, den ich in meinen letzten Büchern eingenommen habe. Ich beschreibe das, was ich selbst erlebt oder erfahren habe. Statt minuziös die Abläufe darzustellen, die zum Crash führten, versuche ich, dem Leser die Dramatik des Geschehens zu vermitteln. Nicht nur das, was sich abspielte, will ich schildern, sondern auch, wie Akteure und Betroffene es erlebt haben.

Wir begegnen dabei Menschen, die aus Naivität und Vertrauensseligkeit Milliardenwerte vernichteten. Und anderen, die dies offenen Auges betrieben, die bewährte Finanzstrukturen zerrütteten und die Wirtschaft in Schieflage brachten. Dazu gehören nicht nur die Zocker, die sich nicht an Regeln hielten, sondern auch die Politiker, die ihnen mit falschen Regeln in die Hände spielten. Weil sie Bewährtes, das ihnen anvertraut war, leichtfertig zerstörten, bezeichne ich auch sie als Abwracker.

Aber ich möchte nicht nur beschreiben, was mir während dieser Krise aufgefallen ist. Ihre Ursachen müssen deutlich benannt werden, und - um dies vorweg zu sagen - ich bin auf andere Ursachen gestoßen als jene, die täglich der Öffentlichkeit präsentiert werden. Und auch der Weg, der nach meiner Überzeugung aus der Krise herausführt, ist ein anderer als der, den die Politiker augenblicklich beschreiten. Sie scheinen auf Zeit zu spielen und übersehen dabei, dass uns keine Zeit mehr bleibt.

Zugegeben, wir haben uns an die Krise gewöhnt. Seit zwei Jahren wissen wir, dass die Weltwirtschaft aus den Fugen geraten ist, und seit über einem Jahr können wir auch bei uns die Folgen beobachten: Firmenpleiten, wachsende Arbeitslosigkeit, ein Schuldenhimalaya, der seine Schatten bis in die fernste Zukunft wirft. Wir haben uns daran gewöhnt, wie an die Erklärung, die uns für die Krise gegeben wird, und an die Maßnahmen, die man dagegen ergreift. Geduldig wie ein Kranker, der auf seinen Arzt vertraut, nehmen wir die tägliche Verschlimmerung unseres Zustandes hin und hoffen, dass uns der Arzt die richtigen Rezepte verschreibt.

Ich bezweifle, dass diese Hoffnung berechtigt ist. Denn im Fall der Wirtschaftskrise gibt es kaum gute Ärzte, die etwas von ihrem Fach verstehen, sondern nur eine Menge Leute, die uns ihre Erklärungen aufschwatzen wollen, damit wir ihnen ihre Rezepte abkaufen: Da sind die Politiker, die sich den Wählern von morgen verpflichtet fühlen, aber auf die Schuldner von übermorgen keinen Gedanken verschwenden. Da sind die Ideologen, die längst widerlegte Patentlösungen anbieten und ihr vorgeprägtes Weltbild auf jede Lage anwenden, ob es nun passt oder nicht. Und da sind die Intellektuellen, die sich in der Rolle der moralischen Instanz gefallen und lieber leidenschaftlich verurteilen als nüchtern beurteilen.

Aber zum Gesundbeten und Salbadern bleibt uns keine Zeit. Die Weltwirtschaft ist krank, schwer krank. Was bisher unternommen wurde, glich allenfalls der Ersten Hilfe, die man einem Unfallopfer gibt: Wie der Notarzt eine Beruhigungsspritze verabreicht, hat man staatliche Garantien gegeben; wie er eine Bluttransfusion vornimmt, hat man den Banken Liquidität zugeführt; und wie er Amputationen durchführt, um den restlichen Körper zu retten, hat man Giftpapiere in Bad Banks ausgelagert. Niemand würde auf die Idee kommen, all dies als echte Therapie zu bezeichnen.

Wer sich nicht mit Valium und Symptombehandlung abspeisen lassen will, der braucht einen guten Arzt. Bevor der überhaupt mit der Behandlung beginnt, wird er untersuchen, unter welcher Krankheit sein Patient leidet und wodurch sie ausgelöst wurde. Er wird eine Anamnese erstellen, also die Vorgeschichte der aktuellen Beschwerden rekonstruieren, und dann zur Diagnose übergehen, bei der die Symptome einer bestimmten Krankheit zugeordnet werden, um schließlich eine Prognose über den weiteren Verlauf abgeben zu können. Erst wenn all dies geklärt ist, kann er eine Therapie verschreiben, deren Ziel die Heilung des Patienten ist. So weit wird mir jeder Leser zustimmen, denn er hat all das gewiss schon "am eigenen Leib" erlebt.

