Das Haus der Madame Rose - Rosnay, Tatiana de

Tatiana de Rosnay 

Das Haus der Madame Rose

Roman

Übersetzung: Wurster, Gaby
Gebundenes Buch
 
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Das Haus der Madame Rose

Rose Bazelet führt ein beschauliches Leben im Herzen von Paris, bis sie einen Brief erhält: auf Anordnung des Barons Haussmann soll ihr Haus wie Hunderte anderer abgerissen werden, weil an dieser Stelle der große Boulevard St. Germain entstehen soll. Doch was passiert mit den Menschen, die ihre Häuser verlassen müssen?

Paris 1868. Das mehrstöckige Haus in der Rue Childebert wurde bereits geräumt. Viele Gebäude in der Nachbarschaft sind schon abgerissen. Die Witwe Rose Bazelet hat sich im Keller ihres Hauses verschanzt, sie wird es nicht verlassen. Nur ein paar ehemalige Nachbarn wissen Bescheid. Allein zurückgelassen, hält sie Zwiesprache mit ihrem verstorbenen Mann Armand und lässt ihr Leben Revue passieren: ihre Hochzeit und den Einzug in das Haus, die Geburten der Kinder, die Todesfälle, Momente des Glücks und der Trauer und schließlich ein Geheimnis ...

Tatiana de Rosnay beschreibt in ihrem neuen Roman den einsamen Kampf einer Frau gegen die Obrigkeit, und wieder stecken Häuser und Wände voller Erinnerungen und Geheimnisse.


Produktinformation

  • Verlag: Bloomsbury
  • 2011
  • Ausstattung/Bilder: 2011. 238 S.
  • Seitenzahl: 240
  • Deutsch
  • Abmessung: 210mm x 132mm x 22mm
  • Gewicht: 327g
  • ISBN-13: 9783827010339
  • ISBN-10: 3827010330
  • Best.Nr.: 33347240
"Tatiana de Rosnay reiht sich ein in die Riege der Erfolgsautorinnen wie Anna Gavalda, Katherine Pancol und Muriel Barbery." Le Figaro Littéraire

"Tatiana de Rosnay reiht sich ein in die Riege der Erfolgsautorinnen wie Anna Gavalda, Katherine Pancol und Muriel Barbery." Le Figaro Littéraire

"Tatiana de Rosnay reiht sich ein in die Riege der Erfolgsautorinnen wie Anna Gavalda, Katherine Pancol und Muriel Barbery." -- Le Figaro Littéraire

"Tatiana de Rosnay reiht sich ein in die Riege der Erfolgsautorinnen wie Anna Gavalda, Katherine Pancol und Muriel Barbery." Le Figaro Littéraire

Eine berührende Geschichte, die beweist, dass manche Häuser tatsächlich eine Seele haben." Ruhrnachrichten

»Tatiana de Rosnay reiht sich ein
in die Riege der Erfolgsautorinnen
wie Anna Gavalda, Katherine
Pancol und Muriel Barbery.«
TATIANA DE ROSNAY, geboren 1961, ist Anglofranzösin. Sie ist die Autorin des Weltbestsellers Sarahs Schlüssel (Bloomsbury Berlin 2007; BvT 2008; Bloomsbury K&J 2008), der unter der Regie von Gilles Paquet-Brenner verfilmt wurde. 2009 erschienen die Romane Bumerang (Bloomsbury Berlin) und Das Geheimnis der Wände (BvT). Die Weltauflage von Sarahs Schlüssel und Bumerang beträgt über fünf Millionen Exemplare.

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Kundenbewertungen zu "Das Haus der Madame Rose" von "Tatiana de Rosnay"

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Bewertung von mifa aus Wiesbaden am 04.03.2012 ***** sehr gut
Das Leben von Rose im Paris Mitte des 19. Jh. fesselt von Anfang an. In der Familie ihres Mannes fühlt sie sich geborgen und geliebt. In dem distanzierten Verhältnis zu ihrer Tochter wiederholt sich die Beziehung zwischen Rose und ihrer Mutter. Wie Rose ihr Leben nach dem Tod ihres Mannes Armand und dem frühen Tod ihres Sohnes mit Hilfe ihrer Nachbarn bewältigt, wird ohne Pathos aber mit viel Herz erzählt. Bei der burschikosen Blumenhändlerin und Freundin Alexandrine entdeckt Rose ihre Liebe zu Pflanzen und ansteckend ist, wie sie ihre Vorliebe für Bücher entdeckt. Rose ist fast allein, aber nicht einsam. Sie ist gedanklich mit ihrem verstorbenen Mann verbunden und teilt sich ihm mit. Gegen alle Widerstände und trotz persönlicher Ängste gibt Rose ihr Zuhause nicht auf. Sehr bildlich beschreibt sie die räumlichen Umbrüche in ihrer engeren Umgebung und ihre Empfindungen. Es ist aber keine Einbahnstraße wie aus wundervollen Briefen an Rose hervorgeht und deshalb auch kurzweilig.

