Ein Prophet ohne Zukunft - Kreisler, Georg

Georg Kreisler 

Ein Prophet ohne Zukunft

Roman

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Ein Prophet ohne Zukunft

Erwin Achler ist ein verantwortungsloser Mensch. Geboren in den letzten Kriegstagen von einer gerade erst siebzehnjährigen Frau, wächst er auf im Wien der Nachkriegszeit, der Vater ist abwesend, die Mutter berufstätig. Und Erwin lässt sich treiben nicht ohne schlechtes Gewissen. Doch sein schlechtes Gewissen hält ihn nicht davon ab, schlecht zu handeln. Er nutzt die Mitmenschen aus, betrügt Leichtgläubige, wird Zuhälter oder aber rackert sich ab als Möbelverkäufer. Er trinkt oder lebt abstinent, wie es gerade passt. Er übergibt sich glücklich dem Schicksal, denn das Leben kommt und geht .
Georg Kreisler hat mit diesem, 1990 erstmals publizierten Roman, eine Geschichte geschrieben, die in scheinbar leichtem Tonfall untersucht, warum die Generation der Nachkriegszeit verloren war und sich verloren gab. Eine große Satire über jene, denen die sprichwörtliche Gnade der späten Geburt wiederfuhr.


Produktinformation

  • Verlag: Verbrecher Verlag
  • 2011
  • Ausstattung/Bilder: 2011. 315 S.
  • Seitenzahl: 315
  • Deutsch
  • Abmessung: 200mm x 140mm x 33mm
  • Gewicht: 477g
  • ISBN-13: 9783940426710
  • ISBN-10: 3940426717
  • Best.Nr.: 32684452

Perlentaucher-Notiz zur F.A.Z.-Rezension

Das "mahnende Misstrauen" des kürzlich verstorbenen Chansonniers und Satirikers Georg Kreisler wird fehlen, seufzt Rezensent Jan Wiele nach der Lektüre von Kreislers Roman "Ein Prophet ohne Zukunft". Gewohnt zynisch und skeptisch erzähle Kreisler darin eine Wiener Familiengeschichte aus der Nachkriegszeit, die sich im Wesentlichen um das Leben des im Jahre 1945 geborenen Erwins drehe. Der Kritiker begleitet diesen bei seiner Suche nach dem Glück zu Huren, Betrügereien auf dem Prater und schließlich ins Gefängnis, wobei ihm beim Lesen der humorvollen Szenen und Dialoge manches Mal das Lachen im Halse stecken bleibt. Auch das im Juni 2011 von Kreisler noch einmal neu verfasste Nachwort, in welchem er einen kritischen Blick auf Europa wirft, findet der Rezensent sehr "bemerkenswert".

© Perlentaucher Medien GmbH
Georg Kreisler, geboren 1922 in Wien. Die Kindheit in seinem jüdischen Elternhaus war überschattet von Ausgrenzung und Antisemitismus. 1938 emigrierte er mit seinen Eltern in die USA, wo er in die Army eingezogen wurde. 1955 kehrte Georg Kreisler nach Europa zurück. 2004 erhielt er den Richard-Schönfeld-Preis für literarische Satire. Neben über 500 Liedern schrieb er Romane, Essays, Kurzgeschichten, Theaterstücke und Opern. 2010 wurde ihm der Friedrich Hölderlin-Preis der Stadt Bad Homburg für sein Lebenswerk verliehen. Georg Kreisler verstarb 2011.

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