Ich erhebe meine Stimme - Joya, Malalai

Malalai Joya 

Ich erhebe meine Stimme

Eine Frau kämpft gegen den Krieg in Afghanistan

Übersetzer: Mallett, Dagmar; Schäfer, Ursel
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Produktbeschreibung zu Ich erhebe meine Stimme

Eine bewegende, zutiefst menschliche Geschichte vom Mut einer jungen Frau. Malalai Joya kämpft gegen den Krieg in Afghanistan, gegen die Unterdrückung und den Terror in ihrem geschundenen Land - und für ein menschenwürdiges Leben.

Was für eine mutige Frau! Malalai Joya ist erst 30 Jahre alt und doch schon das Vorbild für Millionen von Frauen. Sie war es, die als Abgeordnete des ersten demokratischen Parlaments in Afghanistan den regierenden Kriegsherren dort persönlich entgegentrat und ihnen ihre Verbrechen vorhielt. Vier Attentate hat sie seitdem überlebt, aber sie gibt nicht nach. Natürlich nicht bei ihrem Lebensweg: Schon ihr Vater, ein Arzt, kämpfte gegen die sowjetischen Invasoren. Sie wuchs deshalb in Pakistan, von der Familie getrennt, in einem Flüchtlingslager auf. Nach ihrer Rückkehr ließ sie sich zur Sozialarbeiterin ausbilden und baute eine Organisation zur Förderung und Weiterbildung von Frauen mit auf. Sie kämpfte weiter gegen die mörderischen Taliban und lebte deshalb im Untergrund.

Produktinformation


  • Verlag: Piper
  • 2009
  • Ausstattung/Bilder: 2009. 302 S., 8 farb. Fototaf. u. 1 einfarb. Übers.-Kte.
  • Seitenzahl: 302
  • Deutsch
  • Abmessung: 210mm x 135mm x 30mm
  • Gewicht: 460g
  • ISBN-13: 9783492052771
  • ISBN-10: 3492052770
  • Best.Nr.: 25576370

Perlentaucher-Notiz zur F.A.Z.-Rezension

Eine höchst beeindruckende Frau sei Malalal Joya zwar schon, findet Rezensent Wilfried von Bredow. Mit atemberaubender Entschlossenheit hat sich Joya den Taliban widersetzt und ist heute eine der wichtigsten "Sozialaktivistinnen", die auch als Parlamentsabgeordnete für Frauenrechte und Demokratie in Afghanistan kämpft. Zugleich hat der Rezensent mit dem Buch, in dem Joya nun ihren Kampf darstellt, ein großes Problem. Ihm gefällt nämlich gar nicht, wie wenig Joya zwischen den Beteiligten zu unterscheiden geneigt ist. Die Karzai-Regierung komme nicht besser weg als die Warlords oder die Isaf-Schutztruppen. Dieser Mangel an Differenzierung "überschattet", so  Bredow, die "Verdienste" Joyas beträchtlich.

© Perlentaucher Medien GmbH

Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 27.11.2009

Alltag im Irak und in Afghanistan

Die Besatzungsherrschaft Washingtons setzte auf Härte und Geld statt auf kulturelles Verständnis.

Von Wilfried von Bredow

Im Herbst 2003 war Oberst Nathan Sassaman der imponierendste amerikanische Feldkommandeur im Irak. Er war geistreich, klug, schonungslos und verkörperte das Beste, was Amerika zu bieten hatte. Aber auch in seinem Kommandobereich häuften sich mit der Zeit die gegenseitigen Missverständnisse zwischen Amerikanern und Irakern. Der Oberst reagierte immer brüsker. Mehr und mehr zeigte er seine Enttäuschung über die Einheimischen. Schließlich verlor er die Geduld mit ihnen und griff zunehmend härter durch. Acht Monate später, schreibt jetzt Dexter Filkins, ging dann das Land verloren - als ein Ort, an dem sich die Amerikaner frei bewegen konnten. Und sie gewannen ihn nie wieder zurück. Sassaman versuchte es nun mit einer Mischung aus Einschüchterung, Gewalt und "einem Haufen Geld für Projekte". Damit sollten die Iraker überzeugt werden, dass die Amerikaner ins Land gekommen waren, um ihnen zu helfen. Das Geld versickerte im Handumdrehen. Die Amerikaner machten sich schneller Feinde, als …

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Malalai Joya, geboren 1978, wurde 2005 als jüngste Politikerin Afghanistans in die Nationalversammlung gewählt. Als Flüchtling im Iran und in Pakistan aufgewachsen, begann sie schon mit 19 Jahren, Frauen im Lesen und Schreiben zu unterrichten. Nach ihrer Rückkehr gründete sie ein Waisenhaus und eine Klinik und wurde bald zu einer scharfen Gegnerin der Taliban, der Warlords und des Fundamentalismus. 2007 wurde Malalai Joya ihres Amtes enthoben und führt ihren Kampf nun außerhalb des Parlaments weiter. Sie überlebte vier Mordanschläge und reist unter dem Schutz der Burka und mit bewaffneten Bodyguards. Für ihre unermüdlichen Anstrengungen für Frieden, Menschenrechte und Demokratie in Afghanistan erhielt sie zahlreiche Auszeichnungen.

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