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| Bewertung von Peggy Bundy aus Frankfurt am 10.01.2013 | |
| Jaja, wenn die Schriftsteller älter werden, dann muten sie den Lesern gern auch mal das zu, was sie immer schon mal sagen wollten. Und das tut Moers hier mit Bravour! Dabei herausgekommen ist eine Fabel über Kulturgeschichte und als solche gelesen ist sie ein Riesenspass - wer aber einen Abenteuerroman im Stil der anderen Bücher von Hildegunst von Mythemetz erwartet, muss wohl den zweite Teil der Geschichte abwarten. Ich habe mich prächtig amüsiert, weil ich mich zufällig für Kulturgeschichte interessiere und Spaß an den vielen Parallelen hatte. (Nicht umsonst lobt Hildegunst Fridell und dessen "Kulturgeschichte" und ehrt ihn mit einem Anagramm!) Aber auch ich hätte besser die Paperback-Ausgabe abgewartet... der Spaß wäre dann nicht weniger groß aber billiger gewesen. Denn ein früher Kauf des gebundenen Buchs macht ja nur Sinn, wenn die Neugier auf die Abenteuer im Labyrinth auch schnell befriedigt wird... |
0 von 1 Kunden fanden diese Rezension hilfreich. War diese Bewertung für Sie hilfreich? |
| Bewertung von complicated am 01.11.2012 | |
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Ich wurde von den vorigen Rezessionen abgeschreckt, dieses Buch zu kaufen, doch als ich es zum Geburtstag geschenkt bekommen habe, habe ich es sofort gelesen. Ich muss sagen, es war nicht gleich gut wie der Vorgänger "Die Stadt der träumenden Bücher" - dieses Buch war ein einziges Kunstwerk an Schreibkunst. Doch auch "Das Labyrinth der Träumenden Bücher" hat mich überzeugt. Einige Passagen sind eher langwierig zu lesen, man bekommt das Gefühl, dass die Situation bzw. das Geschehen zu detailliert dargestellt werden - es wird vielleicht auch mal leicht langweilig, man verspürt den Wunsch, einfach ein paar Zeilen zu überlesen - es wird schon nichts spanendes oder interessantes passieren. Doch die Geschichte, die Walter Moers in diesem Band erzählt, finde ich atemberaubend. Sie ist nicht weniger spannend, nicht weniger ergreifend wie die des Vorgängerbandes. Walter Moers hat es mit diesem Buch ein weiteres Mal geschafft, mich tief in das Buch und die Geschichte hineinzuziehen. So fühlte ich mit Hildegunst von Mythenmetz mit, war enttäuscht von seiner Hochmütigkeit zu Anfang und doch auch so gerührt, als er diese erkennt und seine Fehler einsieht. Für mich kamen die Buchlinge jedoch zu kurz - nachdem sie am Anfang durch die Erwähnung der ledernen Grotte in die Geschichte einflossen, fand ich es sehr schade, dass sie im weiteren Verlauf nicht eine größere Rolle spietlen - aber wer weiß, vielleicht kommt das im nächsten Band..!;) Alles in allem muss ich sagen, dass das Buch mich, trotz anfänglicher Zweifel, total überzeugt hat und mich sehr ergriffen hat, das Orm fließt definitiv durch dieses Buch! Definitive Empfehlung! |
1 von 1 Kunden fanden diese Rezension hilfreich. War diese Bewertung für Sie hilfreich? |
| Bewertung von lemontrovant am 30.12.2011 | |
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Oh, wie wurden die Romane Mythenmetzes einst vom Orm durchströhmt.. das ihm selbiges verloren gegangen ist lässt er uns im Laufe des Romanes ja selber erfahren, genau so wie die Gier der Verleger, welche dieser Roman auch befriedigen dürfte, im Gegensatz zur Neugier der Leser.. schade, ich hatte mich so auf das Buch gefreut und es auch bedenkenlos gekauft. Nach der Erfahrung, daß das nur die Ouvertüre zum nächsten, wann auch immer erscheinenden Zamonien-/Buchhaim-Roman von Walter Moers werden sollte und ansonsten mit keiner Spannung aufwartet dürfte für mich wohl dazu führen, daß ich mir den nächsten Roman höchstens noch aus der Bibliothek ausleihe, wenn ich ihn denn überhaupt noch lesen werde!! Ade, du einst so schönes Zamonien.. Es gibt 1 Kommentar zu dieser Bewertung
