Schlechte Tochter - Lévy, Justine

Justine Lévy 

Schlechte Tochter

Roman

Übersetzung: Steinitz, Claudia
Broschiertes Buch
 
versandkostenfrei
innerhalb Deutschlands
9 ebmiles sammeln
EUR 8,99
Sofort lieferbar
Alle Preise inkl. MwSt.
Bewerten Empfehlen Merken Auf Lieblingsliste


Andere Kunden interessierten sich auch für

Schlechte Tochter

Louise ist schwanger, eine Überraschung, ein Glück. Doch beinahe gleichzeitig erfährt sie, dass ihre Mutter im Sterben liegt. Die schöne, von allen bewunderte Frau, die man sich hinfällig, hilfsbedürftig kaum vorstellen kann. Die ferne Mutter, die sie als Kind im Stich gelassen hat. Louise möchte ihr gerne nahe sein, für sie sorgen, sich mit ihr zusammen auf das Kind freuen. Und traut sich doch kaum, ihr von der Schwangerschaft zu erzählen. Wird die Mutter sich nicht zurückgesetzt, verraten fühlen? Louise wird sie, als gute Tochter, bis zum Tod begleiten, ihre Launen und Ängste ertragen, den körperlichen Verfall. Und hofft doch noch vieles zu klären aus der verpatzten Kindheit, endlich das Gefühl loszuwerden, nie wirklich wahrgenommen, geliebt worden zu sein. Wie kann man selbst eine gute Mutter werden, wenn die eigene versagt hat? Seine Tochter so lieben, wie man als Kind nie geliebt wurde? Wieso hat man noch als Erwachsene das Gefühl, an allem selbst schuld und als Tochter nie gut genug zu sein? Mit ihrer rückhaltlos offenen Beschreibung einer komplexen Mutter-Tochter-Beziehung ist Justine Lévy ein tief berührender Roman gelungen; mit ihrem ganz eigenen Stil voll tragikomischer Verve hat sie sich als große Schriftstellerin behauptet.


Produktinformation

  • Verlag: Diana
  • 2011
  • Ausstattung/Bilder: 2011. 175 S. 187 mm
  • Seitenzahl: 175
  • Diana-Taschenbücher Nr.35573
  • Deutsch
  • Abmessung: 189mm x 119mm x 23mm
  • Gewicht: 180g
  • ISBN-13: 9783453355736
  • ISBN-10: 3453355733
  • Best.Nr.: 32540235
Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 26.04.2010

Ein Memorial, das lebendig wirkt, weil es wuchert

Justine Lévy, die Tochter des französischen Philosophen Bernard-Henri Lévy, erzählt auf verstörende Weise vom Sterben ihrer ebenfalls berühmten Mutter.

Es ist das Jahrzehnt der Töchterbücher: Ursula Priess schreibt über ihren Vater Max Frisch, Sibylle über ihren Psychoanalytiker-Vater Jacques Lacan. Justine Lévy konnte mit ihrem Vater, dem Philosophen Bernard-Henri Lévy, durchaus mithalten. Doch ihr Blick richtet sich diesmal nicht auf den Vater, sondern auf das Sterben der kaum weniger prominenten Mutter, die als Model auf Titelblättern leuchtete: Isabelle Doutreluigne. Sie starb 2004, als Justine Lévy mit ihrer ersten Tochter schwanger war.

Da hatte sie schon eine Beziehung hinter sich, die wegen Carla Bruni auseinanderbrach, was Lévys zweiten Roman "Nicht so tragisch" inspirierte und die Verkaufszahlen hochschießen ließ. 2003, ein Jahr vor seinem Erscheinen in Deutschland, sorgte das Buch für Medienaufruhr in Frankreich, weil man ihn als Schlüsselroman las. Er erzählt von Louise und ihrer verzweifelten Sucht. Es ist die gleiche Louise, die in Lévys erstem Roman "Rendezvous …

