Plato hat jede seiner Schriften als eine aus sich verständliche
angeboten, und so sollen sie auch gelesen werden. Der Autor
beschränkt sich in diesem Buch ganz bewusst darauf, eine
Paraphrasierung jedes einzelnen Dialogs zu bieten und ihn
ausführlich zu kommentieren. Dieses Buch beansprucht daher nicht
mehr zu sein als eine Anleitung zum Lesen der platonischen
Gespräche. 1964 erstmals erschienen, ist es in zweifacher Hinsicht
von unverminderter Bedeutung: zum einen als philosophische
Leistung, die damals wie heute eine Lücke in der unübersehbaren
Fülle der einschlägigen Literatur füllt, zum anderen als
pädagogisch orientierte Auseinandersetzung mit Platos
Philosophieren an sich, in welche die gesamte Entwicklung der
abendländischen Philosophie von Aristoteles und Kant und Nietzsche
bis hin zu Hegel mit einbezogen ist.
Die platonischen Dialoge sind ein einziger Versuch ihres Dichters,
mit seinem Leser in ein Gespräch zu kommen. Dass dies Gespräch
zustande kommt, liegt aber nicht in der Macht des Schreibenden
allein. Der Leser muss das Seine dazu beitragen, das Geschriebene
zum Reden zu bringen. Auch ein Buch über Platos Gespräche kann dem
Leser diese Anstrengung nicht abnehmen. Plato hat jede seiner
Schriften als eine aus sich verständliche angeboten, und so sollen
sie auch gelesen werden. Der Autor beschränkt sich ganz bewusst
darauf, eine Paraphrasierung jedes einzelnen Dialoges zu bieten und
ihn ausführlich zu kommentieren. Das 1964 erstmals erschienene
Buch, längst ein Klassiker der Plato-Literatur, ist in zweifacher
Hinsicht von unverminderter Bedeutung: zum einen als philosophische
Leistung, die eine Lücke in der unübersehbaren Fülle der
einschlägigen Literatur füllt, zum anderen als pädagogisch
orientierte Auseinandersetzung mit Platos Philosophieren an sich,
in welche die gesamte Entwicklun g der abendländischen Philosophie
von Aristoteles über Kant und Hegel bis hin zu Nietzsche mit
einbezogen ist.