Wir haben uns an die Krise gewöhnt, wie man sich an einen chronischen Schmerz gewöhnt. Über die Ursachen wissen wir sehr wenig - und ich fürchte, den Politikern, die sich uns täglich als Notärzte präsentieren, geht es nicht anders. Sie haben viel guten Willen und wenig gute Ideen. Ihr Aktionismus hat die Krise nicht in den Griff bekommen, was allerdings nicht weiter erstaunlich ist. Denn wer die Diagnose nicht kennt, wird zwangsläufig das falsche Mittel verschreiben. Und da fast alle staatlichen Wiederbelebungsmaßnahmen mit neuen Schulden bezahlt wurden, drängt sich die Schlussfolgerung auf, dass sie die Krankheit nicht geheilt, sondern langfristig verschlimmert haben. In der Symptombehandlung waren die Politiker Teil der Lösung; in der Ursachenbekämpfung sind sie Teil des Problems geworden.

Nun gibt es durchaus eine Erklärung für die Krise, die sich bundesweit durchgesetzt hat. Jeder kennt sie, und da sie oft genug wiederholt und nachgebetet wurde, nimmt auch niemand Anstoß daran - obwohl sie, wie mir scheint, dem Urteilsvermögen unserer Multiplikatoren kein schmeichelhaftes Zeugnis ausstellt. Bei aller linksintellektuellen Geistesschärfe, die unseren Medien ein so homogenes Erscheinungsbild verleiht, kam man in Sachen Weltwirtschaftskrise lediglich zu einer dürftigen, um nicht zu sagen armseligen Erklärung, zu deren Ehrenrettung sich immerhin einwenden ließe, dass sie auf eine sehr lange, bis ins Mittelalter, ja bis in die klassische Antike reichende Tradition zurückblickt.

"Übertriebene Gier" habe die Krise verursacht, so erkannte man, so fasste es stellvertretend für alle der Dalai Lama im Sommer 2009 zusammen. Damit war eine Universaldiagnose gefunden für das universale Unglück, das uns betroffen hat. Man sprach von der menschlichen Gier im Allgemeinen, der "Gier der Manager" im Besonderen, ein aktivistischer Verein in Frankfurt entdeckte gar den "Gier-Virus", Ex-Außenminister Frank-Walter Steinmeier geißelte die "blinde Gier", und Bischof Wolfgang Huber hielt zum Thema eine eigene Weihnachtspredigt. Aus seiner intimen Sicht der Dinge sprach Börsenmakler Dirk Müller sogar von einer besonders abstoßenden Giervariante, dem "Blutrausch nach immer mehr Rendite". Ähnliche Räusche kann man meines Wissens an den Grabbeltischen bei Aldi oder Media Markt miterleben, doch da scheint nicht so viel auf dem Spiel zu stehen.

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Kundenbewertungen zu "Die Abwracker" von "Hans-Olaf Henkel"

Durchschnittliche Kundenbewertung 3.8 von 5 Sterne bei 4 Bewertungen ***** sehr gut
(aus 4 Bewertungen)
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Bewertung von tillotto aus Schwerin am 16.06.2011 ***** sehr gut
Herr Henkel ist ein Manager bei der Comperfirma IBM und hat in seinem Buch über die Bankenkrise 2008 geschrieben.Er erklärt die Zusammenhänge und Ursachen ,warum viele banken und auch Menschen in Geldnöte gekommen sind,manche Bankunden haben sogar ihr ganzes Geld verloren .Die Ursache für die Krise istn den USAentstanden.
Wenn jemand Interesse an Wirtschaft hat ,ist es perfekt und interessant.

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Bewertung von narnia aus Alt Ruppin am 08.04.2010 ***** ausgezeichnet
Gehören Sie auch zu jenen, die von der großen internationalen Wirtschaftspolitik wenig bis gar keine Ahnung haben? Wenn ich einmal zwischen zwei Fachleute gerate, die sich Ursachen und Folgen der gegenwärtigen Weltwirtschaftskrise um die Ohren hauen, dann ziehe ich den Kopf zwischen die Schultern und werde zum stummen Zuhörer. Gerade deshalb ist das vorliegende Buch des deutschen Unternehmers Henkel so erwähnenswert. Ihm gelingt es, in einer selbst für mich verständlichen Sprache über die Ursachen der globalen Krise zu sprechen. Er tut dies so, als ob er den Verursachern dicht auf der Spur wäre. Er benennt die Fehler im Großen wie im Kleinen. Längst sitzen die Verursacher der Krise nicht nur hinter dem großen Teich im fernen Amerika. Henkel sagt ganz konkret, dass selbst in Europa gravierende Fehler gemacht wurden.

