Der Traum des Kelten - Vargas Llosa, Mario

Mario Vargas Llosa 

Der Traum des Kelten

Roman

Übersetzung: Ammar, Angelica
Gebundenes Buch
 
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Der Traum des Kelten

London, im August 1916, in der Todeszelle des Pentonville Prison: Roger Casement erinnert sich an die Jahre in Afrika, als er im Auftrag der britischen Regierung einen Bericht über die Menschenrechtsverletzungen, die Ausbeutung der schwarzen Bevölkerung und die Korruption im damals belgischen Kongo verfaßte. Der Bericht hatte unmittelbar politische Folgen. Casement denkt weiter zurück an seine Kindheit in Ulster, an die Zerrissenheit seiner Herkunft mit einem streng protestantischen Vater und einer tiefgläubigen katholischen Mutter. 1906 erhält Casement erneut einen humanitären Auftrag, um die Greuel einer mit britischem Kapital in Brasilien tätigen Firma aufzudecken. Mit Ausbruch des Ersten Weltkriegs sucht der ehemalige Diplomat die Unterstützung der deutschen Regierung für die irische Unabhängigkeitsbewegung. Er reist mitten im Krieg der Weltmächte heimlich nach Berlin; sein Begleiter und Geliebter Eivind Adler Christensen verrät ihn an den britischen Geheimdienst. Zurück in Großbritannien, wird Casement verhaftet, wegen Hochverrats angeklagt und anhand seiner geheimen Tagebücher überfuhrt, seine Homosexualität wird aufgedeckt. Am 3. August 1916 wird Roger Casement in London hingerichtet.

Mario Vargas Llosa zeichnet eindrucksvoll das Leben, die inneren und äußeren Kämpfe des abenteuerlichen Idealisten Roger Casement aus Irland nach, den Traum eines Kelten von einer freien, befriedeten Welt.


Produktinformation

  • Verlag: Suhrkamp
  • 2011
  • Ausstattung/Bilder: 2011. 444 S.
  • Seitenzahl: 444
  • Best.Nr. des Verlages: 42270
  • Deutsch
  • Abmessung: 215mm x 138mm x 40mm
  • Gewicht: 622g
  • ISBN-13: 9783518422700
  • ISBN-10: 3518422707
  • Best.Nr.: 33228993

Perlentaucher-Notiz zur ZEIT-Rezension

Rezensent Jens Jessen macht sehr deutlich, dass es sich bei Mario Vargas Llosas Roman über den irischen Freiheitskämpfer Roger Casement um alles andere als einen historischen Schmöker handelt. Von Fabulierkunst könne hier keine Rede, eher erkennt Jessen eine neue, geradezu dokumentarische Schlichtheit in der Erzählweise als Altersstil des Nobelpreisträgers. Allerdings muss Jessen feststellen, dass Fleiß und Redlichkeit einen Erzähler nicht unbedigt zieren. Dienlich sind sie aber der "Belehrung", und hierin erkennt Jessen denn auch das große Plus des Romans: Durch Casement, der als einer der ersten die kolonialistischen Verbrechen angeprangert hat, lernt Jessen, dass diese Verbrechen nicht im Namen einer politischen Ideologie begangen wurden, sondern allein aus wirtschaftlichen Interessen.

© Perlentaucher Medien GmbH

Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 07.11.2012

NEUE TASCHENBÜCHER
Kolonialismus
und Keuschheit
Der Kongo hat ihn entjungfert, Sir Roger Casement, den Iren in britischen Diensten, als Konsul erst, dann als Sonderbeauftragten, um die Brutalitäten aufzudecken, die die belgische Kolonialverwaltung im Kongo bei der Kautschukgewinnung ausübte. Im „Heart of Darkness“ dort hat er erfahren, wozu der Mensch fähig ist, was an Bösem und Ausbeuterischem zum modernen Leben gehört. Später wurde er nach Peru entsandt, dort wurden die Indios ebenso brutal malträtiert. Der Peruaner Mario Vargas Llosa erzählt Rogers Geschichte in der Rückschau, von seinen letzten Tagen her, August 1916, im Gefängnis, wegen Hochverrats verurteilt, kurz vor der Hinrichtung – seine Reisen nach Afrika und Südamerika hatten ihm den Blick geschärft für das koloniale Unrecht im Herzen Europas, die Unterdrückung Irlands durch die Briten. Es ist ein Traumbuch, schön traditionell erzählt, mit moralischer Leidenschaft, und mit den Ekstasen des Märtyrertums – der Osteraufstand 1916, für den Casement deutsche Unterstützung auszuhandeln versuchte – und der Körper, der Männerkörper, auf die der keusche Traum des Kelten in fernen …

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Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 08.10.2011

Als er mein wurde und ich sein

In "Der Traum des Kelten" kehrt Mario Vargas Llosa zur Poetik seiner jungen Jahre zurück - und damit zum Programm eines "totalen Romans".

