Das Herz ihrer Tochter - Picoult, Jodi

Jodi Picoult 

Das Herz ihrer Tochter

Roman

Aus d. Amerikan. v. Ulrike Wasel u. Klaus Timmermann
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Produktbeschreibung zu Das Herz ihrer Tochter

»Das Herz ihrer Tochter« erzählt von der innigsten und verletzlichsten aller menschlichen Beziehungen, die zwischen einer Mutter und ihrer Tochter.

June Nealon steht vor der schwersten Entscheidung ihres Lebens. Elf Jahre zuvor wurden ihr Mann Kurt und ihre Tochter Elizabeth erschossen. Am helllichten Tag, im beschaulichen Staat New Hampshire. Der Täter war bald gefunden. Doch mit ihrem Schmerz blieb June allein. Wer konnte schon nachvollziehen, was sie verloren hatte? Wie bedrückend es war, Kurts und Elizabeths Stimmen auf dem Anrufbeantworter zu hören, lange nachdem sie tot waren? Wie es sich für June anfühlte, Kurts ersten Liebesbrief an sie zu lesen oder die Mütze in der Hand zu halten, die Elizabeth als Neugeborenes getragen hatte? Und nun, elf Jahre nach ihrem schrecklichen Verlust, bietet sich ausgerechnet der Mann, der für den Mord an Kurt und Elizabeth hinter Gittern sitzt, als Herzspender für ihre schwerkranke zweite Tochter Claire an. Kann Junes größter Feind zum Lebensretter ihrer einzigen Tochter werden?

Produktinformation


  • Verlag: Piper
  • 2009
  • Ausstattung/Bilder: 2009. 459 S.
  • Seitenzahl: 464
  • Deutsch
  • Abmessung: 210mm x 138mm x 42mm
  • Gewicht: 626g
  • ISBN-13: 9783492053006
  • ISBN-10: 3492053009
  • Best.Nr.: 26251460
"Jodi Picoult ist die Meisterin des menschlichen Dramas." Freundin "Jodi Picoult beherrscht es meisterhaft, den Leser bis ins Innerste aufzuwühlen. Ein Buch, das einen so schnell nicht loslässt." Für Sie

»Jodi Picoult ist die Meisterin des menschlichen Dramas.« Freundin »Jodi Picoult beherrscht es meisterhaft, den Leser bis ins Innerste aufzuwühlen. Ein Buch, das einen so schnell nicht loslässt.« Für Sie
Jodi Picoult, geboren 1967 auf Long Island, lebt nach ihrem Studium in Princeton und Harvard zusammen mit ihrem Mann und drei Kindern in Hanover, New Hampshire. 1992 veröffentlichte sie ihren ersten Roman. 2003 wurde sie für ihre Werke mit dem National England Book Award ausgezeichnet. Sie gehört zu den erfolgreichsten amerikanischen Erzählerinnen weltweit ihr Roman "Beim Leben meiner Schwester" wurde in Hollywood verfilmt. "Das Herz ihrer Tochter" stand wie all ihre letzten Romane in den USA auf Platz 1 der Bestsellerliste. Weiteres zur Autorin: http://www.jodipicoult.de

Leseprobe zu "Das Herz ihrer Tochter" von Jodi Picoult

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Kundenbewertungen zu "Das Herz ihrer Tochter" von "Jodi Picoult"

Durchschnittliche Kundenbewertung 3.2 von 5 Sterne bei 21 Bewertungen **** gut
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Bewertung von BellaE aus ... am 30.01.2012 ***** gut
Ein junger Handwerker Namens Shay Bourne ermordet ein 7-jähriges Mädchen und ihren Vater (ein Polizist). Die Mutter, June, ist hochschwanger mit ihrer 2. Tochter. Shay wird von einem Geschworenengericht wegen dieser Tat zum Tode verurteilt. Einer der Geschworenen wird danach Priester und der Seelsorger des Täters. 11 Jahre nach seiner Inhaftierung soll es nun so weit sein, er wird durch eine Todespritze getötet.

Kurz bevor es soweit ist, erfährt Shay durchs Fernsehen, dass Claire (die Schwester des Mädchens die er ermordet hat) schwer Herzkrank ist und auf ein Spenderherz wartet. Nun hat er nur noch ein einziges Ziel vor Augen, er möchte Claire sein Herz schenken. Hierbei gibt es aber mehrere Probleme. Einerseits muss er durch Erhängen sterben um sein Herz am Leben erhalten zu können bis es Claire eingesetzt werden kann und auf der anderen Seite muss June das Herz auch annehmen.

Mein liebster Charakter ist auf jeden Fall Maggie, die Anwältin. Sie ist eine füllige junge Frau die mit ihrem Kaninchen Oliver zusammenlebt und jede Menge Humor hat.

