Schöne Freunde - Geiger, Arno

Schöne Freunde

Roman

Arno Geiger 

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Schöne Freunde

Ein Dorf mit Siedlungshäusern, Villen, einem Tennisplatz und einem Löschteich. Ein Bergwerk, vor dessen Tor seit Jahren ein stummer Akkordeonspieler und Carlos, ein sonderlicher, elternloser Junge, musizieren. Doch dann geschieht ein schweres Grubenunglück mit mehreren Todesfällen, und die überlebenden Bewohner müssen den Ort verlassen. Für den Jungen beginnt eine Reise ins Ungewisse, auf der er sich sein Leben erzählt: seine erbärmliche Kindheit und seine erträumte Zukunft, vor allem aber die große Liebe, die ihn irgendwo erwartet. Arno Geiger, Meister sprudelnder Sprachphantasie, beweist in Schöne Freunde , dass er es versteht, Romane zu schreiben, die zwar die Untiefen der menschlichen Seele berühren, aber doch durch und durch komisch sind.


Produktinformation

  • Verlag: Dtv
  • 2006
  • Ausstattung/Bilder: 2006. 163 S.
  • Seitenzahl: 163
  • dtv Taschenbücher Bd.13504
  • Deutsch
  • Abmessung: 194mm x 119mm x 12mm
  • Gewicht: 150g
  • ISBN-13: 9783423135047
  • ISBN-10: 3423135042
  • Best.Nr.: 20749897
"Eine wunderbare kleine Nachtmusik." -- Markus Clauer, Die Zeit

"In 'Schöne Freunde' zeigt sich Geiger als hinreißend sympathischer Erzähler, der eine kunstvoll versponnene Demonstration seines Könnens abgibt." -- Profil

"Arno Geiger schreibt große Literatur, mit jonglierender und doch so bodennaher Kunst wie man sie kaum findet im neuen Österreich oder sonst wo." -- Franz Haas, Der Standard

"Eine wunderbare kleine Nachtmusik." Markus Clauer, Die Zeit "In "Schöne Freunde" zeigt sich Geiger als hinreißend sympathischer Erzähler, der eine kunstvoll versponnene Demonstration seines Könnens abgibt." Profil, Literaturbeilage, 10/02 "Meisterhaft ... Ich kenne wenige Bücher, in denen die Zersetzung der Erinnerung so nachhaltig dargestellt wird wie in diesem." Radio Ö 1, ex-libris, Wendelin Schmidt-Dengler, 1.12.02 "Der Roman ist ein phantasievoll beschriebener Reisebericht über ein Kind, das auszieht, um erwachsen zu werden ... und besticht vor allem auch durch sprachliche Brillanz und Schlichtheit." ORF, Treffpunkt Kultur, 26.8.02 "Arno Geiger schreibt große Literatur, mit jonglierender und doch so bodennaher Kunst - wie man sie kaum findet im neuen Österreich oder sonst wo." Der Standard, Franz Haas, 19.10.02 "Eine Reihe von erzählerischen Tricks, mit denen Geiger den Spagat zwischen kindlicher Naivität und analytischem Blick auf den Zustand der Welt schafft." Evelyne Polt-Heinzl, Die Presse, 30.11.02

Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 06.11.2002

Jetzt bitte denken!
Was ist hier passiert?
Arno Geigers „Schöne Freunde”
Hier ist eine bunte, kitschige, unwirkliche Welt: Arno Geiger lässt sein Personal in einem fröhlichen Ort auftanzen, auf dessen Tennisplatz Frau Doktor Bianchi und Frau Doktor Grüneisen sich abwechselnd besiegen. In der Nähe ist ein Bergwerk, vor dessen Toren täglich ein Akkordeonspieler und ein Junge musizieren. Jeder hat zu tun, soziale Unterschiede erzeugen allenfalls schöne Melancholieeffekte, im Ganzen gesehen ist man aufeinander eingespielt.
Dann aber geschieht ein schlimmer Unfall im Bergwerk, bei dem viele Arbeiter ums Leben kommen, und der Direktor, ein Scheusal, scheint von Schuld nicht frei. Es ist aber keine von jenen Ortschaften, in denen man sich um Schuld kümmert: Die Bevölkerung, bestehend aus Klischees, muss den Ort verlassen, man begibt sich gemeinsam auf ein Schiff, brüllt sich an, und dann passiert ein kleines Unglück und dann ein größeres, wobei es aber auch möglich ist, dass das größere früher einmal passiert ist. So oder so: Geigers Buch aufzuschlagen ist, als beträte man ein verkorkstes Ruhrgebiet, in dem alle rückwärts gehen, sich morgens den …

