Es ist eine Art Familientreffen, zum dem Dirigent Kent Nagano mit
seinem Berliner Symphonie-Orchester und seiner Frau, der Pianistin
Mari Kodama auf ihrer zweiten gemeinsamen Einspielung einlädt.
Kodama ist ausgewiesene Expertin der Musik von Ludwig von Beethoven
- sie spielte bereits alle Sonaten ein und erntete viel Kritik für
die Aufnahme der Klavierkonzerte eins und zwei - und erkundet nun
mit dem Triple-Konzert sowie dem dritten Klavierkonzert weiter den
Kosmos ihres Lieblingskomponisten. Für das fröhliche Triple-Konzert
holte sie sich die Unterstützung von zwei hochkarätigen Solisten:
Mit Kolja Blacher an der Violine und Johannes Moser am Cello
entwickelt sich dieses Werk zu einem intimen Dreiergespräch, dem
Nagano einen vollendeten Rahmen bietet. Nicht zu dominant, aber
immer präsent trällern die Solisten vor allem im dritten Satz,
"Rondo alla pollaca" munter und fast rauschhaft fröhlich.
Dagegen steht das schwärmerische Klavierkonzert in c-Moll, das im
Finale vom Solisten eine extrem hohe Virtuosität verlangt. Mari
Kodama erweist sich als technisch überaus versiert, ihr Spiel
bleibt trotz ihrer Detailverliebtheit agil perlend und äußerst
anmutig - sie unterstreicht mit jeder Note die Ausnahmestellung
dieses Konzerts und damit auch ihre eigene als große
Beethoven-Interpretin. Birgit Schlinger
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Ludwig van Beethoven verbrachte seine Jugend in Bonn und war dort Schüler von Chr.G. Neefe. 1792 siedelte er nach Wien über und war dort kurze Zeit Schüler von Haydn, später von Salieri. Ab 1800 begann Beethovens Gehörleiden, das schließlich zur völligen Taubheit führte. Er komponierte 9 Sinfonien, 5 Klavierkonzerte, 32 Klaviersonaten, Kammermusik u.a.