Von Hans Ulrich Gumbrecht

Die Wahl von Mario Vargas Llosa zum Nobelpreisträger für Literatur im vergangenen Herbst löste ein weites Panorama verschiedenster Reaktionen in ähnlicher Tonlage aus. Niemand war überrascht von dieser Entscheidung, denn seit beinahe einem halben Jahrhundert gehört Vargas Llosa zu den wenigen anspruchsvollen Autoren, die tatsächlich weltweit Leser finden. Ganz außer Frage steht auch, dass kaum ein anderer Romancier unserer Zeit die vielfältigen Dimensionen der Gattung ähnlich gekonnt genutzt und entwickelt hat wie er. Andererseits sind seine politischen Kommentare und Ambitionen - zumal im südamerikanischen Kontext - für einen Literaten so außergewöhnlich nüchtern (oder soll man "realistisch" sagen?), dass sie unvermeidlich Verwunderung und nicht selten auch Ablehnung provozieren. Wer hätte sich je von einer bürgerlich-konservativen Position und also mit guten Erfolgschancen um das wichtigste politische Amt seines Landes beworben, wie es …

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»Wie nur wenige schafft es der Altmeister Vargas Llosa, ein Maximum an filmisch präziser Beschreibung historischer Information, impliziter Reflexion und emotionaler Intensität in einen Roman zu packen.«

" ein Denkmal passioniert geschrieben, souverän erzählt, gewidmet dem Leben des Diplomaten und Abenteurers, des irischen Nationalisten und Verräters Roger Casement."
David Gallagher Süddeutsche Zeitung

" ein Denkmal passioniert geschrieben, souverän erzählt, gewidmet dem Leben des Diplomaten und Abenteurers, des irischen Nationalisten und Verräters Roger Casement."
David Gallagher Süddeutsche Zeitung

Ein Panoramaschwenk, der viel im Dunkeln lässt

In seinem Roman „Der Traum des Kelten“ scheitert der Literaturnobelpreisträger Mario Vargas Llosa an der Biographie eines irischen Abenteurers

Mario Vargas Llosa gehört zu den leistungsfähigsten Architekten und Tragwerksplanern der zeitgenössischen Literatur. Seit er in den 60er Jahren den „totalen Roman“ proklamierte, hat er immer wieder komplexe erzählerische Gerüste aufgerichtet, die mühelos Jahrzehnte, Generationen oder Kontinente umspannten. Bei der Vergabe des Literaturnobelpreises 2010 hat sicher auch diese Ingenieurskunst eine Rolle gespielt, obwohl die Akademie vor allem Vargas Llosas „Kartographien von Machtstrukturen und seine nachdrücklichen Bilder von Widerstand, Revolte und Niederlage des Individuums“ hervorhob, also die gesellschaftliche Relevanz seiner Stoffe.

Im neuen Roman treffen die beiden Seiten von Vargas Llosas Ambition abermals aufeinander. „Der Traum des Kelten“ handelt vom bewegten Leben des Iren Roger Casement, der als Abenteurer in Afrika anfing, als Diplomat im Dienst der britischen Krone zu einem bedeutenden Menschenrechtsaktivisten aufstieg und schließlich wegen Hochverrats im Dienst der irischen Unabhängigkeitsbewegung 1916 von den Briten hingerichtet wurde, nachdem interessierte Kreise im letzten Moment zu allem Überfluss noch seine intimen homosexuellen Tagebücher bekannt gemacht hatten.

