Die Invasion der Barbaren - Rémy Girard,Stéphane Rousseau,Marie-Josée Croze
Videoclip

Rémy Girard, Stéphane Rousseau, Marie-Josée Croze 

Die Invasion der Barbaren

Regie: Arcand, Denys; Darsteller: Girard, Rémy; Lorain, Sophie; Cecchinato, Antonio; Gélinas, Mitsou; Blais, Isabelle; Boies, Markita; Lanctôt, Micheline; Bouchard, Denis; Drapeau, Sylvie; Parent, Jean-Marc; Darceuil, Dominic; Rousseau, Stéphane; Desgagnés, Yves; Pelletier, Gilles; Ouellet, Jean-René; Roy, Lise; Grenon, Macha; Lepage, Gaston; Brière, Daniel; Huberdeau, Sébastien; Erkoreka, Rose-Maité; Dupuis, Roy; Croze, Marie-Josée;
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Die Invasion der Barbaren

Weil der ehemalige Geschichtsprofessor und Sozialist Rémy demnächst den Folgen seiner Krankheit erliegen wird, eilen der ignorante Yuppie-Sohn Sébastien sowie die Exfrau und die Exgeliebte an sein Krankenbett. Sébastien, vom Vater "Prinz der Barbaren" genannt, zieht sich ob seines kapitalistischen Lebenswandels zwar täglich des Vaters Schimpftiraden zu, ermöglicht Rémy jedoch durch die Beschaffung einer täglichen Heroin-Dosis und anderer Annehmlichkeiten einen entspannten Abgang. 17 Jahre nach dem Meisterwerk "Der Untergang des amerikanischen Imperiums" versammelt der kanadische Filmemacher Denys Arcand seine damaligen Helden erneut vor der Kamera - und erhielt prompt den Auslands-Oscar 2003 und zahlreiche weitere Auszeichnungen. Seine Helden erweisen sich als zwar alternde, dennoch überaus virile Herrschaften, die in der zwerchfellerschütternden und dennoch todtraurigen Familienfabel Weltgeschichte im Kleinformat repräsentieren. Ein heißer Tipp für Cineasten mit Humor und Köpfchen.
Quelle/Copyright: Entertainment Media Verlag

17 Jahre nach dem Meisterwerk „Der Untergang des amerikanischen Imperiums“ versammelt Regiezauberer Denys Arcand seine damaligen Helden erneut vor der Kamera – und sie erweisen sich zwar als alternde, dennoch überaus virile Herrschaften: Weil der ehemalige Geschichtsprofessor und Sozialist Rémy demnächst den Folgen seiner Krankheit erliegen wird, eilen der ignorante Yuppie-Sohn Sébastien, sowie Exfrau und Exgeliebte an dessen Krankenbett. Sébastien, vom Vater „Prinz der Barbaren“ genannt, zieht sich ob seines kapitalistischen Lebenswandels zwar täglich dessen Schimpftiraden zu, ermöglicht Rémy jedoch durch die Beschaffung einer täglichen Heroin-Dosis und anderer Annehmlichkeiten einen entspannten Abgang.

Bonusmaterial

Interviews, Nicht verwendete Szenen, Original Kinotrailer, Deutscher Kinotrailer


Produktinformation

  • Hersteller: Universal Pictures
  • EAN: 5050582256383
  • Best.Nr.: 12690945
  • Artikeltyp: Film
  • Anzahl: 1
  • Datenträger: DVD
  • Erscheinungstermin: 9. Juni 2004
  • FSK: Freigegeben ab 12 Jahren gemäß §14 JuSchG
  • Sprachen: Deutsch, Französisch
  • Untertitel: Deutsch
  • Regionalcode: 02
  • Bildformat: 1:2, 35/16:9
  • Tonformat: Dolby Surround
  • Kopierschutz: ja
  • Gesamtlaufzeit: 95 Min.
kulturnews - RezensionBesprechung
Bereitgestellt von kulturnews.de
(c) bunkverlag
Alles Gute kommt von oben? Mitnichten! Nach dem Absturz eines Spaceshuttles breitet sich eine Epidemie unter jenen Menschen aus, die mit der an den Wrackteilen klebenden Substanz in Berührung gekommen sind - sie werden zu emotionslosen Kreaturen. Gemeinsam mit ihrem Freund (Daniel Craig) stellt die Psychiaterin Carol Bennell (Nicole Kidman) Nachforschungen über die ominöse Krankheit an. Die beiden finden heraus, dass der Organismus, der hinter der Epidemie steckt, nicht von dieser Welt sein kann ... Oliver Hirschbiegel ("Der Untergang") führte Regie bei dieser wenig spannenden Neuverfilmung des Romanklassikers "Die Körperfresser kommen". (nh)Features: Making-of, DokumentationenAuch als HD-DVD und Blu-ray-Disc!

Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 27.11.2003

Schießen Sie nicht auf den Kapitalisten
Siebzehn Jahre nach dem "Untergang": Denys Arcands Film "Die Invasion der Barbaren"

Die Invasion der Barbaren erfolgt im Stil der Zeit. Mit dem Privatjet landet der Terminhändler Sébastien auf dem Flughafen von Montreal, als einziges Gepäck einen Laptop und eine gutgefüllte Brieftasche, am Arm seine bildhübsche Verlobte Gaëlle. Dann fährt er ins Spital, wo sein mit ihm zerstrittener todkranker Vater liegt - und von dem Moment an, in dem er das Krankenzimmer betritt, beginnt sich Sébastien vom verlorenen zum treusorgenden Sohn zu wandeln, und das konsequenterweise mit all den Mitteln, die erfolgreichen Finanzjongleuren zu Gebote stehen. Verwaltungsdirektorin und Gewerkschaft besticht er, um dem Vater ein Einzelzimmer zu sichern, er steigt in die Drogenszene ein, um schmerzlinderndes Heroin zu beschaffen, er nutzt Mobiltelefon und Laptop, um die über alle Welt verstreuten Freunde und Verwandten zusammenzutrommeln, und schließlich fliegt er mit Gaëlle nach dem Tod des Vaters wieder nach London zurück, doch diesmal geläutert in einer normalen Linienmaschine.

Sébastien kennen wir bereits, auch …

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Sogar am Sterbebett fliegen noch die Fetzen zwischen dem pensionierten Geschichtsprofessor und seinem Sohn. Doch immerhin sorgt der Filius und erfolgreiche Broker für Luxus im Krankenzimmer, lässt Freunde einfliegen und versucht, dem Vater die letzten Tage erträglich zu machen, inklusive Heroin-Dosis zur Linderung der Schmerzen. Ein letztes Mal plaudert der angereiste Freundeskreis über vergangene Liebschaften, über die kleine und große Politik.

Die in Cannes ausgezeichnete Tragikomödie ist das späte Sequel zu dem skurrilen "Untergang des amerikanischen Imperiums" aus dem Jahr 1986, für den ebenfalls der preisgekrönte franko-kanadische Regisseur Denys Arcand als Autor und Regisseur verantwortlich zeichnet.

Familienbande

Fast zwei Jahre arbeitete Arcand am Skript. Beschwingt und dennoch mit Tiefgang präsentiert sich dieses konventionelle und doch unterhaltsame Drama und betrachtet seine manchmal müden Helden wie unter einem Brennglas.

Vor allem der Vater-Sohn-Konflikt überzeugt durch Vielschichtigkeit. Der Junge gilt für den Erzeuger als Speerspitze der Barbaren, die die intellektuelle Welt überrennen und nur mit dem Scheck arbeiten, nicht mit den grauen Zellen. Um so schöner die Versöhnung zwischen den beiden.
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