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Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 08.10.2002

Wenn Liebe in die Grube fährt
Arno Geigers Ankunft auch ohne Ziel / Von Edo Reents

Daß Kinder nicht wissen, wovon sie reden, wenn sie von der Liebe reden, ist eine Unterstellung, die sich weniger auf die Liebesfähigkeit als vielmehr auf das Erkenntnisvermögen, das doch auch dazugehört, bezieht. Woher wollen sie wissen, ob sie jemanden lieben? Daß sie es grundsätzlich können, trauen wir ihnen zu; hapern tut es mit etwas anderem: Sie wissen nicht recht, was das überhaupt bedeutet, jemanden zu lieben. Aber wir Erwachsene, wissen wir es denn?

Arno Geiger ist nicht der erste, der über die Sehnsucht nach Liebe einen Roman geschrieben hat; aber was sein drittes Werk zu einem besonderen macht, ist, daß es das Thema mit einer Verhaltenheit behandelt, wie sie nur einer kindlichen Erzählperspektive geschuldet sein kann, die wir uns so gerne als unschuldig denken. Ob man von Unschuld auch tatsächlich sprechen kann, das geht aus den hundertsechzig Seiten bis zuletzt nicht eindeutig hervor. Insofern ist "Schöne Freunde" ein gutes Buch.

Nachdem der Österreicher vor fünf Jahren mit dem Schelmenroman "Kleine Schule des Karussellfahrens" …

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Perlentaucher-Notiz zur TAZ-Rezension

Etwas ratlos steht Gustav Mechlenburg vor diesem Roman, in dem der Österreicher Arno Geiger aus Sicht eines reichlich verschrobenen Kindes die Welt der Erwachsenen erkundet: "Tennisspielen, Umgang, geistige Struktur und Satzbau", wie Mechlenburg zitiert, aber auch die "Jämmerlichkeit der von Trunksucht und Lethargie befallen Vorbilder". Die Handlung ist eher marginal, meint der Rezensent, Geiger erzähle seine Anekdoten mal mikroskopisch genau, mal metaphorisch allgemein, mal tiefsinnig, mal komisch. Das findet Mechlenburg zwar alles sehr kunstvoll, doch weiß er am Schluss nicht, was damit eigentlich gewonnen ist. Er nennt Geiger schließlich einen außergewöhnlichen Schriftsteller, der mit "poetischer Prosa" ein "magisches Universum" eröffnen kann, von dem man nur nicht versteht, worin eigentlich sein Anliegen besteht.

© Perlentaucher Medien GmbH
Arno Geiger, geboren 1968 in Bregenz, Vorarlberg, wuchs in Wolfurt/Österreich auf. Er studierte Deutsche Philologie, Alte Geschichte und Vergleichende Literaturwissenschaft in Innsbruck und Wien. Seit 1993 ist er freier Schriftsteller. 1986 - 2002 war Arno Geiger im Sommer auch als Videotechniker bei den Bregenzer Festspielen tätig. 1996 und 2004 nahm er am Ingeborg-Bachmann-Wettbewerb in Klagenfurt teil. Er erhielt zahlreiche Auszeichnungen und Ehrungen. 2008 wurde Arno Geiger mit dem "Johann-Peter-Hebel-Preis" geehrt und 2011 mit dem "Friedrich Hölderlin-Preis" für sein bisheriges literarisches Werk sowie mit dem "Literaturpreis der Konrad-Adenauer-Stiftung 2011" ausgezeichnet. 2012 erhielt er den "Literaturpreis der Österreichischen Industrie - Anton Wildgans".

Leseprobe zu "Schöne Freunde" von Arno Geiger

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