Es passieren viele mysteriöse Dinge im Gefängnis und die Leute glauben allmählich, dass Shay ein Wunderheiler (ein Messias) ist. Er selbst sagt nichts dazu. Teilweise kam mir einiges 'kopiert' vor zum Beispiel der Teil, als der Häftling einen Vogel wieder zum Leben erweckt hat(-greene Mile-).

Man liest sehr viel vom Gefängnisleben und über Religion.

Dieses Buch hat mich teilweise zu Tränen gerührt, aber andererseits auch ein wenig gelangweilt.

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Bewertung von unbekanntem Benutzer am 07.10.2011 ***** ausgezeichnet
Da ich schon andere Bücher von Jodi Picoult kannte, habe ich mich auch an "Das Herz ihrer Tochter" herangetraut.
Ein Mann hat einer Mutter und Ehefrau, die Tochter und den Ehemann genommen. Genau dieser Mann will nun sein Herz ihrer kranken anderen Tochter spenden. Das führt natürlich zu einem Konflikt, dem die Mutter nun ausgesetzt ist. Einerseits will sie ihrem Kind natürlich helfen, andererseits will sie mit dem Mörder nichts zu tun haben. Die Geschichte wird aus Sicht der verschiedenen Personen erzählt, die eine Rolle spielen. Das finde ich gut gemacht, so kann man die Handlung auch aus verschiedenen Perspektiven betrachten und erfährt auch die Sicht des Mörders. Ich habe irgendwann auch eine Bindung zu diesem Mann aufgebaut, da man von ihm auch Details erfährt, die andere nicht wissen.
Nachdem man das Buch fertig gelesen hat, denkt man noch lange darüber nach. Und ich finde, genau DAS sollte ein gutes Buch erreichen!

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Bewertung von Mel.E aus L. am 28.07.2011 ***** sehr gut
Todesstrafe!
June hat ihren ersten Mann durch einen Autounfall verloren, mit ihm hat sie eine kleine Tochter Elizabeth. In den Polizisten der ihr die schreckliche Nachricht überbringt verliebt sie sich und heiratet erneut. Kurz vor der Entbindung stehend, passiert ein schreckliches Verbrechen. Der Handwerker Shay Bourne erschiesst ihren Mann und ihre Tochter Elizabeth. Shay Bourne erwartet nun die Todesstrafe.

Erzählt wird das Buch in mehrern Abschnitten, die immer die sichtweise der jeweiligen Person beleuchtet.

Da ist zum einen Michael, ein Student, der in der Jury über das Urteil über Shay Bourne befinden soll. Nach langem Zögern stimmt er für die Todesstrafe. Da er ein sehr gläubiger Mensch ist, beschliesst er Priester zu werden und wird 11 Jahre später der Seelsorger für Shay Bourne, der in der Todeszelle sitzt und auf die Vollstreckung wartet, denn sein Gnadengesuch wurde abgelehnt und die Strafe soll zur Vollendung kommen.

Lucius:
Der Zellennachbar direkt an Shay. An Aids erkrankt und zu lebenslanger Haft verurteilt, da er seinen Freund Adam durch eine Eifersuchtstat umgebracht hat.

Maggie:
Die Anwältin, die wie eine Löwin darum kämpft, das die Todesstrafe umgewandelt wird. Warum eerkläre ich später.
Maggie ist im jüdischen Glauben erzogen. Ihr Vater ist Rabbi, aber Maggie will vom Glauben nichts wissen und nennt sich selbst eine Atheistin.
Maggie hat Übergewicht und auch kein ausgeprägtes Selbstbewusstsein.

June:
Die Frau und Mutter der beiden Ermordeten.

Claire:
Claire ist die Tochter von June und sehr schwer herzkrank. Nur eine Herztranplation kann ihr Leben retten.

Die beschriebenen Personen sind im nachinein alle miteinander verknüpft.
Es geht viel um Glauben und das hat mich dann teilweise doch ein bisschen verwirrt. Trotzdem ein wirklich spannend geschriebenes Buch, wenn auch ohne Happy End für Shay.

Seitdem Shay im Gefängnis in Concorde einsitzt, passieren da wundersame Dinge. Aus Wasserrohren in Block 1 sprudelt der Wein, ein Kaugummi reicht für alle Insassen, ein Vogel wird aus dem Tode geweckt ...... Da diese Wunder auch nach aussen dringen, gilt Shay als der wiedergeborene Erlöser. Zahlreiche Menschen versammeln sich vor dem Gefängnis und bringen ihre kranken Kinder, Frauen ......... Shay der auf die Vollstreckung seiner Strafe wartet, sieht im Fernsehen Claire, die dringend ein Spenderherz benötigt und nun kämpft er darum, das sie sein Herz bekommen soll. Die eine Schwester konnte er nicht retten, aber Claire könnte er durch die Spende retten. Eine Organspende ist aber durch den Tod einer tödlichen Injektion nicht möglich, da käme dann nur der Tod duch Erhängen in Frage.