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4 von 8 Kunden fanden diese Rezension hilfreich. War diese Bewertung für Sie hilfreich? |
Bewertung von Buchwurm aus Ober-Ramstadt am 29.11.2011 |
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Ich muss mich meinen Vorrezensenten auf anderen Seiten anschließen. Auch ich wurde leider von der Fortsetzung der "Stadt der träumenden Bücher" enttäuscht und habe mich ziemlich geärgert. Über 200 Jahre sind seit dem großen Brand in Buchhaim vergangen, als Hildegunst, dem der Erfolg mittlerweile zu Kopf gestiegen ist, einen mysteriösen Brief erhält, der ihn zurück nach Buchhaim lockt. Dort angekommen, trifft er auf neue und alte Bekannte und lernt viel über den "Puppetismus", der im Puppaecircus Maximus unter Direktor Corodiak perfektioniert wurde. Mythenmetz' Suche nach dem Urheber des Briefes führt ihn erneut in seine Alpträume und schlussendlich sogar zurück zum Labyrinth der träumenden Bücher. Auf der einen Seite fand ich die Idee mit dem Puppenzirkus ganz witzig und gut umgesetzt, auf der anderen Seite habe ich mich immer wieder beim Lesen gefragt, was dieser eigentlich mit Büchern, bzw. der Stadt der träumenden Bücher, zu tun hat. Die erste Hälfte des Buches war noch ganz interessant, da noch einigermaßen abwechslungsreich, doch als es nur noch um den Puppetismus ging, wurde die Story immer langweiliger und abschweifender. Und als sie dann endlich am Ende des Buches in Fahrt kommt, steht man als Leser plötzlich vor einem ganz fiesen Cliffhanger und erfährt erst hier, dass es sich eigentlich nur um die Vorgeschichte zur Fortsetzung handelt, da Moers Terminprobleme mit seinem Verlag hatte und das eigentliche Buch erst noch erscheinen wird. Was für eine miese Tour! Habe mich richtig grün und blau geärgert, dass ich für die langersehnte Fortsetzung 25€ bezahlt habe, um dann demnächst nochmal zur Kasse gebeten zu werden. Pfui, lieber Verlag und lieber Autor! Das ist meines Erachtens nach nichts als Abzocke und hat meine Meinung über die Bücher von Herrn Moers definitiv negativ beeinträchtigt. Sehr sehr schade! |
7 von 11 Kunden fanden diese Rezension hilfreich. War diese Bewertung für Sie hilfreich? |
| Bewertung von Leseratte aus Bleckede am 28.11.2011 | |
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Nach dem hervorragenden Roman "Die Stadt der träumenden Bücher" war ich sehr gespannt auf das neue Buch von Walter Moers mit dem Titel "Das Labyrinth der träumenden Bücher". Bis zur Buchmitte erfüllte dieses Werk meine Hoffung auf eine Fortsetzung des ersten Bandes. Leider beginnt Walter Moers ab hier, die bereits bekannte Geschichte aus "Die Stadt der träumenden Bücher" auf Basis eines Puppentheaters erneut zu erzählen. Fazit: Das Buch hat mich sehr enttäuscht. Ich habe den Eindruck, dass hier zügig an den Erfolg der ersten Geschichte angeknüpft werden sollte. Das Ganze wirkt auf mich wie "mit der heißen Nadel gestrickt". Für mich war dies das letzte Buch, das ich von Walter Moers zu diesem Thema gelesen habe. Schade um das Geld! |
3 von 7 Kunden fanden diese Rezension hilfreich. War diese Bewertung für Sie hilfreich? |
Bewertung von Manuela2205 am 21.10.2011 |
