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Thomas Metzinger 

Der Ego-Tunnel (eBook)

Der Ego-Tunnel (eBook) - Metzinger, Thomas

Eine neue Philosophie des Selbst: Von der Hirnforschung zur Bewusstseinsethik

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Produktinformation
  • ISBN-10: 3827070376
  • Best.Nr.: 28189977

Produktbeschreibung zu "Der Ego-Tunnel (eBook)"

Beschreibung

Thomas Metzinger, geboren 1958, lehrt Theoretische Philosophie an der Universität Mainz, leitet dort den Arbeitsbereich Neuroethik und gilt weltweit als einer der profiliertesten Philosophen des Geistes. Er war von 2005 bis 2007 Präsident der Gesellschaft für Kognitionswissenschaft, wird ab Herbst 2009 Präsident der Association for the Scientific Study of Consciousness sein und ist bis Sommer 2009 Fellow am Wissenschaftskolleg zu Berlin. Er schreibt regelmäßig Beiträge für Magazine (u. a. Zeit Wissen, Gehirn & Geist) und Zeitungen. Die Erkenntnisse der Hirn- und Bewusstseinsforschung zeigen für Thomas Metzinger, dass unser „Selbst“ ein Konstrukt unseres Gehirns ist. Was bedeutet das für unser Menschenbild? Brauchen wir neben der Neuroethik eine Bewusstseinsethik? Wir stellen uns unser „Selbst“ als etwas Eigenständiges vor, als einen Kern, der wir im Innersten sind. In seinem Buch Der Ego-Tunnel zeigt der Philosoph und Bewusstseinsforscher Thomas Metzinger dagegen: Dieses „Selbst“ existiert gar nicht. Das bewusst erlebte Ich wird lediglich von unserem Gehirn erzeugt, und was wir wahrnehmen, ist nichts als „ein virtuelles Selbst in einer virtuellen Realität“. Zum Beleg liefert Metzinger eine Vielzahl von Beobachtungen aus den Neuro- und Kognitionswissenschaften. So haben manche Menschen, denen von Geburt an ein Arm oder Bein fehlt, oft dennoch die Empfindung, diese Gliedmaßen tatsächlich zu besitzen. Oder es ist – mit Hilfe moderner Technik – sogar möglich, das elementare Ichgefühl in ein computergeneriertes dreidimensionales Bild des eigenen Körpers im Cyberspace hineinzuversetzen. Wenn es stimmt, dass unser erlebtes Ichgefühl eine Schöpfung unserer Hirnfunktionen ist und dass sich unsere subjektive Wirklichkeit bald immer genauer manipulieren lässt, dann wirft dies drängende Fragen auf: Gibt es überhaupt so etwas wie eine Seele und einen freien Willen? Werden auch Roboter bald Selbstbewusstsein besitzen? Thomas Metzinger führt den Leser in die moderne Bewusstseinsforschung ein und macht ihn mit den für die Diskussionen der Zukunft wichtigen Fragen vertraut. In einer Zeit, in der Hirnforschung, Kognitionswissenschaften und Neuroethik so kontrovers diskutiert werden wie einst die Evolutionstheorie, eröffnet Der Ego-Tunnel einen ebenso faszinierenden wie fundierten Zugang zur geheimnisvollen Welt des menschlichen Geistes.

14.10.2009

Im Ego-Tunnel sind die Lichter an

Was sich in unseren Köpfen abspielt, wird Zug um Zug immer besser bekannt: Der Philosoph Thomas Metzinger nimmt die Einsichten von Hirnforschern und Psychologen zum Ausgangspunkt für eine neue Philosophie des Selbst.

Von Helmut Mayer

Sie lesen gerade die Besprechung eines Buchs, in dem es um eine neurowissenschaftlich informierte Theorie des Bewusstseins geht. Sind Sie sich Ihrer Lektüre bewusst? Eine merkwürdige Frage, werden Sie vielleicht sagen. In gewissem Sinn, natürlich. Schließlich schlafen Sie nicht, und wir wollen annehmen, dass Ihnen im Moment auch nicht jene Form des automatisch fortlaufenden Lesens unterläuft, derer man erst gewahr wird, wenn man aus seiner Unaufmerksamkeit erwacht und bemerkt, den Sinn der gelesenen Sätze gar nicht erfasst zu haben.