Es ist wirklich sehr interessant geschrieben, voller Gefühl, manchmal ein klein wenig lustig, aber auch sehr, sehr traurig. Ich will garnicht so weit darauf eingehen, was hier alles passiert, das würde ich an eurer Stelle selbst lesen wollen.

Was mich hinterher im Anhang sehr fasziniert hat, war die Tatsache, das sich die Autorin sehr intensiv mit der Todesstrafe befasst hat. Sie erzählt, das während der Ausführung durch die tödliche Injektion 3 Spritzen ins Spiel kommen. 2 beiinhalten ein Placebo und eine die tödliche Injektion, die zum Herzstillstand des Häftlings führt. Das macht man deshalb, damit die Vollzugsbeamten, die als Henker fungieren, nicht wissen, wer letztendlich für den Tod des Häftlings verantwortlich ist.
In den USA wird noch heute die Todesstrafe ausgeführt!

Mir hat es einerseits gefallen und andererseits auch abgestossen. Trotzdem würde ich es noch einmal lesen wollen, weil es doch spannend geschrieben ist. Man fiebert richtig mit, ob Claire gerettet werden kann. Was damals wirklich passiert ist. Ob Shay seine Strafe umwandeln kann. Ob Michael irgendwann gesteht, das er mitverantwortlich ist?

Ich wünsche euch einen schönen Leseabend, denn ich empfehle euch das Buch natürlich uneingeschränkt weiter

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Bewertung von harakiri aus harakiri am 26.07.2011 ***** schlecht
Am Thema vorbeigeschrieben

In meinen Augen das bisher schwächste Buch der Jodie Picoult. Dabei hat die Leseprobe so vielversprechend angefangen. Nur leider legt die Autorin den Focus dann nicht auf die Mutter mit ihrer Tochter und legt uns deren Gefühle, Beweggründe und Ambitionen offen, lässt uns nicht teilhaben am Leid der Mutter, die ihre Tochter zu verlieren droht und an der schweren Entscheidung, die sie zu treffen hat.

Durch die vielen verschiedenen Ich-Erzähler ist das Buch am Anfang zudem noch recht schwer zu lesen. Ständig muss man umdenken, wer erzählt jetzt.

Stellenweise driftet das Buch ins Mystische ab, es geschehen unerklärliche Wunder, die in meinen Augen nichts mit der Handlung zu tun haben und auch nicht ins Buch passen. Frau Picoult greift wieder einmal ein ernstes und interessantes Thema auf, die Todesstrafe. Leider gelingt es ihr nicht, was ihr in ihren anderen Büchern mühelos gelang: den Leser mit der Handlung und dem Dilemma "Mörder will der Schwester seines Opfers sein Herz spenden" zu fesseln und zu interessieren.

Dies ist das erste Buch der Autorin, das ich nicht in einem Rutsch zu Ende gelesen habe, stellenweise hat es mich gelangweilt und ich musste es zur Seite legen.

Schade Frau Picoult, Sie können auch anders.

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Bewertung von UrbanMoose aus Gent am 26.07.2011 ***** gut
Leider hat mich als Picoult-Fan dieser Roman von Anfang an enttäuscht. Man möchte meinen, dass sich die Geschichte hauptsächlich um June dreht, die bei einem Unfall ihren Ehemann und anschließend ihre ältere Tochter und Lebenspartner verliert, die Shay Bourne ermordert haben soll. Junes einziger Grund weiterzuleben ist ihr ungeborenes Kind Claire. Diese benötigt dringend ein neues Spenderherz. Allerdings wird Junes Leiden und Kampf um das Leben ihrer Tochter nur beiläufig erzählt (und erinnert stark an "Beim Leben meiner Schwester").

Picoult bietet dafür reichlich Einblicke in Shays Leben in Gefangenschaft, was den Leser erstmal lange beschäftigt hält. Besonders sympathisch wirkt hierbei der Gefangene Lucius, aus dessen Blickwinkel wir das Leben im Gefängnis mitverfolgen dürfen.

Shay wartet bereits 11 Jahre auf seine Todesstrafe, als der Priester Michael und die Anwältin Maggie ins Spiel kommen. Shay möchte sein Herz der Schwester des Opfers schenken. Allerdings steht bereits der Hinrichtungstermin fest und dass er eine tödliche Injektion bekommen soll, was zur Folge hat, dass sein Herz nicht mehr gebraucht werden kann. Nur Michael und Maggie können ihm seinen Wunsch erfüllen, auf andere Art und Weise zu sterben.

