Das Äthiopische Hochland ist wunderschön. Die Berge sind bis zu den
Gipfeln mit fruchtbarem Grün besetzt. Auf den Hochlandweiden wächst
saftiges Gras und allerlei Wurzelwerk und Knollen. Sie sind begehrt
bei den einzigartigen Tieren, die in dieser Region leben. Die
Blutbrustpaviane trotzen den wilden Stürmen und dem feuchten Nebel.
Sie haben sich mit ihrem zotteligen Fell bestens angepaßt. In den
Tälern hingegen ist es schwül und heiß. Hier leben noch richtig
wilde Volksstämme wie die Mursi. Der größte Stolz einer Mursifrau
ist der große Lippenteller. Aber auch die Ohren werden mit diesem
Schmuck geziert. Sie leben wie alle afrikanischen Naturvölker von
den wenigen Kühen und dem, was die Natur für sie bereithält. Am
Flußdelta des Jadesees sind Honigsammler unterwegs. Das Flußdelta
ist ausgetrocknet. Doch die Fraucn wissen geanu wo noch Wasser
under dem Sand zu finden ist. Eine vielfältige Tierwelt lebt im
Buschland des Flußdeltas. Ein Film über das tatsächliche Afrika,
welches in Zeiten der Globalisierung zu verschwinden droht.
Addis Abeba, die Hauptstadt mit quirligen Leben. Von hier aus geht
die Reise ins Hochland Äthiopiens mit seiner markanten Bergwelt und
versteckten Felsenkirchen. Die Spuren alttestamentarischer
Geschichte finden sich in der Kaiserstadt Axum, wo ein Mönch die
heilige Bundeslade sein Leben lang bewacht. Die Königin von Saba
baute hier ihren sagenumwobenen Palast. Die Herrscher des
Mittelalters ließen unterirdische Kirchen in den roten Tuffstein
schlagen: die Felsenkirchen von Lalibela zählen heute zum
Weltkulturerbe. In den Savannen des afrikanischen Grabenbruchs ging
die berühmte Lucy einst auf Nahrungssuche. Die Wasser des Blauen
Nils stürzen schäumend in die Tiefe. Die Reise geht weiter zum
Tana-See, dem größten Wasserreservoir des Landes und nach Harar,
der orientalisch anmutenden alten Pilgerstad