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Schneller als der Tod / Pietro-Reihe Bd.1
Roman. Ausgezeichnet mit dem Deutschen Krimi-Preis, Kategorie International 2011 (2. Platz)
Aus d. Amerikan. v. Malte Krutzsch
- Einband: Gebunden
- Gebundenes Buch
FAZ-Rezension SZ-Rezension Kulturnews-Rezension Perlentaucher-Notizen Autorenporträt Josh Bazell
Videoclip zu "Schneller als der Tod / Pietro-Reihe Bd.1"
Produktinformation
- Verlag: Fischer (S.), Frankfurt
- 2010
- 2. Aufl.
- Ausstattung/Bilder: 300 S.
- Seitenzahl: 300
- Deutsch
- Abmessung: 209mm x 136mm x 30mm
- Gewicht: 456g
- ISBN-13: 9783100039125
- ISBN-10: 3100039122
- Best.Nr.: 27956855
Leseprobe
Produktbeschreibung zu "Schneller als der Tod / Pietro-Reihe Bd.1"
Kurzbeschreibung
Peter Brown ist Notfallarzt. Dank des Zeugenschutzprogramms fühlt er sich sicher - doch dieser Patient kommt aus seinem alten Leben! Und nur einer der beiden wird überleben ...
Beschreibung
Detailinfo
18.06.2010
Bei der Mafia gibt's keine
Altersteilzeit
Der Amerikaner Josh Bazell hat mit "Schneller als der
Tod" ein fesselndes Thriller-Debüt geschrieben, das dem Tod
ein Schnippchen schlägt.
Wenn Tony Soprano sagt, ein alter Freund der Familie befinde sich
im Zeugenschutzprogramm, bedeutet das meistens, dass ein Verräter
aus den eigenen Reihen den Weg alles Irdischen gegangen ist.
Modelle wie Altersteilzeit oder Frührente sind in der Mafia einfach
nicht vorgesehen. Josh Bazell, der sich in seinem Debütroman einmal
explizit auf die populäre Fernsehserie "Die Sopranos"
bezieht, scheint sich Gedanken darüber gemacht zu haben, wie es mit
jemandem weitergehen könnte, der tatsächlich mit dem Leben
davonkommt, als er dem organisierten Verbrechen den Rücken kehrt.
Der amerikanische Autor, der Literatur und Medizin studierte, nutzt
dieses Ausstiegsszenario für einen perfiden Plot, in dem der
Protagonist, den Regeln des Thriller-Genres entsprechend, von
seiner Vergangenheit eingeholt wird.
Dr. Peter Brown hieß früher Pietro Brnwa. Er war Auftragsmörder der
Mafia, hat sich aber unter dem Schutz der Behörden eine neue
Identität geschaffen. Inzwischen …
24.03.2010
Doktorserienkiller
Ballern, bis der Arzt kommt: Josh Bazell schießt sich mit seinem furiosen Debütroman den Weg frei – „Schneller als der Tod” ist das literarische Äquivalent eines Maschinengewehrs
Wie baut man eigentlich ein Maschinengewehr? Wie nimmt man es auseinander und setzt es wieder zusammen? Wo lernt man so was? Am Leipziger Literaturinstitut eher nicht. An amerikanischen Universitäten eher schon. Josh Bazells Debütroman „Schneller als der Tod” jedenfalls ist das literarische Äquivalent eines Maschinengewehrs.
Satz um Satz feuert Bazell los, und man hört ihn fast aufjauchzen bei jeder Pointe, jedem Treffer, bei jedem Twist in seinem aberwitzigen Plot. Schuss um Schuss erledigt er ein literarisches Genre nach dem anderen: Er lässt den Krankenhausroman zerfetzt am Boden liegen, er pulverisiert die Mafia-Saga, und auch vom Holocaust-Memoir bleibt nicht viel übrig. Am ehesten könnte man diesen rasenden Roman wohl einen soft-boiled Post-Auschwitz-Thriller nennen, in dem Bazell die Ironie so genüsslich und grausam in den Zynismus kippen lässt wie seinen Helden Pietro Brwna in einen Wassertank voll hungriger Haie.
