Diese zehnteilige BBC Dokumentation vermittelt alles Wissens- und
Sehenswerte über eine der erfolgreichsten Spezies auf unserer
Erde.David Attenborough ist einer der beliebtesten und
angesehensten Repräsentanten naturwissenschaftlicher Sendungen. Die
Lebensweise von Vögeln war das Hauptaugenmerk von David
Attenborough, als er rund um den Globus reiste, von der Arktis bis
zur Antarktis. Seine mehrteilige Dokumentation ist ein eine der
ganz besonderen Art, für das fast 300 Vogelarten gefilmt wurden.
FOLGE 1: Fliegen oder nicht fliegenIn dieser Folge dreht sich alles
um das Gefieder, das Federkleid der Vögel. Es ist ein Meisterwerk
des Designs und der Technik in der Natur.Federn sind der Schlüssel
zur erfolgreichen Beherrschung der Lüfte. Ohne sie wären die
akrobatischen Flugkünste der Vögel nicht möglich. Doch einige unter
ihnen haben den Himmel als Lebensraum preisgegeben und sich
erfolgreich als Erdbewohner behauptet, an Land oder zu Wasser.
FOLGE 2: Die Meister der LüfteFür die meisten Vögel ist der
schwierigste Teil des Fluges der Start, wenn sie sich in die Lüfte
erheben. Auch die Landung erfolgt auf die unterschiedlichste Art.
In der Luft aber sind sie wahre Flugkünstler.Wie aber können sich
Vögel der Schwerkraft entziehen, die andere Lebewesen so fest am
Boden hält? Dieser Frage geht Folge 2 nach.Mit raffiniertem
Technikeinsatz - beispielsweise das Auflösen der Bewegungen in
Superzeitlupe - gelingt es, die einzigartige Flugkunst der Vögel
sichtbar zu machen. Der Autor hebt auch selbst ab. In einem
Segelflugzeug erfährt er am eigenen Leibe die Kräfte der Thermik.
FOLGE 3: Der unersättliche AppetitVögel brauchen jede Menge
Nahrung. Sie liefert den Treibstoff zum Fliegen. Beim
Nahrungserwerb erfüllen die zahnlosen Vogelschnäbel viele
Funktionen.Die Evolution hat sie in sehr produktive Instrumente
verwandelt. In Größe und Form haben sich die Vogelschnäbel ihren
Aufgaben angepasst. So kommen Eichelhäher mühelos mit einer Eichel
zurecht, indem sie den Schnabel wie eine Spitzhacke einsetzen.
Stieglitze verwenden ihn sogar wie eine Pinzette.Am erstaunlichsten
sind jedoch jene Vogelarten, die Werkzeuge als Hilfsmittel zur
Nahrungssuche benutzen. Galapagosfinken holen mit Hilfe eines
Kakteenstachels Maden aus dem Baumholz. Und bestimmte Krähenarten
tragen ihr Lieblingsstöckchen immer bei sich, um mit ihm dicke, im
Holz verborgene Larven zu erbeuten. FOLGE 4: Die FleischfresserIn
Neuseeland leben Papageien, die nicht nur Früchte und Samen
fressen. Sie haben es auch auf Fleisch abgesehen - und wenn nötig,
graben sie danach. Bartkäuze hören Geräusche von Lemmingen selbst
unter einer 50 cm dicken Schneedecke.Neueste wissenschaftliche
Erkenntnisse zeigen, dass Turmfalken Farben sehen, die für das
menschliche Auge unsichtbar sind. Diese Fähigkeit kommt ihnen bei
der Mausjagd auf erstaunliche Weise zugute...Diese und viele andere
fleischfressende Vögel stellt David Attenborough in dieser Folge
vor. Weltweit beobachtet er sie bei ihrer Nahrungssuche. FOLGE 5:
Die FischfresserDer größte Teil der Erdoberfläche ist von Wasser
bedeckt. So haben sich manche Vögel in ihrer Entwicklung schön früh
auf die maritime Futtersuche spezialisiert.Eigentlich vertragen
sich Federn und Nässe nicht, denn ein vollgesogenes Gefieder
erschwert das Fliegen oder macht es sogar unmöglich. Aber Vögel
sind trotzdem wahre Meister im Fischfang geworden. Sie angeln,
harpunieren, tauchen, schöpfen ab oder seihen das Wasser durch.
