Der Kameramörder - Glavinic, Thomas

Thomas Glavinic 

Der Kameramörder

Roman. Ausgezeichnet mit dem Friedrich-Glauser-Preis 2002

Broschiertes Buch
 
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**** sehr gut
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Produktbeschreibung zu Der Kameramörder

Das erschütternde Protokoll eines für die Medien arrangierten Doppelmoders und ein atemberaubender Kriminalroman über die gefährliche Macht des Fernsehens.

Produktinformation


  • Verlag: Dtv
  • 2008
  • 6. Aufl.
  • Ausstattung/Bilder: 156 S.
  • Seitenzahl: 156
  • dtv Taschenbücher Bd.35468
  • Deutsch
  • Abmessung: 191mm x 121mm x 12mm
  • Gewicht: 178g
  • ISBN-13: 9783423135467
  • ISBN-10: 3423135468
  • Best.Nr.: 20837668
kulturnews - RezensionBesprechung
Bereitgestellt von kulturnews.de
(c) bunkverlag
Ein schmales Büchlein: 157 Seiten. Aber die haben es in sich. "Ich wurde gebeten, alles aufzuschreiben. Meine Lebensgefährtin Wagner Sonja und ich nutzten die Osterfeiertage zu einem Ausflug in die westliche Steiermark." Pedantisch, sachlich und doch unterhaltsam berichtet der Ich-Erähler davon, wie das Grauen Einzug hält in die Idylle. Zwei Kinder werden im nahen Wald getötet. Ein Mann zwingt sie dazu, sich umzubringen, und filmt dies per Video. Ein deutscher Privatsender strahlt das Band aus. Zwischen Tischtennis und Kartenspielen, bei Chips und Bier verfolgen die Ehepaare die Ermittlungen im Fernsehen - bis zum konsequenten Ende. In Thomas Glavinics drittem Buch weiß man nicht, was abstoßender, ungeheuerlicher und unfassbarer ist: der Mord oder dessen TV-Konsumenten. Ein Buch, das die Macht der Medien scheinbar unbeteiligt schildert. Und gerade deshalb mächtig unter die Haut geht. (cor)

"Wo Glavinic steht, das wissen wir nach diesem Buch: in der ersten Reihe der deutschsprachigen Literatur."
Daniel Kehlmann, Literaturen

»Die Spannung verwandelt sich in eine gärende Hysterie, als ein Privatsender ankündigt, die Videobilders des Mörders zu senden. Am Ende ein Schock, der den Leser umhaut.« Braunschweiger Zeitung 30.04.2011

»Wo Glavinic steht, das wissen wir nach diesem Buch: in der ersten Reihe der deutschsprachigen Literatur.« Daniel Kehlmann, Literaturen
Thomas Glavinic, geboren 1972 in Graz, schreibt seit 1991 Romane, Essays, Erzählungen, Hörspiele und Reportagen. 1998 erschien sein erster, hochgelobter Roman ›Carl Haffners Liebe zum Unentschieden‹, 2000 folgte sein zweiter Roman ›Herr Susi‹, 2001 sein Kriminalroman ›Der Kameramörder‹, der 2002 mit dem Friedrich-Glauser-Krimipreis ausgezeichnet wurde. Thomas Glavinic lebt mit seiner Familie in Wien.

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Kundenbewertungen zu "Der Kameramörder" von "Thomas Glavinic"

Durchschnittliche Kundenbewertung 3.5 von 5 Sterne bei 2 Bewertungen **** sehr gut
(aus 2 Bewertungen)

Bewertung von Regina aus Berlin am 12.04.2010 ***** gut
Ein gewöhnungsbedüftiges Buch.
Mit nahezu unglaublicher Sachlichkeit wird der Tagesablauf der beiden Paare aus der Sicht des männlichen Gastes geschildert. Der Doppelmord an zwei Kindern - vom Mörder gefilmt - wird zum Medienereignis, wobei ein Sender nicht einmal davor zurückschreckt, die Morde selbst zu senden. Die beiden Paare sind trotz scheinbarer Betroffenheit unterschiedlicher Intensität eher den Gaffern zuzuordnen. Abwechselnd Tischtennis, Kartenspiel - Essen, Trinken wie bei normalen Besuchen eben - und dazwischen immer wieder Fernsehen. Es wird einem schon vor Augen geführt, wie widersinnig der Umgang mit Katastrophen im Alltag werden kann, gerade wenn einen diese nicht persönlich betreffen. Der eintönige Stil birgt trotzdem manchmal sogar so etwas wie Spannung - gerade zum Ende hin besonders.
Auf jeden Fall Anlass zum Nachdenken, denn so manches erkennt man wieder.

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Bewertung von Tatjana Kononenko aus Neu-Ulm am 06.11.2008 ***** sehr gut
Ein einem Osterwochenende treffen sich zwei befreundete Pärchen um ein paar schöne gemeinsame Tage zu verbringen. Diese werden durch ein grauenhaftes Ereignis überschattet. In der Nähe des Hauses in dem die Gastgeber und das befreundete Pärchen ihren Urlaub machen passiert das Unglaubliche. Ein Unbekannter bringt zwei Geschwister dazu Selbstmord zu begehen und filmt diese dabei. Nachdem das Filmmaterial an einer Raststätte aufgefunden wird herrscht in dem Örtchen Chaos. Die Nachrichten berichten von nichts anderem mehr. Die Jagd nach dem perversen Mörder beginnt. Erst auf der letzten Seite des Buchs erfährt man die unglaubliche Wahrheit über den Täter.

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