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Die Weimarer Republik
Demokratie zwischen Lenin und Hitler
- Einband: Gebunden
- Gebundenes Buch
Produktinformation
- Verlag: Herbig
- 2006
- Ausstattung/Bilder: 2006. 427 S.
- Seitenzahl: 427
- Deutsch
- Abmessung: 230mm x 164mm x 42mm
- Gewicht: 715g
- ISBN-13: 9783776624915
- ISBN-10: 3776624914
- Best.Nr.: 20833630
Produktbeschreibung zu "Die Weimarer Republik"
Beschreibung
04.10.2006
Hitler als Globalisierungsgegner
Ernst Nolte spürt in der Weimarer Republik welthistorischen
Tendenzen und aktuellen Bezügen nach / Von Wolfram Pyta
Das Buch folgt dem interpretatorischen Grundmuster, das sämtliche
Werke Ernst Noltes bestimmt: daß die europäische Geschichte seit
der russischen Oktoberrevolution 1917 von der fundamentalen
Auseinandersetzung zwischen dem Kommunismus bolschewistischer
Prägung und seiner extremen Gegenbewegung auf der politischen
Rechten beherrscht worden sei. Nolte überträgt diese These ohne
Abstriche auf die deutsche Geschichte zwischen 1918 und 1933 und
gelangt so zu dem vorhersehbaren Resultat, daß die Weimarer
Republik sich aus dem Würgegriff von Kommunismus und dessen
schärfstem Widersacher, dem Nationalsozialismus, nicht habe
befreien können. Ohne in einen historischen Determinismus zu
verfallen und die Republik von Weimar als politische Totgeburt
abqualifizieren zu wollen, schimmert bei Nolte dennoch die
Grundansicht durch, daß das von ihm als "Musterbild einer
liberal-demokratischen Verfassung" bezeichnete politische
System aus strukturellen Gründen dem Ansturm der sich gegenseitig
hochschaukelnden …
04.10.2006
Kritisch geht Rezensent Wolfram Pyta mit Ernst Noltes Geschichte
der Weimarer Republik ins Gericht. Er sieht den umstrittenen
Historiker in seinen bekannten universalhistorischen
Deutungsmustern befangen. Nolte interpretiere die Geschichte der
Weimarer Republik als Beziehungsgeschichte zwischen Kommunismus und
Nationalsozialismus, aus deren Würgegriff sich die ungefestigte
Demokratie nicht befreien konnte. Die Argumentation Noltes hält
Pyta in vieler Hinsicht für fragwürdig. So überzeichnet Nolte
seines Erachtens die Bedeutung der Oktoberrevolution stark, während
er den Nationalsozialismus im Gegenzug auf seine antikommunistische
Stoßrichtung reduziert. Generell wirft Pyta dem Historiker vor, bei
seinen Argumentation die lebensweltlichen Realitäten der Zeit zu
vernachlässigen sowie die neuere Forschung zum Thema zu
ignorieren.
© Perlentaucher Medien GmbH
Autorenporträt zu "Ernst Nolte"
Ernst Nolte, Jahrgang 1923, Studium bei Martin Heidegger, 1952 Promotion, 1964 Habilitation, 1965-1973 Professor für Neuere Geschichte in Marburg, 1973-1991 am Friedrich-Meinecke-Institut der FU Berlin, Gastprofessuren und Forschungsaufenthalte u. a. an der Yale University, in Wassenaar, Cambridge und Jerusalem.
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