Die Frequenzen - Setz, Clemens J.

Clemens J. Setz 

Die Frequenzen

Roman. Ausgezeichnet mit dem Bremer Literaturpreis 2010

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Produktbeschreibung zu Die Frequenzen

DIES IST DIE GESCHICHTE VON WALTER, dem Sohn eines Architekten mit Einfluss. Er will Schauspieler werden - oder will es nur sein Vater? Walter bekommt seine Chance, als ihn Valerie, eine Psychotherapeutin, die bessere Tage gesehen hat, engagiert, um in Gruppensitzungen fiktive Patientenrollen zu spielen. Doch er geht zu sehr in seiner Rolle auf. Dies ist die Geschichte von Alexander. Er ist Altenpfleger, ein junger Mann mit ausufernder Phantasie, die sich im Schatten einer einsamen Kindheit entwickelt hat. Alexander kündigt seinen Job, und er will seine Freundin loswerden, um mit Valerie zusammenzuleben. Doch die wird eines Tages brutal zusammengeschlagen ... Nach "Söhne und Planeten", seinem Debüt, das ihm einhelliges Lob der Kritik einbrachte, legt Clemens J. Setz ein Werk vor, das alle Erwartungen sprengt: atemberaubend kraftvoll, bunt, sprachgewaltig und zart.

Dies ist die Geschichte von Walter, dem Sohn eines Architekten mit Einfluss. Er will Schauspieler werden oder will es nur sein Vater? Walter bekommt seine Chance, als ihn Valerie, eine Psychotherapeutin, die bessere Tage gesehen hat, engagiert, um in Gruppensitzungen fiktive Patientenrollen zu spielen. Doch er geht zu sehr in seiner Rolle auf. Dies ist die Geschichte von Alexander. Er ist Altenpfleger, ein junger Mann mit ausufernder Phantasie, die sich im Schatten einer einsamen Kindheit entwickelt hat. Alexander kündigt seinen Job, und er will seine Freundin loswerden, um mit Valerie zusammenzuleben. Doch die wird eines Tages brutal zusammengeschlagen Nach Söhne und Planeten, seinem Debüt, das ihm einhelliges Lob der Kritik einbrachte, legt Clemens J. Setz ein Werk vor, das alle Erwartungen sprengt: atemberaubend kraftvoll, bunt, sprachgewaltig und zart.

Produktinformation


  • Verlag: Residenz
  • 2009
  • Ausstattung/Bilder: 2009. 714 S.
  • Seitenzahl: 714
  • Deutsch
  • Abmessung: 210mm x 140mm x 55mm
  • Gewicht: 883g
  • ISBN-13: 9783701715152
  • ISBN-10: 3701715157
  • Best.Nr.: 25663388
Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 18.09.2009

Der gezielte Stich in den Rücken der Karotte
Auf der Shortlist zum Deutschen Buchpreis: Clemens J. Setz und sein Roman „Die Frequenzen”
Alexander Kerfuchs, eine der beiden Hauptfiguren in „Die Frequenzen”, dem neuen Roman von Clemens Setz, ist Synästhet, überdies hochbegabt und ein Mensch ohne falsche Bescheidenheit: er sei der intelligenteste Siebzehnjährige gewesen, den er gekannt habe, bekennt er selbst, sich an seine erst wenige Jahre zurückliegende Schulzeit erinnernd. Auf jeden Fall dient ihm seine Fähigkeit, unterschiedlichste Sinneseindrücke miteinander zu verknüpfen immer wieder dazu, auch neue Sprachbilder zu finden, die Welt überhaupt zu poetisieren: „Jetzt sah man auch das geheimnisvolle Glühen am Horizont, ein furchtbares, geisteskrankes Licht, wie es bestimmt nur in den Gehirnen von Serienmördern leuchtet. Es war eine Mischung aus Blau und Gelb, ohne auch nur in Ansätzen so etwas wie Grün zu sein. Sosehr es sich auch anstrengte, das Licht blieb wie ein unaufgelöster Dominantseptakkord stehen.”
Alexander Kerfuchs lebt wie Clemens Setz, der Autor der „Frequenzen”, in Graz. Gerade hat er seinen Job als …

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Perlentaucher-Notiz zur ZEIT-Rezension

Kühn findet es Rezensentin Daniela Strigl, dass ein junger, 1982 geborener Autor es wagt, einen 700 Seiten langen Roman vorzulegen. Schauplatz ist Graz. Es geht um einen eher ungewöhnlichen Vater-Sohn-Konflikt, lesen wir: Der Vater, berühmter Architekt, möchte gern, dass sein Sohn Walter auch was Künstlerisches macht, aber der sagt nur: "Mir fällt nichts ein." Und das scheint gewissermaßen nur ein Nebenstrang zu sein, neben den Liebesgeschichten von Alexander, einem Freund des Helden, und dessen Vater, der eine Autopanne nutzt, um der Familie davon zu fahren. Aber Setz hat die verschiedenen Erzählstränge gut im Griff, meint Strigl. Gut gefallen haben ihr auch die ungewöhnlich genauen Beschreibungen der "sexuellen Übungen", die absolviert werden. Es ist ein "in die Magengrube fahrendes Buch", ruft sie begeistert, das insbesondere von der Sprache des Autors – "waghalsigen Bildern und prägnanten Sätzen" – lebt. Der riskiere nämlich was, der Setz.