Wenn man …
Kundenbewertungen zu "Schneller als der Tod / Pietro-Reihe Bd.1"
Bewertung von TheSilencer aus Berlin-Tempelhof am 06.02.2012
Dr. Peter Brown ist zynisch, sarkastisch, grob, jüdisch - und ein ehemaliger Mafia-Killer im Zeugenschutzprogramm.
Der Sinn seines Zeugenschutzprogrammes löst sich in Wohlgefallen auf, als auf seiner Station ein alter Mafiosi eingeliefert wird. Der kennt Browns ehemaliges Handwerk sehr gut und ist schlichtweg davon überzeugt, Brown soll ihn ausschalten. Um dies zu verhindern, setzt der Mafiosi alle Hebel in Bewegung; sollte er sterben, steht Brown auf der Abschußliste an erster Stelle. Doof, wenn es einen Behandlungsfehler gibt.
Josh Bazell erzählt auf zwei Zeitebenen das Leben des Ex-Killers - die Gegenwart und den Werdegang.
Im harten Machoton, der wohl nicht jedermanns Sache ist, schreibt Bazell damit einen testosterongetränkten Thriller, der hart, schnell, sexy, vulgär und auch mal widerlich ist.
Einer der wenigen Romane der letzten Jahre, die ich nicht aus der Hand legen konnte.
Definitiv ein Männerroman.
Alles andere ist nur Pussy-Poesie.
Bewertung von maxibiene aus Erfurt am 06.01.2012
Josh Bazell hat seine Geschichte „Schneller als der Tod“ in zwei verschiedenen Handlungssträngen, aus Sicht von Pietro in der Ich-Perspektive erzählt. Den Wechsel zwischen den Handlungen in der Vergangenheit und der Gegenwart fand ich teilweise etwas verwirrend.
Allgemein finde ich den Schreibstil von Bazell etwas gewöhnungsbedürftig. Seine Kraftausdrücke fand ich ziemlich unpassend. Entweder habe ich den falschen Humor oder ich habe Bazell nicht verstanden. Über die „humoristischen“ Einlagen konnte ich nämlich überhaupt nicht lachen. Zumal das Thema, welches er verarbeitet hat, für derartige Witze gar nicht geeignet ist.
Aber nichts desto trotz habe ich mich durch die Seiten gearbeitet und habe dabei eine neue Erfahrung, was Schreibstil und Humor betrifft, gemacht. Positiv zu erwähnen ist auf alle Fälle, die Erläuterung verschiedener Begriffe als Fußnote auf den jeweiligen Seiten. So braucht man bei den ganzen medizinischen Fachbegriffen wenigstens nicht zu googeln.
Bewertung von Bellexr aus Mainz am 25.10.2011
Dr. Peter Brown arbeitet als Assistenzarzt in der Notaufnahme eines Manhattaner Krankenhauses. Was niemand weiß, früher war Peter Mitglied der Mafia und lebt heute in einem Zeugenschutzprogramm. Dummerweise wird eines Tages ein ehemaliges Mobster-Kollege eingeliefert und Peter ist der behandelnde Arzt. Seine neue Identität ist somit aufgeflogen und Peter muss alles unternehmen, damit der krebskranke Mafia-Kollege überlebt, denn nur dann wahrt er sein Geheimnis.
Nach und nach erzählt Josh Bazell, der seinen Protagonisten selbst seine Geschichte erzählen lässt, wie Peter erst zum Mafia-Mitglied und anschließend zum Assistenzarzt wurde. Dies ist in die laufende Geschichte durch unterschiedlich lange Rückblenden eingefügt. Die Wechsel sind gut gelegt und sorgen auch für eine gewisse Spannung.