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Das Labyrinth der träumenden Bücher ist eine teure Ouvertüre – denn sie ist erst der Beginn der Geschichte. Wer erwartet, dass Hildegunst von Mythenmetz neue Abenteuer im unterirdischen Labyrinth von Buchhaim erlebt, wird enttäuscht sein, denn dieser Band handelt nur davon, wie und warum er wieder nach Buchhaim reist und über seine erste Zeit dort. Wer aber wie ich bereits vorgewarnt ist, wird nicht enttäuscht. Wie gewohnt jongliert Walter Moers mit Wörtern und irrwitzigen Wortschöpfungen. Die Sprache ist auch hier wieder solebendig, dass man alles bildlich vor Augen hat und das Geschehen beinahe anfassen kann. Ein kleiner Wermutstropfen war für mich Hildegunsts Absacker in den Puppetismus (was das genau ist, muss man bei der Lektüre selbst herausfinden). Hier war für mich die Ausschweifung teilweise dann doch zu groß und ich war beinahe versucht querzulesen, weshalb ich einen Stern abziehe. Dennoch freue ich mich schon auf die Fortsetzung, die dann wohl wirklich im Labyrinth der träumenden Bücher spielt. |
6 von 9 Kunden fanden diese Rezension hilfreich. War diese Bewertung für Sie hilfreich? |
| Bewertung von augenblicke am 17.10.2011 | |
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'Das gute Publikum will gefordert werden" Knapp 300 Jahre dürfte Mythenmetz jetzt alt sein, der nicht nur erfolgsübersättigte Saurier und Großschriftsteller. Was wissen wir über ihn? Seine 'halbe Biographie' möchte uns glauben machen, er habe damals in Gralsund Triumphe gefeiert, ehe er in eine massive Sinnkrise geriet und seine Leser mit absurden Theorien verstörte. Schließlich habe er sich auf die nur durch sein gleichnamiges Buch beglaubigte 'Reise nach Yholl' begeben, von der er 75 Jahre später nach Gralsund zurückgekehrt sei (Ensel & Krete, 245ff). Nun wissen wir es besser, das 'Labyrinth der träumenden Bücher' schildert ausführlich die wahren Umstände: Tatsächlich verkroch er sich, vom Orm verlassen, in der Lindwurmfeste ('... zu dieser Zeit konnte ich einen Ormrausch von einem Weinsuff kaum unterscheiden', 15). Dort schreckt ihn erneut (!) ein Brief auf, der ihn veranlasst nach Buchhaim zurückzukehren. Nach eingehenden und grandiosen Schilderungen der wiedererbauten und teilweise bis zur Karikatur modernisierten Stadt, versinkt Mythenmetz in eine fast manische Besessenheit für den 'Puppetismus', der Buchhaim inzwischen regiert. Das ist harte Kost für den erwartungsfrohen Leser, der sich nach nichts mehr sehnt, als endlich wieder in das namengebende Labyrinth einzusteigen, das sich nach dem verheerenden Brand, in dem 'Die Stadt der träumenden Bücher' endete, in mehreren, überwiegend touristenfreundlich erschlossenen 'Rüsseln' zur Stadt hin öffnet. Mehr als ein Blick in die Tiefe ist aber nicht drin, und auch den Buchlingen, jener drolligen Zyklopenspezies, die sich von Lektüre nährt, begegnet man nur in Gestalt von 'literarischen Skulpturen' und - Puppen. Statt dessen: ellenlange Beschreibungen der puppetistischen Aufführung der 'Stadt der träumenden Bücher' sowie der Geschichte und Ausformungen dieser Überkunst mit dem albernen Namen, die sich als ganzheitliche, nahezu alle Sinne betörende und alle darstellenden und bildenden Künste, aber auch die Literatur umfassende Performancekunst beschreiben lässt. Die Seiten schwinden dahin wie Butter in der Sonne, Panik erfasst den Leser. Schließlich scheint sich das Blatt doch noch zu wenden, aber der Platz reicht einfach nicht mehr aus. Und dann kommt er auch schon, der letzte Satz: 'Hier fängt die Geschichte an'. Der Leser schnappt nach Luft. Reibt sich die Augen. Fassungslos. Wie für den vergifteten Mythenmetz, damals im Labyrinth, wechselt das Blatt die Farbe, aus weiß wird schwarz und noch einmal geht es weiter, das 'Nachwort des Übersetzers': 'Und hier hört meine Übersetzung auf.' Das muss man sich mal trauen. Es folgt eine ziemlich weinerliche Entschuldigung, die nicht einmal vor dem peinlichen Versuch halt macht, die Schuld auf den Verleger abzuwälzen - als