© Perlentaucher Medien GmbH

Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 19.09.2009

Vor den eigenen Fiktionen gibt es kein Entrinnen

Jede Familie ist auf ihre eigene Art unglücklich: Clemens J. Setz legt mit sechsundzwanzig Jahren einen sprachlich verwegenen und gedanklich kühnen Roman vor, der seine Väter neidisch machen könnte.

Von Richard Kämmerlings

Was denkt ein Kind, wenn sein Vater plötzlich aus seinem Leben verschwindet? Das Auto bleibt im Schnee stecken, die Mutter und der zehnjährige Sohn müssen anschieben, der Vater sitzt am Steuer, fährt einfach davon und kommt nicht wieder. Etwas Unfassbares ist geschehen, ein Vorgang größter Tragweite, für den es keine Erklärung gibt, ein Ereignis außerhalb der Kausalität, ein furchtbares Wunder. Es kann ja, so denkt das Kind, keine Absicht gewesen sein, also müssen ihm unbekannte Gründe dahinterstecken. Vielleicht wurde der Vater entführt? "Ja, der Mann zieht die Pistole und sagt - Also, wenn ich sage losfahren, dann fährst du los, sonst bringe ich die beiden um, kapiert?"

Gegen das Ungeheuerliche, das Unausdenkliche erfindet das Kind sich einen Roman, einen Thriller, den es zunächst im Wachen, dann auch im Schlaf immer weiterspinnt. Hat der Vater nicht …

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"Was dieses Buch unter seinen Zeitgenossen so außergewöhnlich und diesen Autor zu einer großen Hoffnung der deutschsprachigen Literatur macht, ist seine überscharfe Optik und die verblüffende Phantasie des Ausdrucks." FAZ, Richard Kämmerlings

Erzählt wird in hinreißend virtuoser Mischung und ausgewogener Abstimmung von Elementen der Groteske, der Satire, ironisch, traurig, melancholisch, auch lachend. Metaphern in Menge rollen auf dich zu wie eine Steinlawine, Sprach- und Wortwitz des Autors mit höchstem Intelligenzquotienten durchsetzen jede Seite.

DER österreichische Roman dieses Bücherfrühlings. Ein Meisterwerk. KURIER, Peter Pisa Je genauer man diesen Roman liest, desto mehr erscheint sein geiles Wuchern und seine überschießende Sprachlust als exaktes Kalkül, als Pendant zu den kühnen Reißbrettentwürfen des Architekten Zmal. Doch was dieses Buch unter seinen Zeitgenossen so außergewöhnlich und diesen Autor zu einer großen Hoffnung der deutschsprachigen Literatur macht, ist seine überscharfe Optik und die verblüffende Phantasie des Ausdrucks. FAZ, Richard Kämmerlings Ganz sicher ist "Die Frequenzen" poetischer, lustiger und schräger, als das meiste, was man sonst zu lesen bekommt. SÜDDEUTSCHE ZEITUNG, Tobias Lehmkuhl Setz verdichtet alltägliche Realitäten und Skurrilitäten zu Frequenzwellen, die einem noch Tage später in den Ohren rauschen. Erstklassig! KRONENZEITUNG, Christoph Hartner Setz' große Begabung liegt in der Abschweifung, mit der er den subtilen Horror seiner Erzählkunst ausstaffiert. Mit seinem zweiten Roman knüpft Setz mühelos an das Niveau seines Debüts an. FORMAT, Thomas Schindl Pedro Almodovar meets Kafka - oder doch eher Musil? Die Dialoge sind meisterlich, von schneidender …

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Clemens J. Setz wurde 1982 in Graz geboren. Seit 2001 studiert er an der dortigen Universität Mathematik und Germanistik. Er ist Obertonsänger, Übersetzer und Gründungsmitglied der Literaturgruppe Plattform. Zahlreiche seiner Gedichte und Erzählungen wurden in Zeitschriften und Anthologien veröffentlicht. 2008 wurde er beim Bachmann-Wettbewerb mit dem Ernst-Willner-Preis ausgezeichnet.

Leseprobe zu "Die Frequenzen"

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