Zu viel religiöser Talk, auf dem das Buch basiert, machen die Geschichte schwer verständlich. Shay vollbringt im Gefängnis viele Wunder und selbst Priester Michael beginnt zu zweifeln, ob Shay nicht doch ein Messia ist. In dieser (übrigens nicht erklärten) Logik geht die Geschichte den Bach hinunter. Bei den letzten Kapiteln angelangt, möchte man das Buch am liebsten nur noch beiseite legen. Gerade in diesem Moment läßt Picoult die Bombe platzen und bringt noch reichlich Bewegung in das sonst so trostlose Spiel. Leider kommt dies zu spät und lässt die ganze Geschichte auch etwas aufgeblasen wirken.

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Bewertung von Kerry aus Berlin am 25.07.2011 ***** weniger gut
June Nealon hat nach einem tragischen Schicksalsschlag ihr Glück wieder gefunden. Ihr erster Mann Jack starb bei einem Autounfall, den sie und ihre Tochter Elizabeth jedoch überlebten. In Kurt Nealon, dem Polizisten, der sie aus dem Autowrack rettet, fand sie eine zweite Liebe. Alles war perfekt, sie wurde erneut schwanger und freute sich auf ein gemeinsames Leben mir ihren Lieben. Die drei wohnten in einem recht renovierungsbedürftigen Haus und da Kurt auf Schicht arbeitete und June schwanger war, kamen die Arbeiten nur langsam voran. Da tauchte wie aus heiterem Himmel Isaiah Matthew Bourne, genannt Shay, auf. Er bot seine Hilfe bei den Renovierungsarbeiten an, die June gerne annahm.

Kurze Zeit später bietet sich June auf dem Heimweg ein Bild des Grauens. Überall Polizeisperren und Einsatzfahrzeuge - was war passiert? Es stellt sich heraus, dass Shay Elizabeth missbraucht haben soll, als Kurt ihn zur Rede stellen wollte, erschoss er ihn und sie. June hat auf einen Schlag alles verloren, doch sie muss weitermachen, für das ungeborene Kind in ihrem Leib, ihre zweite Tochter. Shay wird in einem Gerichtsverfahren zum Tod durch die Giftspritze verurteilt.

11 Jahre später:
June lebt mit ihrer zweiten Tochter Claire noch immer in dem Haus. Es scheint ihr kein Glück zu bringen, denn Claire ist herzkrank. Ihr Herz setzt immer wieder aus, sie braucht dringend ein Spenderherz.

Währenddessen wurde Shays Hinrichtungstermin benannt. Als er in den Nachrichten sieht, dass Claire ein neues Herz benötigt, will er ihr seines schenken. Shay beginnt zu kämpfen, nicht um sein Leben, sondern um seinen Tod, damit er Claire sein Herz geben kann. Auf seiner Seite stehen Father Michael, der ein schreckliches Geheimnis hüttet und Maggie Bloom, eine junge Anwältin, die gegen die Todesstrafe kämpft. Doch werden sie es schaffen, sich gegen die Mühlen der Justiz zu stellen und Shay seinen letzten Willen zu gewähren und wird June überhaupt das Herz annehmen?


Ein vielgelobtes Buch und was passiert? Es gefällt mir nicht, es gefällt mir so gar nicht, es erinnert mich die ganze Zeit an den Film "The Green Mile" und auch mit keiner handelnden Person konnte ich mich anfreunden. Nachdem ich die Geschichte hinter der Geschichte nach nicht einmal der Hälfte des Buches durchschaut hatte, war ich doch mehr als enttäuscht.

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Bewertung von Feechen aus Markgröningen am 18.05.2011 ***** sehr gut
In dem Buch "Das Herz ihrer Tochter" von jodi picoult, geht es um den Doppelmord an einem jungen Mädchen und ihrem Stiefvater, ein Polizist. Der mutmaßliche Täter, ein Zimmermann der in dem Haus der Familie gearbeitet hat, wird nach einem langen und ausgiebigen Prozess zur Todesstrafe verurteilt. June Nealon die Mutter und Frau der zwei Opfer hat mittlerweile ein zweites Kind von ihrem verstorbenen Ehemann bekommen. Nachdem die Todesstrafe für den mutmaßlichen Täter immer näher kommt beschließt er dass er sein Herz an die zweite Tochter von June Nealon spenden möchte, da diese schlimm erkrankt ist und ohne das Spenderherz sterben müsste. Es kommt zum Gerichtsprozess da die Strafe für den Angeklagten zum Erhängen geändert werden muss, da sonst sein Herz nicht spenderfähig ist. June Nealon wird vor den Konflikt gestellt ob sie das Herz eines Mörders annehmen will um ihre geliebte Tochter zu retten, sie entscheidet sich dafür. Im Gefängnis passieren inzwischen wundersame Dinge die mit SHay Bourne, dem Angeklagten zu tun haben. Dadurch kommt die Diskussion auf ob er eine Art zweiter Jesus ist. Der Fall geht durch alle Medien. Am Ende stirbt Shay Bourne durch erhängen, dadurch kann sein Herz gespendet werden, an die Tochter von June die es auch annimmt. Durch diesen Fall kommt die Diskussion ob die Todesstrafe richtig oder falsch ist wieder hervor.
Mir hat das Buch sehr gut gefallen, da es sehr spannend war und du nicht wusstest was als nächstes passiert oder wie das Buch ausgeht. Man kann nicht aufhören zu lesen und das Buch regt einen zum nachdenken an. Manchmal fand ich jedoch dass das Buch ein wenig zu komplex und kompliziert war, doch alles in allem würde ich es weiterempfehlen, da es Spannend ist und Jodi Picoults Schreibstiel sehr gut ist.

