Oswald Spenglers "Untergang des Abendlandes" gehört zu
den meistgelesenen geschichtsphilosophischen Werken des 20.
Jahrhunderts. Trotz der Kritik, die an seinen historischen,
philosophischen und politischen Aussagen geübt worden ist, hat das
Buch bis heute seinen Platz als Klassiker der Zivilisationskritik
behauptet. In jüngster Zeit haben seine Thesen im Zusammenhang mit
der Debatte über das "Ende der Geschichte" neue
Aktualität gewonnen. "Der vergessene Spengler rächt sich,
indem er droht, recht zu behalten. Sein Vergessensein inmitten der
Bestätigung leiht der Drohung blinder Fatalität, die von seiner
Konzeption ausgeht, ein objektives Moment."
Kaum ein geschichtsphilosphisches Werk ist so heftig diskutiert
worden wie Oswald Spenglers 'Untergang des Abendlandes'
(1918/22). Zum ersten Mal hatte hier ein großer Denker versucht,
eine 'Philosphie des Schicksals' vorzulegen, in der die
abendländlische Kultur in ihrer Zivilisations- und damit ihrer
Endphase erklärt wurde. Für Spengler zeigen die Kulturen, denen
jeweils eine Lebensdauer von einem Jahrtausend beschieden ist,
einen schicksalhaften, den Jahreszeiten entsprechenden Verlauf.
Diese Sicht führte ihn zu faszinierenden Vergleichen und Prognosen,
die inzwischen zum Teil bestätigt wurden. Die ungewöhnliche
Wirkung, die das Werk erzielte, beruhte sowohl in seinem
imponierenden, kosnequenten Gedankengang wie in seiner bildhaften
Sprache, die es auch dem Laien ermöglicht, dem Text zu folgen.
Ausstattung/Bilder: Sonderausg. 1998. XVI, 1271 S.
Beck's Historische Bibliothek
Deutsch
Abmessung: 211mm x 136mm x 46mm
Gewicht: 921g
ISBN-13: 9783406441967
ISBN-10: 3406441963
Best.Nr.: 00504855
»Trotz der Erdstöße, die seit der Niederschrift auftraten, hat das Werk seine ganze Unabhängigkeit und Hellsichtigkeit in unserer Zeit bewahrt.« Le Monde
Oswald Arnold Gottfried Spengler, geboren am 29. Mai 1880 in Blankenburg (Harz), studierte in München, Berlin und Halle Naturwissenschaften und Mathematik, war drei Jahre Oberlehrer in Hamburg und zog sich dann als Privatgelehrter nach München zurück. Er starb dort am 8. Mai 1936. Weitere Werke u. a.: 'Preußentum und Sozialismus' (1920), 'Der Mensch und die Technik' (1931), 'Jahre der Entscheidung' (1933).
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