Eine schillernde Gestalt fürwahr – und Vargas Llosa stellt gleich eingangs auf dieses Schillern scharf, indem er das Buch mit einem Zitat einleitet: „Jeder von uns ist, sukzessive, nicht einer, sondern viele. Und diese Persönlichkeiten, die eine aus der anderen hervorgehen, zeigen untereinander die sonderbarsten und verblüffendsten Kontraste.“ Das Zitat stammt vom Uruguayer José Enrique Rodó, einem Zeitgenossen Casements. Im 21. Jahrhundert klingt es nicht mehr sonderlich originell. Hat man das Buch aber erst einmal hinter sich, dann offenbart es eine zweite Funktion. Es legt insgeheim Zeugnis ab von der Schwierigkeit Vargas Llosas, die verschiedenen Fluchtlinien seiner historisch, sagen wir: abwechslungsreichen Figur in eine architektonisch überzeugende Form zu überführen – eine, die auch literarisch gewinnbringend ist.

Eines immerhin steht früh fest: Das Leben Roger Casements bietet eine Menge Stoff. Insbesondere von seinen zwei großen humanitären Expeditionen liest man auch heute, mehr als 100 Jahre später, noch mit großer Spannung. Casement war 1884 als abenteuerlustiger 20-jähriger Waise nach Afrika gegangen, um den Europäern in der Wildnis bei ihrem großen Zivilisierungsprojekt zu helfen. Der naive Glaube an die hehren Ziele der Kolonialisierung kam ihm bald abhanden, die eigene Moral nicht. 1903 unternahm er als britischer Konsul in Boma eine gewagte Expedition an den Oberlauf des Kongo, um Berichten über die unmenschlichen Bedingungen bei der Kautschukernte nachzugehen. Die bestialische Ausbeutung ansässiger Stämme mithilfe von Mord und Folter unter der „Schirmherrschaft“ des belgischen Königs Leopold II. hielt Casement in einem Dossier für seine Regierung fest, das bald einen internationalen Skandal auslöste.

Nach weiteren Konsularposten in Brasilien wiederholte er 1910 seinen Coup mit zwei Reisen in den peruanischen Urwald. Dort dokumentierte er den an Völkermord grenzenden Umgang mit den Indiovölkern durch die Handlanger des bedeutenden britischen Kautschuk-Unternehmens Peruvian Amazon Company. Erneut sorgte sein Bericht für großes Aufsehen; die Firma kam zu Fall. Als die britische Krone ihn 1911 in den Ritterstand erhob, hatte sich Casement innerlich längst vom Empire losgesagt.

Auf immer radikalere Weise stritt er nun für Irlands Unabhängigkeit. Ende 1914 ließ er sich nach Deutschland einschleusen, denn seiner Meinung nach konnte ein Aufstand in Irland nur Erfolg haben, wenn er in Koordination mit einer deutschen Militäraktion gegen England stattfände. Deutsche Militärs halfen ihm zudem beim (vergeblichen) Versuch, aus irischstämmigen britischen Kriegsgefangenen eine „Irische Brigade“ zu schmieden, die am Tag X den Aufständischen beispringen könnte. Eine konzertierte deutsch-irische Aktion kam am Ende nicht zustande. Casement fiel kurz nach seiner Überfahrt Richtung Irland auf einem deutschen U-Boot der britischen Polizei in die Hände. Der irische Osteraufstand 1916 wurde blutig niedergeschlagen.

Vargas Llosas Roman beginnt und endet im Londoner Pentonville Gefängnis. Dort empfängt Casement kurz vor seiner Hinrichtung letzte Besucher, knüpft lose Bande mit dem Aufseher, überlässt sich seinen Erinnerungen. Jedes zweite Kapitel spielt in der Todeszelle, während der Autor ansonsten weitgehend chronologisch die drei großen Blöcke „Der Kongo“, „Der Amazonas“ und „Irland“ abschreitet, einen knappen Abriss der Kindheit eingangs nicht vergessend.

Schon früh bemerkt man, wie routiniert und flüssig Vargas Llosa sein Material ordnet und einsortiert. Man bemerkt es allerdings mit Missfallen. Denn immer wieder verfällt der Autor in den Ton eines braven, floskelhaften, allzu beflissenen Biographen, der viel Stoff gepflegt durchmoderiert, jedem wichtigen Aspekt den ihm gebührenden Raum gibt, sich aber nie an etwas festbeißen, in etwas hineinwühlen mag – als sei Casements Leben für den versierten Romancier vor allem ein Organisationsproblem nach Art des Kofferpackens: Wie schichten wir so, dass alles unterkommt?