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Es gibt 1 Kommentar zu dieser Bewertung
  • Bücherherz aus Heidelberg am 03.12.2011
    Ganz ehrlich - wie kann man denn bitte eine solch bescheuerte Rezension schreiben. Ich danke dir, jetzt brauche ich das Buch auch nicht mehr lesen. Kannst du mir mal verraten, warum du erzählst wie …mehr
     (Inhalt anstößig?)

1 von 2 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.
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Bewertung von Elohym78 aus Horhausen am 15.01.2011 ***** sehr gut
Das Buch hat mir sehr gut gefallen! Jodi Picoult hat einen unnachahmlich schönen, einfühlsamen Schreibstil, der mir unter die Haut geht. Sie schafft es Themen in ihren Büchern zuverarbeiten, die gerne von der Gesellschaft tot geschwiegen werden. So auch in diesem Werk.

Es geht um den zum Tode verurteilten Mörder Shay. Er hat - angeblich - Junes Mann und Tochter ermordet. Dafür soll er durch die Todesspritze hingerichtet werden. Gegen den Tod wehrt er sich nicht, aber gegen die Art. Er möchte lieber hängen, um Junes Tochter Claire sein Herz zu spenden. Damit aber nicht genug. Um Shay herum geschehen Zeichen und Wunder, so dass sich seine Umwelt leise fragt, ob er der wiedergeborene Christus ist.

Drei sehr brisante Themen: Todesstrafe, Organspende und Glaube.

Erzählt wird der Roman aus vier verschieden Perspektiven. Zum einen aus der Sicht von June. Sie ist die Mutter, die Mann und Kind verloren hat. Einfühlsam wird ihre Sicht der Dinge beschrieben. Wie sie den Mörder ihrer Familie sieht, die Ablehnung des Herzens, welches ihrer verbliebenen Tochter das Leben retten kann. Das langsame Umdenken und die Aufkeimung des Hoffnungsfunkens. Aus der Sicht von Lucius dem Zellennachbarn. Hier geht es um das Leben im Gefängnis, das Miteinander von Schwerstverbrechern. Brutal offen aber doch auch wieder herzlich. Man lernt die für einen alltäglichen und selbstverständlichen Dinge des Lebens schätzen. Aus der Sicht von Father Michael. Wohl die prikärste von allen, da er vor elf Jahren in der Jury saß, die Shay zum Tode verurteilte. Nur durch den Weg zu Gott, konnte er dies verarbeiten und ist Shay jetzt eine Stütze. Und zu guter letzt aus Maggies Sicht, seiner Anwältin. Sie ist mehr außen vor als alle anderen, fühlt sich aber gleichzeitig am stärksten mit Shay und seinem Schicksal verbunden.

Trotz des verschieden Perspektiven ließ sich das Buch wunderbar lesen und ich konnte es nicht weglegen, bis die letzte Seite verschlungen war!

Den einen Stern Abzug gab es, weil die Geschichte mich zu sehr an Stephen Kings Green Mile erinnerte. Es scheint bis ins kleinste Detail abgekupfert und das geht für mich gar nicht!

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Bewertung von MaLu aus Gebesee am 22.10.2010 ***** sehr gut
Vor 11 Jahren erschoss Shay Bourne zwei Menschen. Heute wartet er auf den Tag seiner Hinrichtung und versucht, mithilfe einer bezaubernden Anwältin, einem kleinen Mädchen sein Herz zu spenden. Dieses Mädchen ist die Tochter von June Nealon, dessen Mann und Tochter vor 11 Jahren von Shay umgebracht worden sind. June steht vor einer der schwierigsten Entscheidungen. Sie muss entscheiden ob sie ihre einzige Tochter sterben lässt oder ob sie ihr das Herz eines Mörders geben lässt und somit ihr Überleben sichert...
Das Buch ist keine leichte Lektüre. Jodi Picoult setzt sich in ihrem Werk mit verschiedenen Religionen und auch mit der Todesstrafe auseinander. Meiner Meinung nach hat sie aber mit diesem Buch ein Werk geschaffen, welches den Leser dazu bringt, die Todesstrafe, welche sehr umstritten ist, von verschiedenen Seiten zu betrachten. Außerdem wird in "Das Herz ihrer Tochter" deutlich, wie sehr man sich in Menschen, die man glaubt zu kennen, auch täuschen kann. Es ist ein sehr gutes Buch und ich würde es immer weiterempfehlen, denn man kann durch ein paar wenige Seiten eine Menge über das Leben lernen.

