Der Brenner und der liebe Gott - Haas, Wolf

Wolf Haas 

Der Brenner und der liebe Gott

Roman

Gebundenes Buch
 
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Produktbeschreibung zu Der Brenner und der liebe Gott

Ob du es glaubst oder nicht. Der Brenner ist wieder da. Ein Comeback, wie es noch keines gab.

Der Brenner, Expolizist und Exdetektiv, hat endlich einen guten Job gefunden. Noch nie im Leben hat er sich so wohlgefühlt. Aber es wäre nicht der Brenner, wenn es lange dauern würde, bis wieder was passiert. So sorgt eine Tafel Schokolade für eine Kettenreaktion, an deren Ende sieben Begräbnisse stehen.

Produktinformation


  • Verlag: Hoffmann Und Campe
  • 2009
  • Ausstattung/Bilder: 2009. 223 S.
  • Seitenzahl: 200
  • Privatdetektiv Simon Brenner Bd.7
  • Deutsch
  • Abmessung: 212mm x 135mm x 25mm
  • Gewicht: 340g
  • ISBN-13: 9783455401899
  • ISBN-10: 3455401899
  • Best.Nr.: 26348105
"Dank Simon Brenner ist Wolf Haas einer der meistprämierten deutschsprachigen Krimiautoren, gefeiert von der Literaturkritik und von den Lesern kultisch verehrt." (Joachim Kronsbein, Der Spiegel)

Perlentaucher-Notiz zur F.A.Z.-Rezension

Rezensent Richard Kämmerlings entdeckt in der Krimiliteratur eine "neue Universalität" und stellt drei Krimiautoren und ihre jüngsten Bücher vor, die, jeder auf seine Weise, die Genregrenzen ausweiten. Nach Einschätzung des Rezensenten hat sich Wolf Haas mit seinen Büchern am deutlichsten von den drei Autoren aus den Krimigefilden entfernt. Hatte er bereits 2003 zwar nicht seine Hauptfigur, den Privatdetektiv Simon Brenner, dafür aber seinen Erzähler, einen "schwadronierenden Kneipenphilosoph", sterben lassen, inszeniert er sich als Autor nun indirekt als Gott, der seinen Erzähler auch nach dessen Tod "munter weiterquasseln" lassen kann, so der Rezensent. Und so ist es vor allem diese "selbstironische erzähltheoretische Pointe", die ihn am aktuellen Fall fasziniert, in dem Brenner, mittlerweile vom Privatdetektiv zum Fahrer und Aufpasser abgestiegen, einem Korruptions- und Bauspekulationsverbrechen auf der Spur ist.

© Perlentaucher Medien GmbH

Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 26.09.2009

Was sich in der Senkgrube offenbart

Jetzt ist doch wieder was passiert: Wolf Haas holt eine feierlich beerdigte Erzählstimme aus dem Jenseits zurück und lässt seinen Brenner zwischen Baulöwen und Abtreibungsgegnern ermitteln.

Von Daniela Strigl

Es soll ja Menschen geben, die prinzipiell keine Krimis lesen. Deshalb sei zunächst klargestellt: Ein Krimi von Wolf Haas ist in erster Linie ein Haas und erst in zweiter ein Krimi. Das heißt nun nicht, dass Haas - wie viele Trittbrettfahrer des Krimi-Booms - die Gesetze des Genres missachten und dem Plot samt erlösender Auflösung keine Sorgfalt widmen würde. Nein, da hat alles seine analytische Richtigkeit. Aber das Raffinement der Konstruktion ist es sicher nicht, was Wolf Haas über die Masse der Krimischriftsteller erhebt. Haas ist Haas wegen seiner Sprache.

Die verdankt sich wesentlich einer urösterreichischen Form: der Suada. Eine scheindialogische Attitüde, die sich an ein Vis-à-vis richtet, das programmatisch nie zu Wort kommt, die ihm die Welt erklärt und im Übereifer Satzglieder verschluckt, weil sich die eh von selber verstehen: "Seelenverwandtschaft Hilfsausdruck". Die …

