Neu als gebundene Sonderausgabe: der wohl bekannteste Roman von
Joseph Roth Joseph Roths Hiob erschien 1930, wenige Jahre, bevor
die Zerstörung der darin dargestellten Welt begann. Der Roman
erzählt von den Heimsuchungen Mendel Singers, der in Ostgalizien
ein bescheidenes Dasein als Dorfschullehrer fristet, bis ihn
Schicksalsschlag auf Schicksalsschlag trifft.Die ergreifende
Geschichte eines einfachen Juden und seiner Familie, und zugleich
die Geschichte eines Volkes und einer untergehenden Epoche: Mendel
Singer, Vater von vier Kindern, weiß sich Anfang des vergangenen
Jahrhunderts keinen anderen Rat, als seine ostgalizische Heimat zu
verlassen und den weiten Weg nach Amerika anzutreten. Dort, so
hofft er, wird er ein Auskommen finden und eine bessere Zukunft für
sich und die Seinen. Doch was viel versprechend beginnt, nimmt
schon bald einen heillosen Verlauf.Mit Hiob eröffnete der Verlag
Kiepenheuer & Witsch eine Reihe, in der in den folgenden
Programmen die bekanntesten Romane Joseph Roths als Sonderausgaben
erscheinen.
"Hiob ist mehr als ein Roman und eine Legende, eine reine, eine vollkommene Dichtung, die alles zu überdauern bestimmt ist, was wir, seine Zeitgenossen, erschaffen und geschrieben. An Geschlossenheit des Aufbaus, an Tiefe der Empfindung, an Reinheit, an Musikalität der Sprache kaum zu übertreffen." (Stefan Zweig)
Joseph Roth, geb. 1894 in Galizien als Sohn jüdischer Eltern, studierte Literaturwissenschaften in Wien und Lemberg. Teilnahme am Ersten Weltkrieg. Ab 1918 Journalist in Wien, dann Berlin, 1923-32 Korrespondent der Frankfurter Zeitung. 1933 Emigration nach Frankreich. Starb 1939 im Alter von nur 45 Jahren in Paris.