Rechenstörungen bei Kindern - Aster, Michael von / Lorenz, Jens Holger (Hgg.)

Michael von Aster / Jens Holger Lorenz (Hgg.) 

Rechenstörungen bei Kindern

Neurowissenschaft, Psychologie, Pädagogik

Hrsg. v. Michael von Aster u. Jens H. Lorenz
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Produktbeschreibung zu Rechenstörungen bei Kindern

Rechenstörungen bei Kindern sind für Eltern und Lehrer oft rätselhaft. Die Kinder können einfache arithmetische Konzepte nicht verstehen und ihre Unfähigkeit, leichte Aufgaben zu lösen, steht oft in krassem Gegensatz zu einer ansonsten guten Auffassungsgabe und positiven Leistungen in anderen Schulfächern. Rechenschwäche hat viele Gesichter, immer jedoch droht sie das zukünftige Leben der Kinder und Jugendlichen in vielen sozialen Bereichen zu beeinträchtigen - wenn nicht bereits im Grundschulalter die Risikokinder spezifisch gefördert werden.

Dieser Band zeigt, wie Rechenschwäche bereits frühzeitig diagnostiziert und behandelt werden kann. Die kognitiv-neurowissenschaftlichen Erkenntnisse geben Einblick, wie beim Rechnen das Gehirn funktioniert und wie es Zahlen weiterverarbeitet. Die Befunde beleuchten, wie Menschen Zahlen "denken". Bereits bei Säuglingen sind Fähigkeiten mathematischen Denkens vorhanden, die sich durch das kulturelle Umfeld und insbesondere die Schule entwickeln, aber auch gestört werden können. Ein großer Raum wird der Förderung gewidmet, die auf die Behebung der lernhemmenden Ursachen abzielt.

Produktinformation


  • Verlag: Vandenhoeck & Ruprecht
  • 2012
  • Neuaufl.
  • Ausstattung/Bilder: Neuaufl. 2012. 238 S. m. 78 Abb.
  • Seitenzahl: 238
  • Deutsch
  • Abmessung: 223mm x 147mm x 22mm
  • Gewicht: 362g
  • ISBN-13: 9783525462485
  • ISBN-10: 3525462484
  • Best.Nr.: 14840568
Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 04.09.2006

Zurück in alte Rätsel
Hirnforscher fragen, wie das geht: Rechnenkönnen und Träumen

Rechenstörungen und Träume gehören zu jenen Phänomenen, für die es keine eindeutigen wissenschaftlichen Zuständigkeiten gibt. Können neurowissenschaftliche Ansätze helfen, die ungelösten Denksportaufgaben zu lösen?

Grundlagenforscher lieben die Metapher der alles umstürzenden Wende. So kann man derzeit vielfach lesen, moderne bildgebende Verfahren hätten in den letzten Jahren die empirische Forschung am Gehirn "revolutioniert". Elektrophysiologische Echtzeit-Messung von Nervenpotentialen (EEG, MEG) und magnetfeldgestützte Ortung des Energieverbrauchs lokaler Zellverbände (PET, fMRI) bieten neuartige "Bilder" - oder vorsichtiger: Sie visualisieren auf elektrophysiologischer oder biochemischer Basis Strukturen im arbeitenden Gehirn. Schnell proklamierten Revolutionen können mühsame Zeiten folgen. Allmählich erst tut die Neuroforschung Schritte in die mit anderen, etablierten Wissensgebieten tatsächlich wettbewerbsfähige Forschung hinein. Gesucht ist Praxisrelevanz. Wie bewährt sich funktionelle Bildgebung jenseits abstrakter Hypothesen? Was …

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Perlentaucher-Notiz zur F.A.Z.-Rezension

Die Problematik ist wichtig, doch das Buch wird ihr nicht ganz gerecht. So beurteilt Petra Gehring den Sammelband zum Thema "Rechenstörungen bei Kindern". Was die Herausgeber Aster und Lorenz an Beiträgen aus den Gebieten der kognitiven Neurologie, der Pädagogik und der Psychologie zusammengetragen haben, macht die Rezensentin nicht viel schlauer. Dass Rechnen ein komplexer Vorgang ist, der keinen fixierbaren Ort im Gehirn hat, sondern eher in plastisch entwickelten, "erlernten" Modulen stattfindet, hat sie die Lektüre zwar gelehrt. Die Schwierigkeit aber, zwischen Pädagogik und einer bildgebenden Neuromedizin zu vermitteln, die ihr ein Beitrag begreiflich macht, bleibt bestehen und spiegelt sich in den "latenten Widersprüchen" des Bandes selbst. So bekomme Gehring die "Plastizitätshypothese" und das Kriterium der "Störung" einfach nicht zusammen. Am meisten jedoch vermisst sie die Reflexion über diese Unauflösbarkeiten.

© Perlentaucher Medien GmbH
Priv.-Doz. Dr. med. Michael von Aster, Diplom-Pädagoge, ist Chefarzt der Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie und Psychotherapie, St. Joseph Krankenhaus, in Berlin und leitet eine Forschungsgruppe am Zentrum für Neurowissenschaften der Universität und ETH Zürich.

Inhaltsangabe

Teil 1: Die kognitiv-neurowissenschaftliche und medizinische Perspektive
Wie kommen die Zahlen in den Kopf: ein neurowissenschaftliches Modell der Entwicklung zahlenverarbeitender Hirnfunktionen
Neuropsychologie kognitiver Zahlenrepräsentationen
Dem Gehirn beim Rechnen zuschauen. Ergebnisse der funktionellen Bildgebung
Diagnostik und Klinik der Rechenstörungen
Die Schwierigkeit des Dazu-Denkens

Teil 2: Die psychologisch-pädagogische Perspektive
Kognitive Entwicklungspsychologie des mathematischen Denkens
Früherkennung und Frühförderung von Risikokindern
Grundlagen der Förderung und Therapie - Wege und Irrwege
Was hilft Kindern beim Rechnenlernen?
Anschaulich rechnen - im Kopf - halbschriftlich - schriftlich

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