Weiter lesen

Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 17.03.2010

Das kommt in den besten Familien vor
Das dritte Buch einer Lebensbeichte: In „Schlechte Tochter” erzählt Justine Lévy von der Gleichzeitigkeit werdender und vergehender Mutterschaft
Der „roman vecu”, das eigene Schicksal zum Stoff einer Erzählung zu machen, ist ein in Frankreich gebräuchliches Genre. Der 1974 geborenen Justine-Juliette Lévy hat ihr bisheriges Leben schon den Stoff für drei Romane geliefert, die nicht zuletzt dank der Bekanntheit, die deren Figuren im wirklichen Leben haben, sehr erfolgreich waren. Ihr erster Roman „Le Rendez-vous” („Rendezvous mit Alice”), 1995 erschienen, schildert in einem Monolog der Protagonistin das schwierige, von Zuwendung wie Ablehnung gleichermaßen bestimmte Verhältnis, als das die Tochter die Beziehung zu ihrer Mutter erlebt. Bei Alice, der Mutter im Roman, handelt es sich im wahren Leben um Isabelle Doutreluigne, die als Mannequin arbeitete und mit Bernard-Henry Lévy verheiratet war. Lévy gilt als der heute prominenteste Intellektuelle Frankreichs.
Das mag erhellen, weshalb die Tochter, die aus dieser Ehe hervorging, Vornamen erhielt, die auf die beiden Heroinen verweisen, die im Titel der zwei …

Weiter lesen

Perlentaucher-Notiz zur F.A.Z.-Rezension

Anja Hirsch ruft das Jahrzehnt der Töchterbücher aus. Wie Justine Levy in diesem Buch ihre Beziehung zur sterbenden Mutter als selbtsironische, traurige Chronologie des Abschieds und des Werdens (die Erzählerin ist selber schwanger) inszeniert, hat allerdings Hirschs uneingeschränkten Respekt. Befreit von der eigenen Geschichte, die hier zwar verarbeitet wird, doch weitere, über das Intime hinausgehenden Themen, zum Beispiel den Arzt-Patienten-Diskurs, anstößt, sieht Hirsch die Autorin, lobt aber zugleich die eruptive Kraft des Porträts der Mutter, "fast ein Memorial". In dieser Schwebe zwischen der Distanz der Autorin zum Stoff und der Nähe der Erzählerin zum Drama und auch zum Glück der Mutter-Tochter-Beziehung liegt für die Rezensentin offenbar der Reiz des Buches.

© Perlentaucher Medien GmbH

»Ein umwerfendes Buch: Justine Lévy schreibt über das Mutterwerden, während ihre eigene Mutter im Sterben liegt und überzeugt als Autorin.« (Elle)

Seit Wochen auf den französischen Bestsellerlisten, auf der Shortlist für den Prix Goncourt.

»Ein tollkühner Roman. Justine Lévy hat sich völlig zu Recht ihren Platz als große Schriftstellerin erobert.« (Le Journal du Dimanche)
Justine Lévy lebt als Verlagslektorin in Paris. 1995 erschien ihr erster Roman 'Rendezvous mit Alice'. Mit ihrem Roman 'Nicht so tragisch' gelang der Tochter des Philosophen Bernard-Henri Lévy nicht nur ein großer Publikumserfolg, sondern auch der literarische Durchbruch.

Leseprobe zu "Schlechte Tochter" von Justine Lévy

PDF anzeigen

5 Marktplatz-Angebote für "Schlechte Tochter" ab EUR 2,85

Zustand Preis Porto Zahlung Verkäufer Rating
leichte Gebrauchsspuren 2,85 3,00 offene Rechnung Bücher Thöne 99,7% ansehen
leichte Gebrauchsspuren 4,50 1,00 Banküberweisung oduzaun 100,0% ansehen
wie neu 4,50 1,50 Banküberweisung maren simoneit 100,0% ansehen
wie neu 5,00 1,40 Banküberweisung Bücher in Buxtehude 100,0% ansehen
gebraucht; wie neu 8,54 1,00 PayPal, Banküberweisung, Selbstabholung und Barzahlung jo1u 98,4% ansehen
Mehr von