wüssten wir es nicht alle besser: 'Meine Macht im Verlag ist unermesslich, ich trage dort den Namen "Der Unkritisierbare". (Walter Moers in: Die ZEIT 2001/37). Und schließlich dämmert es dem Leser. Das ist es. Ein Experiment. Ein Experiment am lebenden Leser, denn wie sagt der blinde Strippenzieher des Puppetismus, Maestro Corodiak: 'Das gute Publikum will gefordert werden - das ist mein Motto!' (392) Und es funktioniert. Gerade die Hingebungsvollsten und Erwartungsfrohesten unter ihnen werden dank dieser Lektüre ganze Paletten an widersprüchlichen Gefühlen durchleben, die ihnen kein anderes Buch je vermittelte - tiefe Verlustangst, gewaltigen Frust, namenlose Enttäuschung, aufkeimende Hoffnung, quälende Ungeduld, aufglimmende Vorfreude und dann, schließlich - blanke Faszination. Wegen der Möglichkeiten von Literatur, der Kühnheit der Idee, dem Wagemut und der Konsequenz der Umsetzung, wegen dem Witz der Beschreibungen, der Komplexität der Gedanken und, natürlich, wegen der detailsprühenden Schönheit der Illustrationen dieses durch und durch bibliophilen Buches. |
6 von 11 Kunden fanden diese Rezension hilfreich. War diese Bewertung für Sie hilfreich? |
Bewertung von Lisega am 15.10.2011 |
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| Endlich liegt eine neue Übersetzung eines Werkes von Hildegunst von Mythenmetz vor: Walter Moers hat seine Fortsetzung des Bestsellers "Die Stadt der Träumenden Bücher“ herausgegeben, und dass es wieder nach Buchhaim geht, verrät der Titel "Das Labyrinth der Träumenden Bücher“. Man sollte das Vorgängerbuch schon kennen, bevor man sich an diesen neuen Band wagt, denn Hildegunst von Mythenmetz bezieht sich oft auf seinen ersten Besuch der Stadt und trifft bei seiner Rückkehr nach Buchhaim auf alte Bekannte, obwohl inzwischen 200 Jahre vergangen sind. Doch die zamonische Bevölkerung ist langlebig, und so werden sich Fans über ein Wiedersehen mit dem Eydeeten Hachmed Ben Kibitzer und der Schreckse Inazea Anazazi freuen. Aber "Das Labyrinth der Träumenden Bücher“ ist keineswegs ein erneuter Aufguss alter Ideen, denn in der Stadt Buchhaim hat sich viel verändert, und Mythenmetz’ erneute Entdeckung der Geheimnisse dieses kulturellen Zentrums ist spannend, voller irrwitziger Ideen und satirischer Verzerrungen der realen Kunstgeschichte. Vor allem der "Puppetismus“, die Kultur des Puppentheaters in allen möglichen Formen, hat es dem Lindwurm angetan. Nach einer ausführlichen Beschreibung dieser Kunstform, die etwas langatmig gerät, trifft Mythenmetz auf den Mastermind hinter dem Puppaecircus Maximus, erhält eine Einladung ins "Unsichtbare Theater“, landet an einem Ort, den er nie wieder betreten wollte - und genau an der spannendsten Stelle endet das Buch mit dem Satz: "Hier fängt die Geschichte an.“ Ein gewagter Kunstgriff oder einfach eine Frechheit? Im Nachwort erklärt Moers, dass er mit der Übersetzung länger gebraucht hat als angenommen, und eben lieber einen ersten Teil veröffentlicht hat, als dass die Fans noch länger auf die vollständige Geschichte warten müssen. Ich weiß nicht, ob ich das tatsächlich für die bessere Lösung halte. Ein Gutes hat das offene Ende zumindest: Man darf sich auf einen weiteren aufregenden Zamonien-Roman freuen! |
7 von 10 Kunden fanden diese Rezension hilfreich. War diese Bewertung für Sie hilfreich? |
Bewertung von Feenfeuer - Fantasy Blog am 09.10.2011 |
