Affektregulierung, Mentalisierung und die Entwicklung des Selbst
Dieses Buch ist eine großangelegte Synthese, in der es um das
spannungsreiche Gegen- und Miteinander von Psychoanalyse,
Entwicklungspsychologie und Bindungstheorie geht. Es schlägt eine
Brücke zwischen den Disziplinen, indem die Autoren das
Bindungskonzept neu beleuchten. Es geht nicht mehr nur um die
Herstellung von Bindung an sich, sondern darum, das Kind durch
sichere Beziehungen so auszustatten, daß es das Verstehen mentaler
Zustände im Anderen und im Selbst entwickeln kann. Das Konzept der
Mentalisierung wird damit zum zentralen Punkt für das menschliche
Funktionieren im sozialen Umfeld.
"Ein Buch zum Genießen", urteilt Professor Drew Westen
von der Boston University, "nicht nur zum Lesen. Das
Wissensspektrum der Autoren reicht von der Philosophie des Geistes
über entwicklungs-psychologische Forschungen, über die schweren
Persönlichkeits-störungen bis hin zu klinischen Erkenntnissen über
Säuglinge, Kinder und Erwachsene - und das alles vor dem
Hintergrund der Bindungstheorie. Es ist eines der ersten wirklich
überzeugenden Werke, die zeigen, wie die Erkenntnisse der
Bindungsforschung wirklich Einfluß auf die Therapie von vielen
unserer Patienten haben können."
" " " Unter Mentalisierung wird die Fähigkeit
verstanden, auf das Verhalten eines anderen Menschen - angemessen -
zu reagieren. Vereinfacht ausgedrückt befähigt Mentalisierung also,
anderer Leute Gedanken und Gefühle zu "lesen". Diese
Fähigkeit entwickelt sich beim Säugling dann, wenn die Mutter seine
Affektäußerungen aufnimmt und sie ihm durch ihre Mimik
"widerspiegelt". Durch diese Spiegelung erkennt das Kind
seine eigenen Affekte. Menschen mit schweren Psychopathologien -
das hat die Arbeitsgruppe um Fonagy festgestellt - fehlt diese
Fähigkeit. Die Entwicklung einer stabilen Persönlichkeit hängt also
von einer funktionierenden Beziehung mit der Mutter ab.
Peter Fonagy bei Klett-Cotta: Bindungstheorie und Psychoanalyse
»Die euphorischen Bewertungen auf dem Klappentext (als innovativstes Buch, das jetzt schon Klassiker ist, ein neuer Daniel Stern) kann von mir seht gut nachvollzogen werden und bestätigt werden.« Lothar Unzner (Praxis der Kinderpsychologie und Kinderpsychiatrie, 1/2005) »Jedenfalls ist die Lektüre in vielerlei Hinsicht bereichernd: Die Tour d'Horizon durch zahlreiche pschoanalytische, entwicklungspsychologische, philosophische und kognitionspsychologische Theorien macht diese Buch zu einem fast unerschöpflichen Nachschlagewerk. ... Zahlreiche, zum Teil auch ausführliche Fallbeispiele erlauben dem Therapeuten schließlich die Verbindung zur eigenen klinischen Arbeit.« Agnes von Wyl (Kinderanalyse, 1/2005) »Nach Daniel Sterns bahnbrechendem Werk über Die Lebenserfahrung des Säuglings (1985) ist nunmehr ein weiterer Meilenstein der psychoanalytischen Entwicklungspsychologie erschienen. ... So ist ein Buch entstanden, das in jeder Hinsicht das Epitaph »Magnum « verdient: Die Breite des Horizonts ist atemberaubend, die Darstellung der vielfältigen Forschungsbefunde aufregend, die Integration in einen theoretischen Rahmen beeindruckend.« Martin Dornes (Psyche, 1/2005)
"Die euphorischen Bewertungen auf dem Klappentext (als innovativstes Buch, das jetzt schon Klassiker ist, ein neuer Daniel Stern) kann von mir seht gut nachvollzogen werden und bestätigt werden." Lothar Unzner (Praxis der Kinderpsychologie und Kinderpsychiatrie, 1/2005)
"Jedenfalls ist die Lektüre in vielerlei Hinsicht bereichernd: Die Tour d´Horizon durch zahlreiche pschoanalytische, entwicklungspsychologische, philosophische und kognitionspsychologische Theorien macht diese Buch zu einem fast unerschöpflichen Nachschlagewerk. ... Zahlreiche, zum Teil auch ausführliche Fallbeispiele erlauben dem Therapeuten schließlich die Verbindung zur eigenen klinischen Arbeit." Agnes von Wyl (Kinderanalyse, 1/2005)
"Nach Daniel Sterns bahnbrechendem Werk über Die Lebenserfahrung des Säuglings (1985) ist nunmehr ein weiterer Meilenstein der psychoanalytischen Entwicklungspsychologie erschienen. ... So ist ein Buch entstanden, das in jeder Hinsicht das Epitaph "Magnum " verdient: Die Breite des Horizonts ist atemberaubend, die Darstellung der vielfältigen Forschungsbefunde aufregend, die Integration in einen theoretischen Rahmen beeindruckend." Martin Dornes (Psyche, 1/2005)
Peter Fonagy, Dr. phil., Dipl-Psych., Psychoanalytiker, ist Professor am University College, London, und Forschungskoordinator am Anna Freud Centre, Hampstead/London, der traditionsreichen Stelle, die vor ihm Anna Freud und Joseph Sandler innehatten. Zudem ist er Vize-Präsident der IPA, Mitherausgeber einer Anzahl bedeutender Zeitschriften, zum Beispiel des International Journal of Psychoanalysis, des Development and Psychopathology und des Bulletin of the Menninger Clinic. Fonagy gilt als einer der weltweit führenden Köpfe der Psychotherapieforschung.
Inhaltsangabe
Dank Einleitung Erster Teil Theoretische Perspektiven 1. Kapitel - Bindung und Reflexionsfunktion: ihre Bedeutung für die Organisation des Selbst 2. Kapitel - Affekte und Affektregulierung in historischer und interdisziplinärer Sicht 3. Kapitel - Das psychosoziale Entwicklungsmodell der Mentalisierung und die Verhaltensgenetik Zweiter Teil Entwicklungspsychologische Perspektiven 4. Kapitel - Die Theorie des sozialen Biofeedbacks durch mütterliche Affektspiegelung 5. Kapitel - Die Entwicklung eines Verständnisses des Selbst und seiner Urheberschaft 6. Kapitel - "Mit der Realität spielen": Entwicklungsforschung und ein psychoanalytisches Modell der Subjektivitätsentwicklung 7. Kapitel - Markierte Affektspiegelung und die Entwicklung eines affektregulierenden Gebrauchs des Als-ob-Spiels 8. Kapitel - Entwicklungsaufgaben der normalen Adoleszenz und adoleszenter Zusammenbruch Dritter Teil Klinische Perspektiven 9. Kapitel - Die desorganisierte Bindung als Entwicklungsgrundlage der Borderline-Persönlichkeitsstörung 10. Kapitel - Psychische Realität in Borderline-Zuständen 11. Kapitel - Mentalisierte Affektivität im klinischen Setting Epilog Über die Autoren Literatur Namen- und Sachregister
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