Mehrfach holt Vargas Llosa zu jenen gediegenen Panoramaschwenks über historisches Gelände aus, wie man sie sonst eher aus populären Geschichtsmagazinen kennt. Aber ein geschickt geraffter Überblick, so sehr er auch der Situierung des Lesers dienen mag, hat nun mal einen anderen Puls als ein Roman. Dessen Problem ist, dass seinen Autor an der vielfältigen Persönlichkeit Casements wohl eher die Vielfalt als die Persönlichkeit interessierte. Jedenfalls breitet er deren verschiedene Seiten schlicht neben- oder nacheinander aus statt sie auf ein selbst geschaffenes Magnetfeld hin auszurichten. Wenn Roger Casement mehrere Menschen in einem ist, dann entscheidet sich Vargas Llosa für keinen von ihnen.

Erschwerend kommt hinzu, dass die packendsten, erschütterndsten Passagen jene sind, in denen Casement im Kongo und am Amazonas den Schlächtern und ihren Opfern begegnet. Letztlich geht es dort jedoch weniger um ihn als um das, was er sieht und hört und später bezeugen wird. Zwar verzichtet Vargas Llosa nicht auf die ethische und psychologische Durchdringung des Geschehens. Aber weit treibt er sie nicht. Die „Habgier“ macht hier den Menschen zur Bestie – und die Verrohung droht andere anzustecken. Auf beiden Reisen gerät Casement angeblich an den Rand des Wahnsinns und befürchtet selbst zu verrohen, wenn er nicht bald das Weite sucht. Doch die entsprechenden Stellen des Romans halten diese Gefahr eher protokollarisch fest, als sie spürbar zu machen.

Vollends versagt Vargas Llosa vor dem fanatischen Nationalisten Casement, der Deutsche wie Iren idealisiert, um die Briten besser hassen zu können. Natürlich lässt der Autor seine Hauptfigur mehrfach die gedankliche Parallele zwischen den unterjochten Schwarzen und Indios und den kolonisierten Iren ziehen. Darüber hinaus aber beschränkt er sich auf den detaillierten Nachvollzug von Casements aktivistischen Manövern und verzichtet nahezu vollständig auf jede reflexive Vertiefung. Das stellt für den erklärten Anti-Nationalisten Vargas Llosa eine seltsame Nichteinmischung dar. Mitunter scheint es, als habe der Autor am Nationalisten nurmehr Dienst nach Vorschrift versehen wollen und ihm deshalb jede nachdrückliche Profilierung stur verweigert.

Eine ganz und gar unglückliche Figur macht Vargas Llosas schließlich beim Versuch, sich betont beiläufig an Casements Homosexualität heranzupirschen. Erst bringt er eine verdeckte Andeutung, dann eine offene, dann eine sehr knapp und unbeholfen einmontierte Sexszene. Später werden flüchtige Begegnungen in dunkler Nacht gelegentlich mit expliziten Zitaten aus Casements „Black Diaries“ angereichert – um wie nebenbei klar zu machen, dass der zum Tode Verurteilte nach Bekanntwerden der Notate jede Aussicht auf eine etwaige Begnadigung verwirkt hatte. Im Grunde interessiert Vargas Llosa die Sexualität seines Helden nur in dieser einen fatalen Hinsicht. Der späte Skandal drückt sie ihm sozusagen hinterrücks noch mit in den Stoff hinein – aber eigentlich scheint ihn das Thema im Fluss der „öffentlichen“ Biografie eher zu stören.

W.G. Sebald hat Roger Casement in „Die Ringe des Saturn“ ein paar Seiten gewidmet und dort vermutet, dass es „möglicherweise gerade die Homosexualität Casements war, die ihn befähigte, über die Grenzen der gesellschaftlichen Klassen und der Rassen hinweg die andauerende Unterdrückung, Ausbeutung, Versklavung und Verschrottung derjenigen zu erkennen, die am weitesten entfernt waren von den Zentren der Macht“. Das ist eine fragwürdige These. Aber immerhin, eine These! Mario Vargas Llosas gut geölte Romanmaschinerie bringt zwar auf 450 Seiten ein detailreiches Modell von Casements Leben zustande. Doch der Autor versäumt vollkommen, es mit Herzblut oder Haltung zu beseelen.