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Bewertung von R.E.R. am 27.07.2010 ***** weniger gut
19 Minuten. Mehr nicht.

Jodi Picoult ist derzeit eine der erfolgreichsten amerikanischen Autorinnen auf dem deutschen Buchmarkt. Frei nach dem Motto: “Man muss das Eisen schmieden so lange es heißt ist” wirft ihr Hausverlag Piper auch alle sechs Monate einen neuen Roman auf den Markt. Dies ist möglich, weil diese Veröffentlichungen aus der Konserve kommen. “Zeit der Gespenster” im März 2010 hierzulande erhältlich, erschien in den USA unter dem Titel “Second Glance” bereits 2003. “Das Herz meiner Tochter” stammt im Original aus dem Jahr 2008. Und hier offenbart sich auch die Krux. Serienkost in wohldosierten Abständen genossen, kann sehr schmackhaft sein. Bei ständiger Wiederholung schlägt sie einem auf den Magen.

Shay Bourne soll den Polizisten Kurt Nealon und dessen siebenjährige Tochter Elisabeth erschossen haben. Als erster Todeskandidat im Bundesstaat New Hampshire seit rund 70 Jahren ist er somit eine logistische Herausforderung für die Behörden. Elf Jahre nach dem Mord soll das Urteil nun vollstreckt werden. Bourne hat nur einen letzten Wunsch. Er möchte sein Herz als Organ spenden. Nicht irgendwem, sondern Claire Nealon, der schwer Herzkranken zweiten Tochter seines damaligen Opfers. Um dies zu ermöglichen, müsste jedoch die Art der Hinrichtung geändert werden. Die Todesspritze, die den Herztod verursacht, würde die Organspende unmöglich machen. Nur beim Tod durch Erhängen könnte man nach dem Hirntod das funktionstüchtige Herz entnehmen. Ein Wettlauf mit der Zeit beginnt. Denn Claires Zustand verschlechtert sich rapide und der Hinrichtungstermin steht bereits fest.

Zunächst geht das erprobte Konzept auf. Aus der Ich-Perspektive lässt die Autorin vier Personen erzählen. June (die Mutter), Michael (einer der Geschworenen die Bourne zum Tode verurteilt haben, jetzt katholischer Priester und Bournes Seelsorger), Lucius (schwuler und aidskranker Mitgefangener) und Maggie (übergewichtige Pro Bono Anwältin). Kurze Abschnitte, spritzige Dialoge mit guten Pointen, gut recherchierter Hintergrund und punktgenaue Spannungspunkte lassen einen ohne große Anstrengung durch die Seiten gleiten. Außerdem verbindet der spannende Plot zwei hochbrisante Themen. Todesstrafe und Organspende. Daher erschließt sich mir nicht, warum der zum Tode verurteilte auch noch zum Messias des Christentums mutieren muss? Da sind ein paar Zutaten zuviel im Cocktail.

Generell wirkt die Hauptfigur Shay Bourne unglaubwürdig. Auf der einen Seite schüchtern, gehemmt, stotternd, kaum eines intelligenten Satzes fähig. Auf der anderen Seite eloquent, selbstbewusst, philosophisch bewandert. Wo soll dieses intellektuelle Wissen plötzlich herkommen? Ebenso wie die heilsamen Wunderkräfte? Picoult bringt, absolut unnötig, die Religion ins Spiel. Der verurteilte 33jährige Zimmermann Shay als neuer Jesus! Das erinnert an billige Effekthascherei.

Der Roman ist unbestritten sehr gut recherchiert. Von den Szenen im Gericht, bis zu den Gefängniszellen, ihren Insassen und der Vorbereitung der Hinrichtung. Alles wird detailliert und glaubwürdig beschrieben. Besser wäre es aber wenn die Autorin mit gleicher Hingabe an der Entwicklung ihrer Figuren arbeiten würde. Sie präsentiert die immer gleichen, eintönigen Stereotypen. Die leidgeprüfte, tapfere Mutter die sich um ihr krankes Kind kümmert. Der oder die Anwältin in unglücklicher Lebenssituation. Zu Beginn einsam, am Ende glücklich mit dem einen oder anderen Beteiligten der Geschichte.