Andererseits verfällt man nicht gleich darauf, die Bewusstheit einer solchen Tätigkeit eigens hervorzuheben. Es sei denn, es gilt besondere Umstände zu unterstreichen. Beim Steuern eines Autos auf einer vertrauten Strecke etwa werden die meisten Ihrer damit verknüpften Handlungen ziemlich automatisch ablaufen, ohne Ihrer besonderen …

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Kundenbewertungen zu "Der Ego-Tunnel (eBook)" von "Thomas Metzinger"

Durchschnittliche Kundenbewertung (aus 1 Bewertung):
*****
sehr gut
Bewertung von A. Kleißner aus Heilbronn am 20.12.2009
*****
sehr gut
Das Buch von Thomas Metzinger ist (leider) erst jetzt auf Deutsch erschienen. Thomas Metzinger war mir als Autor bisher nicht bekannt, ich bin allerdings von seinem Werk positiv überrascht.
Er erklärt das Thema "Ich", "Ego-Tunnel" und "PSM (phänomenales Selbstmodell)" sehr gut, allerdings musste ich auch einige Passagen zwei Mal lesen, weil mir einige Begriffe noch nicht ganz klar waren. Es ist unglaublich spannend und manchmal auch schon nahezu erschreckend zu lesen, wie schnell die Hirnforschung beachtliche Fortschritte machen, die nun auch so ausarten können, dass irgendjemand sie in entfernter Zeit missbrauchen kann.
Ich interessiere mich sehr für die Bewusstseinsforschung und lese auch sehr gerne Bücher über Ethik und Philosophie, wo dann natürlich der biologische bzw. der medizinische Aspekt fehlt, aber das Buch von Thomas Metzinger verbindet beides miteinander. Das hat mir sehr gut gefallen.
Doch trotzdem muss ich ein Stern abziehen, weil er sich an manchen Stellen ein wenig "verrannt" hat, er hat sich also desöfteren wiederholt und manchmal hat man dann den Anschluss zu dem darauf folgenden Thema nicht mehr gefunden.
Abschließend kann ich aber nur sagen, dass mir das Buch sehr gefallen hat!
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Perlentaucher-Notiz zur NZZ-Rezension

16.01.2010

Wenig freundlich äußert sich Rezensent Uwe Justus Wenzel über Thomas Metzingers "neue Philosophie des Selbst". Keinen Hehl macht er aus seiner Skepsis gegenüber dem harten neuropsychologischen Naturalismus des Autors. Metzinger hält das "Ich", das "Selbst" für eine Illusion. Das ist eine These, der Wenzel nicht folgen mag, ob sie nun von Philosophen oder von Neurowissenschaftlern vorgetragen wird. Eingehend setzt er sich mit den Widrigkeiten einer naturalistischen Theorie des Geistes, wie sie Metzinger vertritt, auseinander und legt dar, dass eine solche Theorie ihrerseits unbeweisbar ist. Und auch das Plädoyer des Autors für Spiritualität, die das "Vakuum" des Menschen ohne Selbst wieder füllen könnte, überzeugt ihn nicht wirklich: Sie erinnert ihn "ein wenig an jene Sentimentalität, die sich gerne mit Brutalität paart".

© Perlentaucher Medien GmbH

Rezensionen und Kritik

"Dieses Buch zu lesen ist ein bereicherndes Erlebnis." (DIE ZEIT)

Rezensionen und Kritik

"Dieses Buch zu lesen ist ein bereicherndes Erlebnis." DIE ZEIT "Ein kluges und gewichtiges Buch. Was der Leser hier erfährt, kann ihm helfen, sich selbst und die Welt besser zu verstehen." Süddeutsche Zeitung "Der Philosoph und Bewusstseinsforscher Thomas Metzinger stellt mit seinem neuen Buch unser Verständnis von Realität in Frage." 3sat Kulturzeit "Ein aufregendes Werk und anspruchsvollste Populärwissenschaft." Deutschlandradio

Autorenporträt zu "Thomas Metzinger"

Thomas Metzinger, geboren 1958, lehrt Theoretische Philosophie an der Universität Mainz, leitet dort den Arbeitsbereich Neuroethik und gilt weltweit als einer der profiliertesten Philosophen des Geistes. Er war von 2005 bis 2007 Präsident der Gesellschaft für Kognitionswissenschaft, wird ab Herbst 2009 Präsident der Association for the Scientific Study of Consciousness sein und ist bis Sommer 2009 Fellow am Wissenschaftskolleg zu Berlin. Er schreibt regelmäßig Beiträge für Magazine (u. a. Zeit Wissen, Gehirn & Geist) und Zeitungen. Dies ist sein erstes Buch für ein breites Publikum.

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