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Mit Das Labyrinth der Träumenden Bücher kehrt Kultautor Walter Moers zurück in seinen sagenhaften Kontinent Zamonien und spinnt die Abenteuer der genialen Figur Hildegunst von Mythenmetz weiter. Den rotgeschuppten Lindwurm verschlägt es erneut nach Buchhaim. Nach den turbulent Ereignissen vor 200 Jahren, welche der Schriftsteller in seinem Bestseller Die Stadt der träumenden Bücher niedergeschrieben hat, ist die Literaturmetropole zu neuem Leben erwacht. Grösser, prächtiger, eindrucksvoller und verrückter als je zuvor erstreckt sich Buchhaim über den labyrinthischen Bücherkatakomben, aus denen einst der Schattenkönig entstiegen ist... Neben einem Wiedersehen alter Bekannter, wie der Schreckse Inazea Anazazi und dem eydeetischen Nachtigallerforscher Hachmed Ben Kibitzer verhält es sich mit der Hauptfigur des Romans ähnlich wie in Die 13 1/2 Leben des Käptn Blaubär. Die Hauptfigur splittet sich in den Protagonisten und die Welt. So ist Buchhaim nicht nur kulissengleicher Handlungsort, sondern erfährt das Hauptaugenmerk von Walter Moers. In diese brodelnde Stadt, mit all ihren Widersprüchen, Absurditäten und fasziniereden Elementen taumelt Hildegunst von Mythenmetz, der als verehrter zamonischer Schritsteller natürlich inkognito reist. Der Leser erlebt den Lindwurm und eine spannende Entwicklung seiner exzentrischen Figur, begleitet ihn in rauchige Qualmoirs und in den halluzinatorischen Rausch von Buchwein, tappt in antiquarische Touristenfallen, erlebt eine Theateraufführung der Superlative, wälzt sich aus fremden Betten, randaliert in einem Bücherladen, flieht vor krähenden Lebenden Zeitungen,… Walter Moers offenbart in Das Labyrinth der träumenden Bücher eine farbenfrohe, einmalige, lustige und schlichtweg phantastische Reise nach Buchhaim und seine spannenden Facetten. Dieser Roman ist die Geschichte des Hildegunst von Mythemmetz und seiner Suche zu sich selbst, seinen grössten Ängsten und Träumen. Gleichzeitig ist Das Labyrinth der träumenden Bücher der Prolog zu einem Folgeroman, welcher erst das wahre, grosse Abenteuer des Hildegunst von Mythenmetz verspricht. Dieser Umstand dürfte von einigen Leser zwiespältig aufgefasst werden, denn in der Handlung der Geschichte ereignet sich, je nach Betrachtung, recht wenig. Hildegunst von Mythenmetz in Buchhaim. Diese Aussage fasst das Geschehen des Romans zusammen und vermag es doch nicht der phantastisch ersponnenen Geschichte gerecht zu werden. Der neue Zamonien Roman und die Fortführung der Queste von Hildegunst von Mythenmetz ist ein fesselnder Page Turner, eine Achterbahnfahrt skurriler Phantasterein, in einer lebendig wirkenden, brodelnden Stadt, mit eindrucksvollen Ereignissen, spektakulären Bildern, dem unvergleichlichen Weltenbau des Walter Moers und einer Hauptfigur, die restlos zu begeistern weiss. Ein Prolog in Romanform – für die autobiographische Erzählung eines Hildegunst von Mythenmetz nichts wirklich überraschendes, dafür aber ein aussergewöhnlicher Lesegenuss der Extraklasse. Die Stadt der träumenden Bücher sollte zuvor gelesen werden. Walter Moers: Das Labyrinth der Träumenden Bücher - Eindrucksvolle, kreative, skurrile und gewitzte Fantasy, aus der Feder eines begnadeten Autoren. Ein faszinierender Zamonien Roman, der begeistert und spektakuläre Unterhaltung zu bieten hat. |
7 von 13 Kunden fanden diese Rezension hilfreich. War diese Bewertung für Sie hilfreich? |
| Bewertung von callunaful am 07.10.2011 | |