Dieses Buch halte ich für besonders empfehlenswert, weil es auch den Nichtfachmann nicht draußen stehen lässt. Mit Henkel an der Seite darf man sich auf dieses schwierige Thema einlassen. Er vermittelt Zahlen und Fakten und weiß von Werten zu berichten, die leider immer noch und zu oft in Vergessenheit geraten.

Christian Döring

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Bewertung von Babs aus Königstein am 02.02.2010 ***** schlecht
Selbstbeweihräucherung und Rachefeldzug von Herrn Henkel sind wirklich nicht lesenswert. Ich habe mich durch allseits bereits durch die Medien bekannte Fakten gequält.

3 von 12 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.
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Bewertung von erckenschwicker aus Tussenhausen am 18.01.2010 ***** ausgezeichnet
Hans-Olaf Henkel spricht eine klare Sprache, sowohl was Lesbarkeit als auch Problembezogenheit angeht. Er bleibt stets sachlich, arbeitet mit leicht nachprüfbaren Belegen, scheut sich überhaupt nicht, frei von jeglichem Hang zum Populismus, unbequeme Wahrheiten auszusprechen. Wer seine Biographie kennt, der weiß auch, daß hier ein Mensch nicht nur theoretisiert, sondern durch seine eigene Lebenspraxis fundiert und glaubhaft argumentiert. (Übrigens kennt Henkel das Leben aus einfachster Perspektive, hat sich "hochgearbeitet", und ist eben nicht nur jemand der, so ein Vorwurf, ein "unerträgliches Lied auf den Kapitalismus" singt; vielmehr ist er konsequenter Verfechter einer sozialen Marktwirtschaft, entsprechend auch seine Argumentationslinie in diesem Buch.)
Er nennt die Ursachen der wirtschaftlichen, fiskalischen und politischen Fehlentwicklungen beim Namen, bleibt dabei auch geistigen (und anderen) "Gegnern" gegenüber fair, differenziert auch sehr wohl zwischen Stärken (beispielsweise bei Widersachern)und Schwächen (so auch bei ihm Nahestehenden). Er hängt sein Mäntelchen ganz gewiß nicht in den sprichwörtlichen Wind und bleibt stets sachbezogen. Personenschelte dient ausschließlich konkreten Fehlleistungen (von denen man jedoch über die unterschiedlichsten Personen jede Menge erfahren kann!) und niemals als Ausdruck rein persönlicher Abneigung. Auch hierin hebt sich Henkel von vielen anderen Personen in Politik, Wirtschaft und Mediengestaltung wohltuend ab.
Deutlich weist er auch seine Interessenbezogenheit aus, gewiß aus der Einsicht und dem Selbstverständnis heraus, daß jeder Mensch interessenbezogen (also irgendwie auch: ideologisch) verankert ist; entscheidend ist insofern, daß man diese Interessenbezogenheit kenntlich (also den Adressaten gegenüber: deutlich wahrnehmbar) macht und sie nicht zu verschleiern versucht. Also läuft der häufige Vorwurf "Ideologiekritik eines Ideologen" ins Leere, da jeder, der Ideologie kritisiert auch selbstverständlich eine aufzeigbare ideologische Verortung hat.
Henkel beeindruckt auch in diesem Buch durch seine menschlichen Orientierungen, seine intellektuelle Fähigkeit, eine bemerkenswerte Mischung aus Bescheidenheit und Selbstbewußtsein, das erfolgeiche Bemühen über den eigenen "Tellerrand" hinauszusehen und - was dieses Buch dann für alle Kreise lesbar und wertvoll macht - dem erfolgreichen Versuch, sich so auszudrücken, daß er verstanden werden will (und es auch kann). Also weit entfernt von Formen eitler Selbstdarstellung (wie leider sattsam von anderen Publizierenden bekannt)! Besonders erwähnenswert: auch eigene Fehler spricht er mutig und in keinster Weise beschönigend oder gar sich auf “billige” Weise entschuldigend an ...

17 von 23 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.
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