Grundtexte zur Freiburger Tradition der Ordnungsökonomik - Goldschmidt, Nils / Wohlgemuth, Michael (Hgg.)

Nils Goldschmidt / Michael Wohlgemuth (Hgg.) 

Grundtexte zur Freiburger Tradition der Ordnungsökonomik

Herausgeber: Wohlgemuth, Michael, Goldschmidt, Nils
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Grundtexte zur Freiburger Tradition der Ordnungsökonomik

Dieser Band bietet anhand von Originaltexten eine Einführung in die Freiburger Tradition der Ordnungsökonomik. Die ausgewählten Texte geben die zentralen Inhalte und Positionen dieser Tradition wieder. Jeder einzelne Text wird ausführlich eingeleitet und kommentiert.Der Band ist in drei Hauptteile gegliedert. Im ersten Teil werden die Ansätze der Vertreter der Freiburger Forschungs- und Lehrgemeinschaft der 1930er und 1940er Jahre dargestellt. Teil zwei widmet sich verwandten Denkansätzen im Umfeld der Freiburger Schule. Im dritten Teil wird die "Freiburger Lehrstuhltradition" präsentiert, also zentrale Texte derjenigen Freiburger Universitätslehrer, die sich in je eigener Akzentuierung mit Fragen von wirtschaftlicher Ordnung und individueller Freiheit beschäftigt haben.Mit Originaltexten von:Franz Böhm, Constantin von Dietze, Ludwig Erhard, Walter Eucken, Edith Eucken-Erdsiek, Hans Gestrich, Hans Großmann-Doerth, Friedrich A. von Hayek, K. Paul Hensel, Joseph Höffner, Erich Hoppmann, Adolf Lampe, Hans Otto Lenel, Elisabeth Liefmann-Keil, Friedrich A. Lutz, Karl Friedrich Maier, Fritz W. Meyer, Leonhard Miksch, Alfred Müller-Armack, Bernhard Pfister, Erich Preiser, Wilhelm Röpke, Alexander Rüstow, Otto Schlecht, Manfred E. Streit, Viktor Vanberg, Erich WelterMit Einführungen von:Detlef J. Blesgen, Gerold Blümle, Patricia Commun, Nils Goldschmidt, Harald Hagemann, Alexander Hollerbach, Karen I. Horn, Wendula Gräfin v. Klinckowstroem, Heinz Lampert, Wernhard Möschel, Werner Mussler, Ursula Nothelle-Wildfeuer, Walter Oswalt, Helge Peukert, Alfred Schüller, Joachim Starbatty, Viktor Vanberg, Reinhold Veit, Christian Watrin, Hans Willgerodt, Michael Wohlgemuth


Produktinformation

  • Verlag: Mohr Siebeck
  • 2008
  • Ausstattung/Bilder: 2008. X, 780 S.
  • Untersuchungen zur Ordnungstheorie und Ordnungspolitik Bd.50
  • Deutsch
  • Abmessung: 236mm x 159mm x 46mm
  • Gewicht: 1150g
  • ISBN-13: 9783161482977
  • ISBN-10: 3161482972
  • Best.Nr.: 20798192
Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 18.08.2008

Sauberer Wettbewerb gegen die Macht der Sünde
Ordnung und Freiheit bedingen einander: Ein Lesebuch versammelt Grundtexte der „Freiburger Schule”
Jeder interessierte Laie soll diese 28 Texte lesen, der Experte nicht minder, vor allem aber die Politik. Mit diesen Aufsätzen, entstanden von 1936 bis 2001, soll nämlich die Einsicht wachsen, dass nur die „notwendige Rückkehr zu den Grundideen der Freiburger Tradition” die gegenwärtige Wirtschafts- und Sozialpolitik kurieren könnte. So schreiben und fordern es die Herausgeber. Mehr Neoliberalismus im ursprünglichen Sinne, mehr Freiburg und weniger Brüssel lautet die Losung. Doch wäre sie auch die Lösung?
Der Gestaltungswille einer nachwachsenden Generation – die Herausgeber wurden 1970 und 1965 geboren – führt ins Herz der zu revitalisierenden Tradition. Die Gründungsurkunde der „Freiburger Schule” um Walter Eucken und Franz Böhm datiert von 1936. Sie heißt „Unsere Aufgabe” und bildet hier die Ouvertüre. Eucken, Böhm und der Dritte im Bunde, Hans Großmann-Doerth, erregen sich in unverwelkter Frische über ihren Verlust an Einfluss. Weder Rechtswissenschaft noch Ökonomie würden mehr …

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Perlentaucher-Notiz zur Sueddeutsche Zeitung-Rezension

Alexander Kissler schöpft neue Hoffnung, dass Markt und Wettbewerb wieder gesellschaftlichen Zwecken dienen könnten. Wenn dieser Quellenband dem Rezensenten auch nicht verrät, wie das en detail geschehen soll, so hat er ihm doch die fortdauernde Gültigkeit der von Walter Eucken und Franz Böhm gelegten Freiburger Traditionslinie vergegenwärtigt. Mehr Freiburg, weniger Brüssel also? Kissler sieht die Autoren in "unverwelkter Frische" den Einfluss von Juristerei und Ökonomie auf politische Entwicklungen beklagen. Einen Neoliberalismus Freiburger Prägung scheint er, darin den Herausgebern folgend, durchaus für bedenkenswert zu halten.

© Perlentaucher Medien GmbH

Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 17.08.2009

Denken in Ordnungen
Ein Sammelband stellt die Vertreter der Freiburger Schule vor

Im Chaos der Finanz- und Weltwirtschaftskrise wächst das Bedürfnis nach geistigem Halt und Orientierung. Welche Reformen sind geeignet, welches staatlichen Ordnungsrahmens bedarf es für die Wirtschaft, um einer Wiederholung einer solchen Katastrophe vorzubeugen? Ifo-Präsident Hans-Werner Sinn hat es auf den Punkt gebracht: Wir müssen Eucken - eine Chiffre für den Ordoliberalismus - nach Amerika exportieren, um dort ein Umdenken zu bewirken. Doch wissen wir selbst noch, wer Walter Eucken war, was die Freiburger Schule lehrte und was "Denken in Ordnungen" bedeutet?

Der vorliegende Band vereint grundlegende Texte aus sieben Jahrzehnten von 26 Wissenschaftlern aus der Freiburger Schule sowie Vertretern verwandter Denkansätze. Die Texte werden von ausgewiesenen Fachleuten klug kommentiert und eingeordnet, die Autoren treffend porträtiert: Angefangen von Eucken und Franz Böhm über Ludwig Erhard, Wilhelm Röpke und Alexander Rüstow - sowie auch Erich Welter, den Gründungsherausgeber dieser Zeitung - bis hin zu Friedrich August von Hayek, der in den siebziger …

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Prof. Dr. Nils Goldschmidt lehrt an der HS München und ist Affiliated Fellow am Walter Eucken Institut.