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Endlich, endlich ein neues Buch von Walter Moers und dann noch eine Fortsetzung zu "Die Stadt der träumenden Bücher"! Ich muss gestehen, ich bin blind am Erscheinungsdatum in die Buchhandlung gelaufen und habe zu diesem Buch gegriffen mit der Zuversicht, dass es DAS Buch des Jahres wird! Die Aufmachung des Buches ist super gelungen, das Cover erinnert an "Die Stadt der träumenden Bücher" und passt sehr gut in die Moers-Sammlung. Der Einband wirkt sehr stabil. Der obere Papierschnitt ist gelb gefärbt, ich denke damit das Papier wie vergilbt erscheint und optisch wie ein altes Buch wirkt. Zwar zuerst gewöhnungsbedürftig, aber von der Idee her ganz nett. Dazu gibt es das passende gelbe Lesebändchen. Zuhause angekommen, habe ich mich gleich über das Buch her gemacht und war sofort in die Welt von Zamonien eingetaucht. Die ersten Seiten haben mich gefesselt und ich war gefangen in der Magie Zamoniens. Es war ein schönes Gefühl wieder die Stadt der träumenden Bücher zu besuchen. Man merkte Veränderungen, die nach dem Brandt in Buchhaim entstanden sind, nichtsdestotrotz hat die Stadt nichts von seinem Zauber eingebüßt. Das lag an dem Schreibstil und dem Ideenreichtum von Walter Moers, die einfach unverkennbar sind und auch in diesem Buch großartig herüberkommen. Die Handlung ist ähnlich, wie im Vorgängerbuch: Hildegunst erhält einen mysteriösen Brief aus der ledernen Grotte mit seiner Unterschrift. Am Ende steht: "Der Schattenkönig ist zurückgekehrt." Das lässt Mythemetz aufhorchen und der Lindwurm macht sich gleich auf den Weg der Sache etwas näher auf den Grund zu gehen. In Buchhaim angekommen bemerkt er die Unterschiede der alten und neuen Stadt, was schön herausgearbeitet wurde. Auch begegnet er einigen bekannten Gesichtern, die mein absolut persönliches Highlight in diesem Buch waren. Doch ab der Mitte des Buches wird ein neuer Kult Buchheims eingeläutet: der Puppetismus! An sich ein nette und lustige Idee. Allerdings sehr ausufernd. Die eigentliche Handlung geht komplett unter bei der Ausführung des Puppetismus, da Mythenmetz sehr ausführlich diesen beschreibt. Die Detailverliebtheit, die Erläuterungen der verschiedenen Arten des Puppetismus, die ausführliche Entstehungsgeschichte, die Ausschweifungen und unglaublich viel Geschwafel von Hildegunst ist man ja schon irgendwie gewohnt. Aber man kann es auch übertreiben. Beim Puppetismusteil habe ich mich stellenweise tierisch gelangweilt und mir gewünscht, dass es endlich mit der eigentlichen Handlung weitergeht. Nach endlosen und zähen Kapiteln ging es dann auch endlich weiter...nur um dann nach ein paar Seiten an der interessantesten Stelle abzubrechen. Im Nachwort erklärt Moers anschließend, dass er aus Zeitmangel (der Verlag wollte ihm auch nicht mehr Zeit gewähren) das Buch nicht beenden konnte. Deswegen sah sich der Autor/Übersetzer gezwungen aus dem Buch einen Zweiteiler zu machen. Laut ihm hielt ich eine Ouvertüre in den Händen. Eine Ouvertüre, die sich auf 427 Seiten erstreckt und die mich 25 Euro (für mich ist das viel Geld!) gekostet hat! Ich war gerne bereit die 25 Euro für Walter Moers zu bezahlen, aber da dachte ich noch ich hielte ein rundes und abgeschlossenes Buch in den Händen. Ich hatte mich gleich gewundert, dass das Buch so "dünn" war, aber 400 Seiten sind okay für ein Buch. Für mich ist es einfach unverständlich, warum der Verlag Walter Moers nicht mehr Zeit gewährte. Es kommt immer wieder mal vor, dass ein Verlag den Erscheinungstermin (sogar mehrfach) verschiebt, damit ein Buch fertig wird. Klar wäre es schon enttäuschend, wenn man den Termin um oder zwei Jahre verschiebt, aber hier fühle ich mich einfach übers Ohr gehauen. Es ist so als ob man in ein Restaurant geht, sich dort ein Gericht bestellt und man serviert mir den Salat. Für das Fleisch und die Beilage, soll ich noch mal den gleichen Preis bezahlen... Das ist einfach unglaublich! Man fühlt sich als Leser vom Verlag betrogen, jedenfalls geht es mir so. |
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| Zustand | Preis | Porto | Zahlung | Verkäufer | Rating | |
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