Der Sprachstil von Josh Bazell ist sehr direkt, bissig, schonungslos offen und durchweg mit richtig schwarzem Humor und medizinischen Begriffen durchsetzt. Diese medizinischen Fachausdrücke wie auch andere Informationen erklärt der Autor mit reichlich Fußnoten, die jedoch mit der Zeit den Lesefluss etwas hemmen, mit dem Ergebnis, dass ich sie teilweise überhaupt nicht mehr gelesen habe. Und seine Beschreibungen des Alltags eines Arztes in einem amerikanischen Krankenhaus lässt einen nur wünschen, niemals dort eingeliefert zu werden.
Sein Protagonist Peter wirkt stellenweise ziemlich gefühlskalt und abgebrüht, wenn er beispielsweise über die verschiedenen Morde während seiner „Mafia-Karriere“ berichtet, zeigt aber auch einen durchaus zu Gefühlen neigenden Menschen. Um seinen stressigen Alltag im Krankenhaus durchzustehen, schiebt sich Peter auch immer mal wieder Tabletten ein, um dem ganzen Druck standzuhalten. Dies fand ich dann doch etwas klischeehaft.
Fazit: Ein durchaus gelungenes Debüt und wenn man einen direkten, zynischen Schreibstil mag, liegt man bei der unterhaltsamen und auch recht spannenden Story genau richtig.
Bewertung von Buchfan276 aus Oberbayern am 18.09.2011
Doch dann macht ihm jemand einen Strich durch die Rechnung: Ein alter Mafia-Bekannter wird auf seiner Station eingeliefert. Und sollte er sterben - wird Pietro es auch. Ist er schneller als der Tod?
Mit seiner frechen und sarkastischen Schreibweise kann man sich gut in Pietro - und somit in das Leben eines Serienkillers - hineindenken. Leider hat das Buch wenig Handlung, sprich: Das Buch ist dominiert von Berichten aus seiner Vergangenheit, das Geschehen an sich wird bedauernswerter Weise in den Hintergrund gedrängt. Ein Buch, das ich zwar witzig finde. Auch die Idee an sich ist gut. Weiterempfehlen würde ich es aber nicht unbedingt.
Bewertung von harakiri aus harakiri am 26.07.2011
mir hat das Buch nicht sonderlich gut gefallen. Vom Klappentext her hatte ich einen Thriller erwartet und wurde enttäuscht.
Die Sprache ist viel zu flapsig und die Beschreibungen im Krankenhaus lassen einen hoffen, dass man niemals mehr ins eins gehen muss.
Sicher, manche Äußerungen sind wirklich ganz nett und lustig, aber entweder ich schreib nen Thriller, dann soll der aber auch fesseln oder ich schreib ne Komödie.
Was mich auch gestört hat: die vielen Fußtexte. Die lenken vom fließenden Lesen einfach ab
Bewertung von frischling aus HTK am 16.02.2011
Josh Bazell unterhält den Leser in seinem Erstlingswerk auf unterhaltsame und professionelle Art und Weise.
Sein Erzählstil ist lesenswert, lebendig und sehr zynisch, nichts für Zartbesaitete. An manchen Stellen fühlt man sich an einen rabenschwarzen Humor im Stile „Monthy Pythons“ erinnert, die Kampfszenen im Haifischbecken lassen einige James Bond-Bilder vor dem inneren Auge wieder aufleben.