Manche - wie Pinguine - schwimmen sogar ganz unter Wasser. Und
David Attenborough zeigt wie manche Seevögel ihre
Unterwassernahrung sogar riechen können. FOLGE 6: Signale und
GesängeDie Nachtigall ist eine leidenschaftliche Sängerin. Fast 300
verführerische Liebesweisen stehen auf ihrem Repertoire. Aber nicht
aus purer Lust schmettern Vögel ihre Lieder: Gesang, ebenso ihr
farbiges Federkleid sind Mittel, um sich miteinander zu
verständigen oder - genau das Gegenteil - von der Bildfläche
verschwinden zu können.Vögel werben, warnen, verjagen, beeindrucken
und informieren sich über Gesang und andere Signale. Die Laute, mit
denen sie kommunizieren, werden auf sehr unterschiedliche Weise
erzeugt. Und David Attenborough schafft es, sich mit einem der
größten Spechte der Welt zu verständigen. FOLGE 7: PartnerwahlAuch
im Vogelreich ist es schwierig, einen Partner zu finden.
Vogelmännchen müssen sich schon etwas einfallen lassen, um auf
diesem stark umkämpften Markt, als Sieger hervorzugehen.Um ihre
Vorzüge zur Schau zu stellen, strengen sie sich enorm an. Die einen
verteilen Bestechungsgeschenke, andere jubilieren und schmettern,
was das Zeug hält. Da wird wild gekämpft, getanzt und gehüpft, das
Gefieder gespreizt und mit leuchtenden Farben gelockt.Bei den
Blaubrustpiepraß pfeift sich der Anführer Verbündete heran und
gemeinsam legen sie eine artistische Nummer hin, die jedem Zirkus
Ehre macht. Aber nur der Anführer wird den Lohn einheimsen. Der
Auerhahn walzt dagegen alles nieder, was sich ihm auf seinem
Balzplatz entgegenstellt - selbst David Attenborough wird
umgerannt... FOLGE 8: Das anspruchsvolle EiManche Vögel schaffen
es, jahrelang in der Luft zu bleiben, sich ihre Nahrung im Fluge zu
holen. Aber eines können sie nur an Land erledigen - das
Eierlegen.Wie entsteht ein Ei im Körper des Vogelweibchens? Wie
entstehen die Flecken und Farben auf den Eiern? Was müssen Vögel
alles tun, damit aus dem Ei ihre Nachkommen schlüpfen? - Darüber
berichtet dieser Teil der Serie. FOLGE 9: ElternsorgenIm Vogelreich
gibt es vorbildliche, aufopferungsvolle Eltern, aber auch rechte
Barbaren oder solche, wie die Kuckucke, die schon ihre Eier zur
Adoption freigeben.Nach der Brut beginnt für die Vögel die Arbeit
erst richtig. Wochen-, oft monatelang müssen sie ihre Küken
umsorgen und viele Strapazen in Kauf nehmen. So verschaffen Störche
in der Mittagshitze ihrem Nachwuchs Kühlung, indem sie aus ihren
Hälsen Wasser über die Jungen regnen lassen. Wer dann zu nah steht,
bekommt gleich eine Dusche ab. FOLGE 10: GrenzgängerAuf unserem
Globus gibt es kaum einen Flecken Erde, den Vögel nicht für sich
erobert haben. Durch stetes Anpassen konnten sie ihr Überleben in
Gebieten sichern, die sich durch Klimaschwankungen,
Naturkatastrophen und die Ausbreitung des Menschen ständig
veränderten. So müssen in der arabischen Wüste Reiherläufer
Temperaturen von über 40 Grad ertragen.Viele Vogelarten sind durch
Menschen ausgerottet worden, andere wiederum schafften es, aus dem
Zusammenleben Nutzen zu ziehen. In Brasiliens Betonstadt Sao Paulo
nisten Rabengeier auf und an Hochhäusern, Krähen in Japan nutzen
gut befahrene Verkehrsstraßen, um sich mit Nahrung zu versorgen.
David Attenborough, in Leicester geboren, kam 1952 zur BBC. Er widmete sich ab 1973 ganz seinen berühmten Tierfilmen, für die er weltweit mehrfach preisgekrönt wurde. "Das geheime Leben der Vögel" ist seine erste ausführliche Dokumentation einer einzigen Tiergruppe und zugleich eine aufwendige und umfassende im Fernsehen ausgestrahlte Naturgeschichte der Vögel. Sir David ist Vizepräsident der Royal Society for the Protection of Birds, Kurator des British Museum, Ehrenmitglied des Clare College und Mitglied der Royal Society. Auf dt. erschienen: "Lebensräume der Natur" (1989), "Spiele des Lebens" (1991), "Die Erde lebt" (Video, 1990), "Das geheime Leben der Pflanzen" (1995).