Man kann auch diesen Roman in Rekordzeit herunterlesen. Aber letzten Endes ist man enttäuscht und gelangweilt. Das vorhersehbare Ende zeichnet sich von Beginn an ab. Hinausgezögert durch ein paar religiöse Wundertaten und viel sinnloses Geplänkel, das von der an sich spannenden Grunddiskussion über den Sinn der Todesstrafe ablenkt. Es reicht wenn man von Jodi Picoult ein Buch kennt bzw. gelesen hat. 19 Minuten. Mehr braucht man nicht.

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Kurz bevor es soweit ist, erfährt Shay durchs Fernsehen, dass Claire (die Schwester des Mädchens die er ermordet hat) schwer Herzkrank ist und auf ein Spenderherz wartet. Nun hat er nur noch ein einziges Ziel vor Augen, er möchte Claire sein Herz schenken. Hierbei gibt es aber mehrere Probleme. Einerseits muss er durch Erhängen sterben um sein Herz am Leben erhalten zu können bis es Claire eingesetzt werden kann und auf der anderen Seite muss June das Herz auch annehmen.

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Ein Mann hat einer Mutter und Ehefrau, die Tochter und den Ehemann genommen. Genau dieser Mann will nun sein Herz ihrer kranken anderen Tochter spenden. Das führt natürlich zu einem Konflikt, dem die Mutter nun ausgesetzt ist. Einerseits will sie ihrem Kind natürlich helfen, andererseits will sie mit dem Mörder nichts zu tun haben. Die Geschichte wird aus Sicht der verschiedenen Personen erzählt, die eine Rolle spielen. Das finde ich gut gemacht, so kann man die Handlung auch aus verschiedenen Perspektiven betrachten und erfährt auch die Sicht des Mörders. Ich habe irgendwann auch eine Bindung zu diesem Mann aufgebaut, da man von ihm auch Details erfährt, die andere nicht wissen.
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sehr gut
Todesstrafe!
June hat ihren ersten Mann durch einen Autounfall verloren, mit ihm hat sie eine kleine Tochter Elizabeth. In den Polizisten der ihr die schreckliche Nachricht überbringt verliebt sie sich und heiratet erneut. Kurz vor der Entbindung stehend, passiert ein schreckliches Verbrechen. Der Handwerker Shay Bourne erschiesst ihren Mann und ihre Tochter Elizabeth. Shay Bourne erwartet nun die Todesstrafe.

Erzählt wird das Buch in mehrern Abschnitten, die immer die sichtweise der jeweiligen Person beleuchtet.

Da ist zum einen Michael, ein Student, der in der Jury über das Urteil über Shay Bourne befinden soll. Nach langem Zögern stimmt er für die Todesstrafe. Da er ein sehr gläubiger Mensch ist, beschliesst er Priester zu werden und wird 11 Jahre später der Seelsorger für Shay Bourne, der in der Todeszelle sitzt und auf die Vollstreckung wartet, denn sein Gnadengesuch wurde abgelehnt und die Strafe soll zur Vollendung kommen.

Lucius:
Der Zellennachbar direkt an Shay. An Aids erkrankt und zu lebenslanger Haft verurteilt, da er seinen Freund Adam durch eine Eifersuchtstat umgebracht hat.

Maggie:
Die Anwältin, die wie eine Löwin darum kämpft, das die Todesstrafe umgewandelt wird. Warum eerkläre ich später.
Maggie ist im jüdischen Glauben erzogen. Ihr Vater ist Rabbi, aber Maggie will vom Glauben nichts wissen und nennt sich selbst eine Atheistin.
Maggie hat Übergewicht und auch kein ausgeprägtes Selbstbewusstsein.

June:
Die Frau und Mutter der beiden Ermordeten.

Claire:
Claire ist die Tochter von June und sehr schwer herzkrank. Nur eine Herztranplation kann ihr Leben retten.

Die beschriebenen Personen sind im nachinein alle miteinander verknüpft.
Es geht viel um Glauben und das hat mich dann teilweise doch ein bisschen verwirrt. Trotzdem ein wirklich spannend geschriebenes Buch, wenn auch ohne Happy End für Shay.

Seitdem Shay im Gefängnis in Concorde einsitzt, passieren da wundersame Dinge. Aus Wasserrohren in Block 1 sprudelt der Wein, ein Kaugummi reicht für alle Insassen, ein Vogel wird aus dem Tode geweckt ...... Da diese Wunder auch nach aussen dringen, gilt Shay als der wiedergeborene Erlöser. Zahlreiche Menschen versammeln sich vor dem Gefängnis und bringen ihre kranken Kinder, Frauen ......... Shay der auf die Vollstreckung seiner Strafe wartet, sieht im Fernsehen Claire, die dringend ein Spenderherz benötigt und nun kämpft er darum, das sie sein Herz bekommen soll. Die eine Schwester konnte er nicht retten, aber Claire könnte er durch die Spende retten. Eine Organspende ist aber durch den Tod einer tödlichen Injektion nicht möglich, da käme dann nur der Tod duch Erhängen in Frage.