Das Hin- und Herspringen zwischen den verschiedenen Phasen im Leben des schrägen Vogels Dr. Peter Brown (heute Assistenzarzt im Krankenhaus - früher Mafiakiller) ist zunächst gewöhnungsbedürftig, man kann sich aber schnell darauf einlassen und ist neugierig auf den Fortgang der Geschichte und das Zusammenlaufen der beiden Erzählstränge. Sehr bemerkenswert fand ich die Beweggründe des Arztes, der Mafia beizutreten. Diese basieren nämlich auf seiner Sehnsucht nach einer Familie und seiner Suche nach Geborgenheit - Motive, die in dieser Form wohl eher selten sind, die sich für ihn aber in Form der Familie Locano und seines Freundes „Skinflick" zu erfüllen scheinen. Seine Liebe zu Magda und seinen Großeltern macht einem den Protagonisten fast sympathisch, nach dem Prinzip „rauhe Schale- weicher Kern“.
Viele zusätzliche Erklärungen für den medizinischen Laien finden sich in den zahlreichen Fußnoten, so erfährt der interessierte Leser einige pikante Details über Bänderrisse, blaue OP-Bekleidung, Herzalarm und Antiviralia.
Man merkt, dass Bazell die Realitäten in Krankenhäusern selbst gut kennt und genau abgebildet hat.
Bevor es zu blutig wird, streut der Autor immer wieder gekonnt einige zynische Anmerkungen ein, die einen vom eigentlich brutalen, tragikomischen Geschehen ablenken. An einige Stellen habe ich mich allerdings gefragt, ob das Abgleiten in die Fäkalsprache hier wirklich nötig gewesen wäre, da einige Passagen schon sehr vulgär sind; möglicherweise setzt Bazell diese aber auch sehr gezielt ein, um zu schockieren.
Fazit: Unterhaltsam, professionell geschildert, lesenswert, mal was ganz anderes.
Bewertung von Elohym78 aus Horhausen am 02.02.2011
Josh Bazell erzählt die Geschichte von Pietro in zwei Sparten. Sein aktuelles als Arzt umfasst einen Tag und nebenher die Vergangenheit. Auf der einen Seite die Aktion, der Mord, der Verrat und auf der anderen die Hoffnung und der Neubeginn. Ich hatte fast das Gefühl, dass das Buch von zwei unterschiedlichen Autoren verfasst wurde! Brutal einerseits und einfühlsam andererseits. Er springt vom lockeren Erzählstil in einen nachdenklichen, mal humorvoll, mal sarkastisch. Man leidet mit Pietro, da er von einem Schicksalsschlag in den nächsten tappt und sein Weltbild um 180 Grad gedreht wird. Trotzdem gibt er nicht auf und kämpft weiter.
Mein Fazit: Ein wunderbares Buch! Temporeich, nicht zu viele unverständliche Fachausdrücke, witzig und spannend! Gebündelt auf 300 Seiten, die man in einem Rutsch lesen kann.
Bewertung von SunshineRose aus Marburg am 14.09.2010
Also ich weiß ja nicht, was so manch einer unter dem Begriff Thriller versteht. Ein gähnend langweiliges Buch, bei dem sich die Seiten nur so dahin ziehen, fällt meiner Meinung nach nicht unter diesen Begriff. Aber erst einmal von vorne...
Dr. Peter Brown ist Assistensarzt, zumindest in seinem "neuen Leben". Davor war er allerdings für die Mafia tätig. Die Verbindung zur Mafia suchte er bereits im Alter von fünfzehn Jahren, da seine Großeltern, bei denen er lebte, vermutlich von Mafiosi ermordert wurden. Doch Peters eigentliches Ziel der Rache verschwimmt mit der Zeit immer mehr, dieMafia-Familie Locano ersetzt seine eigene. Irgendwann allerdings steigt Peter aus und möchte für all die Verbrechen, die er begangen hat, der Welt etwas Gutes tun, indem er seine Zeit als Arzt in einem Krankenhaus in Manhatten verbringt. Und eines Tages begegnet er dort einem der alten Mafiabosse, welcher Peter wiedererkennt und zu verraten droht für den Fall, dass er sterben sollte. Problematisch ist nur, dass dieser Mafioso an Krebs erkrankt ist...