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kulturnews - RezensionBesprechung
Bereitgestellt von kulturnews.de
(c) bunkverlag
Im letzten Brenner-Krimi hat Wolf Haas den Erzähler in einem furiosen Finale sterben lassen, und alle dachten: Das war's dann, ohne Erzähler kein Brenner-Krimi mehr. Denkste. "Meine Großmutter hat immer zu mir gesagt, wenn du einmal stirbst, muss man das Maul extra erschlagen." Sagt der Erzähler, dem das Maul immer noch geht - von irgendwo aus dem Jenseits. Die Vermittlung zu Gott hat er deshalb noch lange nicht hergestellt, die kommt von alleine, aufgrund von akutem Sauerstoffmangel auf Seiten Brenners zustande, der zu diesem Zeitpunkt schon zwei Minuten lang in einer Senkgrube unter die Jauche gedrückt wird. "Pass auf, ob du es glaubst oder nicht, der Brenner hat auf dem Boden der Senkgrube den lieben Gott getroffen", erzählt uns der Erzähler und fasst zusammen: "Das war vielleicht eine Überrraschung, frage nicht." So viel zum bewährt genialen Erzählstil, mit dem Wolf Haas seine Krimis ausstattet. Diesmal muss Brenner damit klarkommen, dass man ihm gleich zu Beginn die dreijährige Helena aus seiner Obhut entführt. Bis er den Fall klärt, gibt es jede Menge Tote, einen Korruptionsskandal im Wiener Bausektor und enormen Ärger um eine Abtreibungsklinik. Österreichische Normalzustände sozusagen. (jw)

Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 15.10.2009

Der liebe Gott schaut sich das alles nur mit einem Lächeln an
Und plötzlich ist die Tochter des Chefs verschwunden: Ein neuer Krimi von Wolf Haas
Alles scheint beim Alten geblieben zu sein: Der neunmalkluge Erzähler, der im letzten Band eigentlich das Zeitliche gesegnet hatte, sein Hang, die Widrigkeiten der menschlichen Psyche philosophisch zu durchleuchten, sein „aber interessant”, „frage nicht” und „jetzt pass auf”. Auch eine Menge Leichen gibt es wieder, sieben an der Zahl. Für die hundert Millionen Euro, um die es geht, bemerkt der Erzähler allerdings ganz richtig, „hat es auf der Welt schon viel mehr Tote gegeben, das ist sogar rein rechnerisch schon auf der humanen Seite”.
Simon Brenner, der Brenner selbst, ist im neuen Krimi von Wolf Haas natürlich auch wieder mit von der Partie. Hat diesmal einen Job als Chauffeur und ist zufrieden damit. Was auch ein wenig an den Tabletten liegt, die er neuerdings schluckt, die lassen ihn die Welt endlich mal etwas rosiger sehen. Bis wieder etwas passiert, bis ihm Helena nämlich aus dem Auto weg entführt wird, die Tochter seines Arbeitgebers, des „Baulöwen” Kressdorf. Kurz nur hatte Brenner …

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"Haas ist große, großartige Literatur."
Nürnberger Nachrichten 30.04./01.05.2011

»Haas ist große, großartige Literatur.« Nürnberger Nachrichten 30.04./01.05.2011
Wolf Haas wurde 1960 in Maria Alm am Steinernen Meer geboren. Nach seinem Linguistik-Studium war er zwei Jahre Unilektor in Swansea (Südwales). Für seine Romane wurde er mehrfach mit dem Deutschen Krimipreis ausgezeichnet. 2006 erhält er den Raabe-Preis. Wolf Haas lebt als freier Autor in Wien.

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Kundenbewertungen zu "Der Brenner und der liebe Gott" von "Wolf Haas"

Durchschnittliche Kundenbewertung 5 von 5 Sterne bei 1 Bewertungen ***** ausgezeichnet
(aus 1 Bewertung)

Bewertung von Lisega am 14.09.2011 ***** ausgezeichnet
Ob du es glaubst oder nicht: Der Brenner ist wieder da. Und dass, obwohl am Ende von "Das ewige Leben“ der Erzähler tot und nur noch ding ding ding ding ding. Aber interessant: Es gibt Leute, denen muss man das Maul extra erschlagen, und so erfahren wir, wie es dem Brenner als Chaffeur "Herr Simon“ ergeht. Zwischen Wien und Kitzbühel kutschiert er die kleine Helena vom Baulöwen-Vater zur Abtreibungsklinikchefin-Mutter und wieder zurück. Nur dumm, dass ihm das Kind an einer Tankstelle abhanden kommt. Was als Entführung beginnt, wird für den Brenner zum Alptraum, in dem er wieder detektivisch tätig wird bis er im wahrsten Sinne des Wortes bis zum Hals in der Scheiße steckt. Aber du darfst eines nicht vergessen: Der Brenner kommt aus jeder noch so verfahrenen Situation wieder heraus. Spannend, herrlich böse, sprachlich gewohnt skurril - "Der Brenner und der liebe Gott“ ist ein weiteres Highlight in der Krimi-Reihe von Wolf Haas.

Diese Bewertung bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Broschiertes Buch

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