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Bewertung von http://phantasienreisen.wordpress.com aus Erfurt am 13.12.2011 ***** ausgezeichnet
Tatiana de Rosnay schafft es, den Leser schon nach wenigen Sätzen in das Paris der Protagonistin Rose zu entführen. Mitte des 19. Jahrhunderts findet dort die wohl größte Stadtmodernisierung statt: All die kleinen, verwinkelten und gemütlichen Gassen, in denen Nachbarn einander noch nah sind, verwandeln sich unter der Feder des Kaisers und seines Präfekten in breite Boulevards. Ganze Stadtviertel werden in rasanter Geschwindigkeit dem Erdboden gleichgemacht, Menschen werden ihrer Häuser beraubt. Rose Bazelet fühlt sich zunächst sicher in ihrer Straße – zu nah sind sie der Kirche, die die Bauverantwortlichen doch nie anrühren würde. Oder etwa doch?

Schon bald wird die Unerbittlichkeit des Präfekten deutlich und all die Straßen, in denen Rose und ihr verstorbener Mann Armand ihr ganzes Leben verbrachten, sind dem Untergang geweiht. Verschwinden soll die Rue d’Erfurth, in der Rose aufwuchs, ebenso wie die Rue Childebert, in der sie und ihr geliebter Armand nach der Hochzeit zuhause sind. Die Straßen, in denen sie als Kinder spielten, der Brunnen, an dem ihr Sohn Baptiste sich so gern aufhielt – nichts soll bestehen bleiben.
Dass das Viertel für seine Bewohner nicht nur Wohnort war, sondern von unschätzbarem immateriellen Wert, können die bürokratischen Drahtzieher der Modernisierungsmaßnahme nicht verstehen: Rose und Armand Bazelets Haus wurde 150 Jahre zuvor von Armands Vorfahren erbaut und befand sich seither nur im Besitz der Bazelets. Armand wuchs hier ebenso auf wie sein Vater und Großvater, später gründeten er und Rose hier ihre eigene Familie.

Nun soll also ihr Zuhause, ihre Geschichte ausgelöscht werden. Für Armand bedeutete sein Elternhaus stets sehr viel und als er verstarb, versprach Rose, sein Haus zu schützen. Nun, im Jahre 1869, muss sich Rose dieser Probe stellen und ist bereit, ihr Leben dafür zu geben. Im Keller des Hauses lebt sie fortan zurückgezogen und schreibt ihrem verstorbenen Gatten Briefe. In diesen erinnert sie sich der ersten Verliebtheit zwischen ihr und Armand, der gemeinsamen Ehejahre, ihrer Kindheit und ihrer eigenen Kinder. Jene glücklichen und schmerzhaften Jahre lässt sie neu aufleben, verarbeitet den Verlust ihres Mannes, ihres geliebten Sonnes und des Paris’, das sie einst kannte. Sie gesteht sich ihre Fehler ein und beichtet Armand schließlich ein lang gehütetes Geheimnis. Dem Leser offenbart sich dabei eine schonungslos offene und gebrochene, doch auch glückliche Frau, mit der man schon nach kürzester Zeit mitfühlt. Dabei bedient sich Tatiana de Rosnay eines sehr gefühlsbetonten, jedoch nie aufdringlich sentimentalen Stils, der so ganz anders – ja, ich möchte fast sagen: besser – ist als in „Sarahs Schlüssel“. Verstehen Sie mich nicht falsch: „Sarahs Schlüssel“ ist wohl einer der besten Romane über den Holocaust, die ich je gelesen habe, und er hat mich schockiert, berührt, wirkt sogar noch heute nach. Doch in „Das Haus der Madame Rose“ findet sich ein ganz anderer, sehr bildlicher Erzähstil – im Fokus stehen weniger die Geschehnisse, vielmehr wird Rose als Mensch in den Mittelpunkt gerückt, ihr Leben und Paris portraitiert. Tatiana de Rosnay erzählt hier nicht nur eine Geschichte, sie schreibt regelrecht Augenblicke. Augenblicke, in denen man sich verliert, in denen man aus Zeit und Raum gerissen wird und nicht mehr auftauchen mag.

Fazit:

„Das Haus der Madame Rose“ unterscheidet sich thematisch und stilistisch stark von Tatiana de Rosnays Bestseller „Sarahs Schlüssel“, ist dabei aber mindestens genauso bewegend. Von der ersten Seite an wird der Leser so gepackt, dass man einfach weiterlesen und nicht mehr damit aufhören möchte. Man sinkt hinein in Roses Welt, während um einen herum die Zeit still zu stehen scheint.
Ein Buch für alle, denen Liebe und Verlust nicht fremd ist, die sich jemals in eine Stadt verliebt haben und für die Zuhause mehr ist als nur ein Ort.

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