Die Story war wirklich vielversprechend und wenn man diese alleine betrachtet ist das Buch auch nicht schlecht. Aber leider geht es in diesem Buch mehr um Peters Vorgeschichte und eine ganze Menge anderer Kleinigkeiten. So bekommt man z.B. mehr über die Geschichte der Mafia im Allgemeinen und die kinetische Energie eines Schusses erzählt als über die eigentliche Handlung. Das Lesevergnügen ist dabei nur mäßig, da man das Gefühl hat, das Buch wäre mehr als tausend Seiten stark, obwohl es gerade einmal dreihundert umfasst. Es hat mich viel Mühe gekostet weiterzulesen und zwischenzeitlich geriet ich stark in die Versuchung einfach die letzten zwanzig Seiten zu lesen, um einfach zu wissen wie es ausgeht. Alles andere war für mich sowieso uninteressant. Spannung, welche ein elementarer Bestandteil eines Thrillers ist, kam meiner Meinung nach das gesamte Buch über nicht auf.
Auch der Stil des Autors hat mich in keinster Weise überzeugt. Die Dialoge sind kurz und abgedroschen. Hier ließe sich natürlich argumentieren, dass sich Mafiosi miteinander unterhalten. Aber auch die können meiner Meinung nach Sätze mit mehr als fünf Worten bilden. Die verwendete Sprache ist auch auf einem unteren Niveau angesiedelt. Worte wie Dödel, Knarre, Scheißding, etc. sind keine Seltenheit. Also auch von dieser Perspektive her macht es keinen Spaß, dieses Buch zu lesen. Ebenso die mehrfach auftretenden Ergänzungen als Fußnoten, mit denen der Autor vermutlich etwas Humor in die Sache bringen wollte, sind genauso überflüssig und unlustig, wie einige der anderen episch langen Erklärungen.
Mein Fazit also: Wer von dem Thema absolut fasziniert ist, der kann dieses Buch natürlich gerne lesen, aber ansonsten ist es nicht empfehlenswert. Hier fehlt einfach von allem etwas: Humor, Spannung, Niveau,...
Bewertung von anyways aus greifswald am 17.08.2010
Alle die in der nächsten Zeit einen Krankenhausaufenthalt planen, seien gewarnt! Aufgeputschte, unter Drogen stehende und hoffnungslos überforderte Ärzte versuchen den alltäglichen Wahnsinn im Krankenhaus zu beherrschen. Sie kämpfen gegen Kollegen, legen sich ständig mit dem Pflegepersonal an und dürfen die Privatpatienten auch noch bemuttern.
Josh Bazell schildert den Klinikalltag zynisch und überzogen, den Beruf des Arztes als desillusionierend und die eigene Gesundheit gefährdend, aber so manche Wahrheit lässt sich als Insider heraus lesen und richtig interpretieren. Alle anderen werden es schwerer haben. Zum Glück gibt es ja jede Menge Begriffserklärungen die zeitweise Licht ins Dunkel bringen.
Eine irre Geschichte die fesselnd und rasant erzählt wird, nur für die Ausdrucksweise (insbesondere die ständigen Wiederholungen von einzelnen Wörtern oder Sätzen zu bestimmten Ereignissen, Personen oder Handlungen) gibt es ein mangelhaft.
Bewertung von sabatayn76 am 08.08.2010
Inhalt:
Dr. Peter Brown arbeitet als Assistenzarzt im 'Manhattan Catholic', konsumiert Amphetamine, um den Tag zu überstehen, und war nicht immer der, für den er sich ausgibt. Ein totkranker Patient mit Siegelringzellenkrebs erkennt Dr. Brown als Pietro Prnwa, die sogenannte 'Bärentatze', einen ehemaligen Mafia-Killer. Damit beginnen die Probleme Browns, der dafür sorgen muss, dass der Patient seine Operation überlebt, da sonst seine Tarnung auffliegen wird und sich seine alten Freunde und jetzigen Feinde auf die Suche nach ihm machen werden, um eine alte Rechnung zu begleichen.
