In "Golden Abyss" ist es die Aufgabe des Spielers, ein
dunkles Geheimnis hinter einem 400 Jahre alten Massaker
aufzudecken. Ob Nathan Drake während der filmreif inszenierten
Missionen springen oder rutschen muss, Feuergefechte gegen clevere
KI-Gegner bestreitet oder das unbesiedelte Land erforscht, die voll
auf die beiden Analogsticks der Vita ausgelegte Steuerung arbeitet
jederzeit präzise.
Quelle/Copyright: Entertainment Media Verlag
Keine vier Monate nach "Uncharted 3" für die große
PlayStation kommt dem Haudegen Nathan Drake die Aufgabe zu, als
Vorzeigetitel für den Launch des neuen Sony- Handhelds, PS Vita, zu
fungieren. Diesen Job erfüllt er mit Bravour. Die technischen
Unterschiede zu den drei PlayStation-3-Abenteuern sind marginal.
"Golden Abyss" ist das bestaussehende Handheldspiel
bislang. Was die zuständigen Bend Studios aus der neuen Hardware
herauskitzeln, ist für einen Launchtitel mehr als beeindruckend und
lässt für künftige Vita-Spiele viel hoffen. Aber auch spielerisch
macht Drake auf der tragbaren Konsole eine gute Figur. Man setzt
auf die bewährte Mischung aus Action, Kletterpassagen und Rätseln,
angereichert mit schicken Zwischensequenzen und kurzweiligen
Dialogen.
Quelle/Copyright: Entertainment Media Verlag
Insgesamt ist "Golden Abyss" weniger bombastisch inszeniert als der dritte Serienteil, bietet dafür aber einen höheren Wiederspielwert. Dieser kommt vor allem durch die vielen sammelbaren Objekte zustande. So findet Drake pausenlos Artefakte und Schätze, schießt an vorgegebenen Stellen Fotos. Die ergatterten Gegenstände lassen sich übrigens mittels der ins Spiel integrierten Schwarzmarktoption mit anderen Vita-Besitzern in der Nähe tauschen. Als Launchtitel soll "Golden Abyss" natürlich neben der Technikpower die weiteren vielfältigen Möglichkeiten der Vita demonstrieren. Dies gelingt mit gemischtem Erfolg. Über den Touchscreen bzw. das rückseitige Touchpad lassen sich beispielsweise komfortabel Granaten werfen und der Zoomfaktor beim Zielen mit dem Scharfschützengewehr verändern. Weniger gelungen sind dagegen Touchscreenexperimente wie der Einsatz der Machete oder der Nahkampf, bei denen der Spieler über den Schirm wischen muss. Das nimmt unnötig Schwung aus dem Spielerlebnis. Solch kleine Schwächen ändern aber nichts daran, dass das erste Handheld-"Uncharted" hervorragend umgesetzt wurde und allen Vita-Besitzern zum Launch zu empfehlen ist.