Lenas Liebe - Kuckart, Judith

Judith Kuckart 

Lenas Liebe

Roman

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Lenas Liebe

Eine Frau befreit sich von ihrem Beruf. Sie sucht nach Orientierung, geht zurück in die Kleinstadt, aus der sie gekommen ist, fängt längst vergangene Liebeleien wieder an. Doch dann beginnt sie ein Mann zu faszinieren, weil er Erinnerungen an ihre Mutter verspricht. Mit ihm bricht sie zu einer Reise nach Polen auf, zu jenem "Kaff vor Russland", das Auschwitz heißt.


Produktinformation

  • Verlag: Btb
  • 2008
  • Ausstattung/Bilder: 2008. 303 S.
  • Seitenzahl: 304
  • btb Bd.73690
  • Deutsch
  • Abmessung: 188mm x 120mm x 24mm
  • Gewicht: 282g
  • ISBN-13: 9783442736904
  • ISBN-10: 3442736900
  • Best.Nr.: 22812548
Lenas Liebe gehört zu den rar gewordenen Büchern, die im Leser weitermurmeln, leuchten und leben, auch wenn sie scheinbar doch zu Ende, ausgelesen sind. Die Zeit

"In knapper, sachlicher Sprache und dem sparsamen Gebrauch von Requisiten gelingt es ihr, die Atmosphäre einer Zeit und eines Ortes so einzufangen, dass der Leser sich dem Sog ihres Erzählens schwer entziehen kann."

Perlentaucher-Notiz zur NZZ-Rezension

Beatrice von Matt ist so ergriffen von diesem Roman, dass sie aus der Nacherzählung seiner Episoden und der Vorstellung seines Personals nicht recht herauskommt. Aber es mag ja für ihn sprechen: dafür, dass er nicht nur komplex, sondern auch faszinierend ist. Die Rezensentin verliebt sich zumal in Lena, die verträumte Protagonistin, schildert eindringlich ihre bedingungslose Verliebtheit in Julius, ihre Fahrt von Polen - Auschwitz - in einem Volvo nach Berlin und das traurige Ende der Liebe. Sie bewundert, wie das Thema Auschwitz in den Roman eingeflochten wird, und noch mehr lobt sie die "elegant verstrebte Architektur" des Romans, in dem kleine Episoden, winzige Anspielungen und raumgreifende Porträts miteinander abzuwechseln scheinen. Ein "farbenkräftiges Buch", seufzt die Rezensentin am Schluss. Aber man scheint es selber lesen zu müssen, um sich ein Bild zu machen.

© Perlentaucher Medien GmbH

Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 09.04.2002

Liebt Lena Ludwig?
Im Rückspiegel: Judith Kuckarts deutsch-polnisches Roadmovie

Die wundersamen Buchumschläge des DuMont Verlags geben oft, wenn man sie auffaltet und wendet, ein kleines Geheimnis preis. Diesmal findet sich auf der Rückseite ein Rückspiegel, und darin sehen wir einen Ausschnitt genau jener unscheinbaren Landschaft mit Schotterstraße und einsamem Fußgänger, die auf der Vorderseite abgebildet ist. Welchem Anblick aber sollen wir hier trauen? Bietet das vordere Panoramabild einen vollständigen Blick geradeaus, oder setzt es sich ganz aus Rückblicken und Spiegelungen zusammen? Sitzen wir in einem Wagen, der dem Fußgänger auf der Landstraße folgt, oder haben wir ihn gerade überholt?

Auch die wundersame Reisegeschichte, die Judith Kuckart uns in ihrem neuen Roman erzählt, ist voll solcher Irritationen, denn durch Vorwegnahme und Rückschau, durch Spiegelung und Projektion revidiert sie immer wieder, was wir zu sehen und verstehen glauben, und zögert bis zuletzt, uns einen Panoramablick auf das Geschehen zu eröffnen. Schon die einfachsten Begegnungen unterwegs stellen sich im Rückspiegel oft seltsam dar: "Eine Frau …

