To Axion Esti\Gepriesen Sei - Elytis, Odysseas

Odysseas Elytis 

To Axion Esti\Gepriesen Sei

Zweisprachige Ausgabe. Griech.-Dtsch.

Aus d. Griech. übers., Nachw., neu durchges. u. bearb. v. Günter Dietz
Buch mit Leinen-Einband
 
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To Axion Esti\Gepriesen Sei

Am 19. März 1996 starb Elytis, der Literaturnobelpreisträger des Jahres 1979. 'To Axion Esti' ist sein Hauptwerk, das Mikis Theodorakis vertonte und das er die "Bibel Griechenlands" nannte. Er ist mehr als das: ein Menschheitsbuch. Die griechische Dichtung der Antike, die Psalmen der Bibel, die orthodoxe Liturgie, die Volksdichtung des Balkans, die symbolistische und surrealistische Moderne Westeuropas - dies sind die Quellen, aus denen sich Sprachkunst von 'To Axion Esti' speist. Eine Kunst des hohen dichterischen Pathos, wie es innerhalb Europas so wohl nur noch in Griechenland möglich ist.


Produktinformation

  • Verlag: Elfenbein
  • 2005
  • 3. Aufl.
  • Ausstattung/Bilder: 205 S.
  • Seitenzahl: 205
  • Deutsch
  • Abmessung: 242mm x 165mm x 25mm
  • Gewicht: 505g
  • ISBN-13: 9783932245367
  • ISBN-10: 3932245369
  • Best.Nr.: 09892584
Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 09.10.2001

Der Listenreiche
Odysseas Elytis' großes Spätwerk / Von Harald Hartung

Sich einen Namen machen - diese oft gedankenlos gebrauchte Redewendung hat bei dem großen Lyriker Odysseas Elytis (1911 bis 1996) einen schönen Doppelsinn. Seine Eltern, die aus Lesbos stammten, hatten ihm einen Vornamen gegeben, an dem der Dichter nur wenig zu ändern fand: Odyssefs. Der junge Herr Alepoudelis, wie er von Haus aus hieß, debütierte nach einem abgebrochenen Jurastudium als Maler und Dichter. Die Poesie sollte siegen, zumal er nach Erprobung verschiedener Pseudonyme ein besonders sprechendes fand. Seit 1935 signierte Odyssefs Alepoudelis als Odysseas Elytis.

Vom alten Familiennamen Alepoudelis behielt er das Suffix; wobei "eli" ("ely") auf "lyo" (lösen, auflösen) verweist. Elytis, der "Löser" - kein schlechtes Omen für Dichter-Beruf und -Berufung. Mehr noch. Die Anfangsbuchstaben des neuen Namens brachten gewichtige Assoziationen ins Spiel: Griechenland, Hoffnung, Freiheit und Helena (El-las, El-pis, El-ephtheria, El-eni). Wo soviel Sinn konzentriert scheint, haben die Liebhaber des Dichters in "Elytis" weitere Anklänge gefunden. Nämlich an El-uard, …

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Perlentaucher-Notiz zur F.A.Z.-Rezension

Odysseas Elytis erhielt 1979 den Literaturnobelpreis - und machte mit seinem Spätwerk nach Meinung des Rezensenten Harald Hartung die bemerkenswerte Ausnahme von der von T.S. Eliot formulierten Regel, dass "der Nobelpreis die Eintrittskarte zum eigenen Begräbnis" ist. Harald Hartung bespricht die beiden Zyklen aus den letzten Lebensjahren des Dichters. Die Wiederlektüre des Gedichtbandes "To Axion Esti / Gepriesen sei", so Hartung, zeigt dass "die Bibel der griechischen Nation" (Mikis Theodorakis) "immer noch zu beeindrucken vermag". In deutscher Sprache ist das Werk nun überarbeitet und, wie der Rezensent betont, "vorzüglich kommentiert" wieder veröffentlicht worden. Gewisse Schwächen im Großen, nämlich die etwas zu stark durchorganisierte Struktur, die auf strenger Zahlensymbolik fußt, sieht Hartung durch die noch immer vorhandene Kraft "vieler lyrischer Details" aufgewogen. Einen großen Gegensatz zum Grundzug der modernen Lyrik erkennt der Rezensent darin, dass Elytis "ein Dichter der Liebe und der Hoffnung" ist, der an das Vorhandensein "einer letztlich heilen Welt" glaubte.

© Perlentaucher Medien GmbH
Odysseas Elytis, eigentlich Odysseas Alepoudhelis, wurde am 2. November 1911 in Iraklion auf Kreta geboren. Wenig später zog die Familie nach Athen, wo er Jura studierte. 1940 erschien sein erster Gedichtband. Im Winter des gleichen Jahres nahm Odysseas Elytis am Albanienkrieg teil. 1945 wurde er zum ersten Mal Programmdirektor des staatlichen Rundfunks. Ab 1948 unternahm er zahlreiche Reisen durch ganz Europa. Während der griechischen Militärjunta von 1967 bis 1974 hielt er sich überwiegend in Paris auf. 1979 wurde er mit dem Nobelpreis für Literatur ausgezeichnet. Odysseas Elytis starb am 18. März 1996 in Athen.

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