MERTEN WORTHMANN

MARIO VARGAS LLOSA: Der Traum des Kelten. Roman. Aus dem Spanischen von Angelica Ammar. Suhrkamp Verlag, Berlin 2011. 445 Seiten, 24,90 Euro.

Angeblich gerät der Held
an den Rand des Wahnsinns –
aber man spürt nichts davon

Roger Casement (ganz rechts, mit Papier in der Hand) 1916 im Gefängnishof des Bow Court in London Foto: Bettman/Corbis

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Mario Vargas Llosa wurde am 28. März 1936 in Arequipa (Peru) geboren. Seine Kindheit verbrachte er in Bolivien, Piura (Nordperu) und Lima. Im Alter von 18 Jahren heiratete er Julia Urquidi, mit der er neun Jahre zusammenlebte. Diese Beziehung verarbeitete er später in seinem Roman Tante Julia und der Kunstschreiber . Bereits während seines Studiums der Geistes- und Rechtswissenschaften in Lima und Madrid (Promotion über Gabriel García Márquez) schrieb er für verschiedene Zeitschriften und Zeitungen und veröffentlichte erste Erzählungen. 1963 erschien sein erster Roman La ciudad y los perros (dt. Die Stadt und die Hunde ), der auf eigenen Erfahrungen in der Kadettenanstalt Leoncio Prado in Lima beruht. Der Roman wurde in Spanien mehrfach ausgezeichnet und in über 20 Sprachen übersetzt. Vargas Llosa war als Gastprofessor in Washington, Puerto Rico, London, New York und Cambridge tätig. 1989 bewarb er sich als Kandidat der oppositionellen Frente Democrático für die peruanischen Präsidentschaftswahlen und unterlag 1990 im zweiten Wahlgang. Daraufhin zog er sich aus der aktiven Politik zurück. Mario Vargas Llosa ist Ehrendoktor verschiedener amerikanischer und europäischer Universitäten und hielt Gastprofessuren unter anderem in Harvard (1992), Princeton (1993) und Oxford (2004). 2010 erhält er den Nobelpreis für Literatur "für seine Kartografie von Machtstrukturen und seine energischen Bilder des individuellen Widerstands, der Rebellion und Niederlage". Heute lebt Mario Vargas Llosa mit seiner Frau Patricia in Madrid und Lima.
Er gehört zu den bekannten lateinamerikanischen Autoren. Sein umfangreiches Gesamtwerk umfasst neben Romanen auch Erzählungen, politische Betrachtungen, Theaterstücke und Essays. 1977 gewählt zum Präsidenten des Internationalen P.E.N.-Clubs. 1996 ausgezeichnet mit dem Friedenspreis des Deutschen Buchhandels und 2008 mit dem Freiheitspreis der Friedrich-Naumann-Stiftung. 2010 erhielt Mario Vargas Llosa den Nobelpreis für Literatur.

Kundenbewertungen zu "Der Traum des Kelten" von "Mario Vargas Llosa"

2 Kundenbewertungen (Durchschnitt 3.5 von 5 Sterne bei 2 Bewertungen **** sehr gut)
***** ausgezeichnet
 
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Bewertung von unbekanntem Benutzer am 12.02.2012 ***** weniger gut
Ein grauenhaft hoelzerner Stil. Der Komplexitaet der Hauptfigur wird der mit Details ueberladene Roman auf keinen Fall gerecht.

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Bewertung von wittgensteiner aus Lüdenscheid am 20.09.2011 ***** ausgezeichnet
In Rezessionen ist zu lesen, die Übersetzung aus dem Spanischen sei mangelhaft - schade ! Z.Beispiel HOMBRE - ist Mensch oder Mann gemeint?. Das Wort ist identisch, es kann Mann oder Mensch bedeuten. Im Original : hombres y mujeres. Übersetzt wurde Menschen und Frauen, richtig wäre gewesen: Männer und Frauen! (In der spanischen Sprache ist die Frau nicht unbedingt ein Mensch, hahaha).So wird aus der deutschen Admiralität die Heeresleitung! Das ist nun mal eben die Misere. Man weiß nie, entspricht die Übersetzung dem Original - schwierig ! Man müsste immer das Original lesen können.

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