Warum das Kind in der Polenta kocht - Veteranyi, Aglaja

Aglaja Veteranyi 

Warum das Kind in der Polenta kocht

Roman

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Warum das Kind in der Polenta kocht

»Das Glück hatte ich mir anders vorgestellt.« Voller Illusionen ist die kleine rumänische Artistenfamilie den Verheißungen des Westens gefolgt, ein großes Haus sollte gekauft, die Tochter ein Filmstar werden, doch die Wirklichkeit sieht anders aus. Eindrücklich und ohne jede Sentimentalität erzählt das kleine Mädchen seine Geschichte. Eine Geschichte, in der Fremdsein, Unbehaustsein und die ständige Angst um die Mutter, die allabendlich über der Manege hängt, allgegenwärtig sind. Die Geschichte eines Kindes, das in zwei Welten aufwächst und verzweifelt seinen Platz im Leben sucht.


Produktinformation

  • Verlag: Dtv
  • 2013
  • Neuaufl.
  • Ausstattung/Bilder: Neuaufl. 2013. 188 S.
  • Seitenzahl: 192
  • dtv Taschenbücher Bd.12908
  • Deutsch
  • Abmessung: 192mm x 119mm x 15mm
  • Gewicht: 206g
  • ISBN-13: 9783423129084
  • ISBN-10: 3423129085
  • Best.Nr.: 09420683
Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 07.03.2000

An den Haaren
Aglaja Veteranyis Roman aus der Zirkuswelt

Wenn ihre Mutter in der Zirkuskuppel an den Haaren hängt, erzählt ihr die Schwester das Märchen vom Kind, das in der Polenta kocht. Das lenkt ein wenig von dem Gedanken ab, die Mutter könnte sich zu Tode stürzen. Aber eben nur ein wenig. "Ich muss immer an den Tod meiner Mutter denken. Ich sehe, wie sie sich mit den Feuerfackeln die Haare in Brand steckt, wie sie brennend auf den Boden stürzt." Aglaja Veteranyis Zirkusroman, aus dem sie beim letztjährigen Ingeborg-Bachmann-Wettbewerb einen Ausschnitt vorlas, ist voll mit Schreckensfantasien. Früher sind die Eltern, er Clown, sie Artistin, im rumänischen Staatszirkus aufgetreten. Dann hat der Vater das Geld aus der Zirkuskasse gestohlen und ist mit der Familie ins Ausland, in die Schweiz, geflohen. Dort geht der Zirkus weiter. Der Vater schlägt die Mutter, er droht, dass er sie aus der Kuppel stürzen lässt, und er zerschnipselt im Zorn ihre Kostüme. Er möchte, dass das Kind Filmstar wird. Doch die Schwestern landen in einem Internat in den Bergen. Die Eltern trennen sich, die Mutter holt die Tochter nach Hause zurück. Sie hatte einen …

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"Ein kleiner Roman von ungewöhnlicher Leichtigkeit."
Hans-Peter Kunisch, Süddeutsche Zeitung

"Ein kleiner Roman von ungewöhnlicher Leichtigkeit." Hans-Peter Kunisch in der 'Süddeutschen Zeitung'

"Aglaja Veteranyis Debütroman ist das Eintrittsbillet zu einem Zirkus der zärtlichen Grausamkeit." Karsten Herrmann in der 'Neuen Osnabrücker Zeitung'

"Ein ungewöhnliches, sprachsprühendes Debüt. Was das Gelingen dieser Geschichte ausmacht, ist ihr haarfeiner Tanz über dem Abgrund, ist das Spiel mit dem Schrecken, der gebannt und verdeutlicht wird." Urs Bugmann in der 'Neuen Luzerner Zeitung'

"Der Ton in ihrem Buch ist so frisch und leise, so selbstverständlich und verzaubernd zugleich, dass es ein wahres Vergnügen ist. Mehr noch: ein literarischer Seiltanz." Adrian Riklin im St. Gallener Kulturmagazin 'Saiten'

"Der Ton ist toll getroffen, forsch und frech, mit schwarzem Humor eingefärbt und mit schrägen Wortbildern illustriert." Beat Mazenauer in der 'Zürichsee-Zeitung'

"Das Buch ist voller wunderbarer Sätze, die man hintereinander zitieren könnte." Jan Faktor im 'Freitag'

«Veteranyis Debütroman ¿ ein Zirkus der zärtlichen Grausamkeiten.» (Neue Osnabrücker Zeitung) «Ein ungewöhnliches, sprachsprühendes Debüt.» (Neue Luzerner Zeitung) «Ein literarischer Seiltanz.» (Saiten)
Aglaja Veteranyi, geb. 1962 in Bukarest, stammte aus einer Zirkusfamilie. Schauspielausbildung, seit 1982 Arbeit als freischaffende Schauspielerin und Autorin. Zahlreiche Veröffentlichungen in Anthologien, Zeitschriften und Zeitungen folgten. Auszeichnungen mit dem Kunstpreis Berlin 2000 sowie dem Chamisso-Förderpreis. In der Nacht zum 3. Februar 2002 hat sich Aglaja Veteranyi in Zürich das Leben genommem.

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