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"Gegen Vergessen hilft nur Erinnern"<br /> Lenas Liebe<br /> Lena - Ende 30 -, eine ehemalige Schauspielerin, trifft nach dem Tod der Mutter in ihrer Heimatstadt ihre ehemals große Liebe - Ludwig - wieder. Dieser war Priester geworden, war aber eines Morgens aufgewacht und "hatte einfach aufgehört zu glauben" und die Wirklichkeit der Wahrheit vorgezogen. Lena völlig verunsichert, auf der Suche nach Ordnung und einem tieferen Sinn in ihrem Leben, will sich über ihre wahren Gefühle für Ludwig klar werden. Obwohl sie für Ludwig immer noch was empfindet, verliebt sie sich in den wesentlich jüngeren Torwart einer Fußballmannschaft. Während dieser - wenn auch nur sehr kurzen - Affäre lässt sie die gemeinsame Vergangenheit mit Ludwig Revue passieren. Am Ende bleibt ihr jedoch lediglich die traurige Erkenntnis, dass "die Erinnerung an die Liebe stärker ist als die Liebe selbst".<br /> Dahlmanns Vergangenheit<br /> Aber nicht nur Lena ist mit ihrer Vergangenheit beschäftigt. Auch ihr Untermieter Dahlmann, der einst Lenas Mutter liebte, aber dann nur ihr Trauzeuge wurde, muss sich mit dem Thema "Vergangenheit" auseinandersetzen, wenn auch aus ganz anderen Gründen. Er kann nicht vergessen und muss sich deshalb erinnern: Dahlmann tritt eine lange Reise in seine Vergangenheit an. Lena begleitet ihn. Der Weg in Dahlmanns Vergangenheit führt nach Polen, nach Auschwitz. Nach und nach erfährt der Leser von Dahlmanns Geheimnis: Er ist Sohn eines KZ-Aufsehers. Zwischen 1942 und 1944 lebte die Familie in der Nähe des Lagers. An Weihnachten im Jahre 1944 floh die Familie, da die Rote Armee näherrückte. Der Vater blieb zurück. Dahlmann hatte ihn nie wieder gesehen... <br /> Die Reise in die Vergangenheit führt beide - sowohl Lena also auch Dahlmann - zu einer tieferen Erkenntnis. Der Autorin Judith Kuckart ist es, nicht nur durch den permanenten Wechsel der Zeitebenen, gelungen, die Vergangenheit in eine enge, unlösbare Beziehung zur Gegenwart zu stellen. (Wibke Garbarukow)<br /> Lenas Mutter ist gestorben. Für die fast 40-jährige Lena der Anlass, ihren Beruf als Schauspielerin aufzugeben und zurück in ihre ungeliebte Heimat im südlichen Ruhrgebiet zu gehen, wo sich über die Jahre fast nichts verändert hat. Lena verliebt sich wieder in Ludwig, ihren Freund aus Schulzeiten, der später Priester wurde, und findet eine Bleibe bei dem Sonderling Dahlmann. Dieser war die große Liebe ihrer Mutter und doch nur deren Trauzeuge – und er hat ein Geheimnis. Auf der Spur von Dahlmanns Vergangenheit reist Lena mit ihm nach Polen – Auschwitz – und versucht dabei, rastlos und verträumt zugleich, ihr Leben und ihre Gefühle für Ludwig zu ordnen. Die Affäre mit einem jüngeren Fußballtorwart bleibt ein Intermezzo. Ist die Erinnerung an die Liebe vielleicht stärker als die Liebe selbst? Judith Kuckart hat Gegenwart und Erinnerung sowie große Themen wie Liebe und Nationalsozialismus zu einem anrührenden, sehr spannenden Roman verwoben. (www.parship.de)
Judith Kuckart, geboren 1959 in Schwelm (Westfalen), lebt nach dem Studium der Literatur- und Theaterwissenschaften und einer Tanzausbildung als Autorin, Dramatikerin und Regisseurin in Zürich und Berlin.
Neben einigen Theaterstücken erschienen von ihr mehrere Romane. Judith Kuckart wurde u. a. mit dem "Rauriser Literaturpreis", dem "Stipendium der Villa Massimo" in Rom und 2009 mit dem "Literaturpreis Ruhr" ausgezeichnet.

Leseprobe zu "Lenas Liebe" von Judith Kuckart

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Inhaltsangabe

Bücher bei DuMont :

- Lenas Liebe

- Die Autorenwitwe

- Der Bibliothekar

- Kaiserstraße

- Dorfschönheit

8 Marktplatz-Angebote für "Lenas Liebe" ab EUR 2,06

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