Mein Eindruck:
Man merkt dem Autor an, dass er ein Medizinstudium absolviert hat, denn er beschreibt die menschliche Anatomie detailliert und akkurat und sorgt dafür, dass man sich seine Schilderungen gut (und manchmal zu gut) vorstellen kann. 'Schneller als der Tod' ist ein bitterböses Buch mit viel Sprachwitz, der auf viele Leser aber sicherlich eher abschreckend wirkt. Viele Schilderungen sind etwas überzogen und wirken wie eine Karikatur, doch man stolpert auch immer wieder über Wahrheiten, die der Autor perfekt auf den Punkt bringt, und über die man vielleicht auch schon einmal nachgedacht hat.
Mein Resümee:
Bisweilen ist 'Schneller als der Tod' etwas unappetitlich, doch insgesamt handelt es sich um ein amüsantes und spannendes Buch, bei dem man sogar noch etwas lernen kann.
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18.06.2010
Dass Leo DiCaprio sich die Filmrechte an diesem Thriller von Josh
Bazell gesichert hat, wundert Alexander Müller nicht. Laut Müller
haucht der Autor mit seiner "aberwitzigen, packenden"
Geschichte um einen Ex-Mafioso im Arztkittel, der sich plötzlich
mit seiner Vergangenheit konfrontiert sieht, dem Genre neues Leben
ein. Ein perfider Plot und gleich mehrere Kunstgriffe, mit deren
Hilfe der Autor das Spannungspotential seiner Geschichte gut
ausschöpft, führen den Rezensenten zu diesem Urteil. So gelinge es
dem Autor, mit der Saulus-Paulus-Figur des alternden Kriminellen
mit Approbation ausreichend Identifikationspotential
bereitzustellen und durch die Parallelisierung von Vergangenheit
und Gegenwart gleich zwei Handlunsgstränge auf der Zielgeraden zum
Showdown zu gestalten. Dass die Story darüber hinaus actionreich in
Szene gesetzt ist, kann uns Müller versichern.
© Perlentaucher Medien GmbH

Bereitgestellt von kulturnews.de
(c) bunkverlag
Mafiathriller: Wie langweilig ist das denn! Doch der Amerikaner Josh Bazell verleiht dem Hypegenre der letzten Jahre mit seinem Debütroman tatsächlich neuen Schwung. Zum einen durch seinen ungewöhnlichen Icherzähler: Peter Brown ist ein zynischer Ex-Mafioso, der dank Zeugenschutzprogramm mittlerweile als Arzt arbeitet; ein Beruf, der dem des Killers an Brutalität in nichts nachsteht. Als Dr. Brown eines Tages einen alten Mobster-Kollegen behandelt, fliegt seine Deckung auf, und zwischen OP-Tisch und Chefarztvisite muss er sich mit seiner blutigen Vergangenheit herumschlagen. Zweiter Pluspunkt: Josh Bazell pflegt einen Schreibstil, der eher nach Quentin-Tarantino-Drehbuch als nach Krimi-Einheitskost klingt. Bitterböse, extrem explizit und zugleich irre komisch sind die Beschreibungen des Klinikalltags und die Rückblenden in Peter Browns Auftragsmörderdasein. "Alle lieben Notrufe", lässt Bazell seinen Helden sagen, "weil man sich dann aufführen kann wie im Fernsehen. Wenn man nicht dazu kommt, an den Defibrillatorpaddeln ,Zurück!' zu schreien, kann man vielleicht wenigstens den Beatmungsbeutel drücken." Ganz klar: Nach diesem Roman möchte man definitiv lieber zur Mafia als jemals wieder in irgendein Krankenhaus eingeliefert werden. (jul)
Autorenporträt zu "Josh Bazell"
Josh Bazell studierte Literatur und Medizin.
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