Es ist wirklich sehr interessant geschrieben, voller Gefühl, manchmal ein klein wenig lustig, aber auch sehr, sehr traurig. Ich will garnicht so weit darauf eingehen, was hier alles passiert, das würde ich an eurer Stelle selbst lesen wollen.

Was mich hinterher im Anhang sehr fasziniert hat, war die Tatsache, das sich die Autorin sehr intensiv mit der Todesstrafe befasst hat. Sie erzählt, das während der Ausführung durch die tödliche Injektion 3 Spritzen ins Spiel kommen. 2 beiinhalten ein Placebo und eine die tödliche Injektion, die zum Herzstillstand des Häftlings führt. Das macht man deshalb, damit die Vollzugsbeamten, die als Henker fungieren, nicht wissen, wer letztendlich für den Tod des Häftlings verantwortlich ist.
In den USA wird noch heute die Todesstrafe ausgeführt!

Mir hat es einerseits gefallen und andererseits auch abgestossen. Trotzdem würde ich es noch einmal lesen wollen, weil es doch spannend geschrieben ist. Man fiebert richtig mit, ob Claire gerettet werden kann. Was damals wirklich passiert ist. Ob Shay seine Strafe umwandeln kann. Ob Michael irgendwann gesteht, das er mitverantwortlich ist?

Ich wünsche euch einen schönen Leseabend, denn ich empfehle euch das Buch natürlich uneingeschränkt weiter
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Bewertung von harakiri aus harakiri am 26.07.2011
*****
schlecht
Am Thema vorbeigeschrieben

In meinen Augen das bisher schwächste Buch der Jodie Picoult. Dabei hat die Leseprobe so vielversprechend angefangen. Nur leider legt die Autorin den Focus dann nicht auf die Mutter mit ihrer Tochter und legt uns deren Gefühle, Beweggründe und Ambitionen offen, lässt uns nicht teilhaben am Leid der Mutter, die ihre Tochter zu verlieren droht und an der schweren Entscheidung, die sie zu treffen hat.

Durch die vielen verschiedenen Ich-Erzähler ist das Buch am Anfang zudem noch recht schwer zu lesen. Ständig muss man umdenken, wer erzählt jetzt.

Stellenweise driftet das Buch ins Mystische ab, es geschehen unerklärliche Wunder, die in meinen Augen nichts mit der Handlung zu tun haben und auch nicht ins Buch passen. Frau Picoult greift wieder einmal ein ernstes und interessantes Thema auf, die Todesstrafe. Leider gelingt es ihr nicht, was ihr in ihren anderen Büchern mühelos gelang: den Leser mit der Handlung und dem Dilemma "Mörder will der Schwester seines Opfers sein Herz spenden" zu fesseln und zu interessieren.

Dies ist das erste Buch der Autorin, das ich nicht in einem Rutsch zu Ende gelesen habe, stellenweise hat es mich gelangweilt und ich musste es zur Seite legen.

Schade Frau Picoult, Sie können auch anders.
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Bewertung von UrbanMoose aus Gent am 26.07.2011
*****
gut
Leider hat mich als Picoult-Fan dieser Roman von Anfang an enttäuscht. Man möchte meinen, dass sich die Geschichte hauptsächlich um June dreht, die bei einem Unfall ihren Ehemann und anschließend ihre ältere Tochter und Lebenspartner verliert, die Shay Bourne ermordert haben soll. Junes einziger Grund weiterzuleben ist ihr ungeborenes Kind Claire. Diese benötigt dringend ein neues Spenderherz. Allerdings wird Junes Leiden und Kampf um das Leben ihrer Tochter nur beiläufig erzählt (und erinnert stark an "Beim Leben meiner Schwester").

Picoult bietet dafür reichlich Einblicke in Shays Leben in Gefangenschaft, was den Leser erstmal lange beschäftigt hält. Besonders sympathisch wirkt hierbei der Gefangene Lucius, aus dessen Blickwinkel wir das Leben im Gefängnis mitverfolgen dürfen.

Shay wartet bereits 11 Jahre auf seine Todesstrafe, als der Priester Michael und die Anwältin Maggie ins Spiel kommen. Shay möchte sein Herz der Schwester des Opfers schenken. Allerdings steht bereits der Hinrichtungstermin fest und dass er eine tödliche Injektion bekommen soll, was zur Folge hat, dass sein Herz nicht mehr gebraucht werden kann. Nur Michael und Maggie können ihm seinen Wunsch erfüllen, auf andere Art und Weise zu sterben.

Zu viel religiöser Talk, auf dem das Buch basiert, machen die Geschichte schwer verständlich. Shay vollbringt im Gefängnis viele Wunder und selbst Priester Michael beginnt zu zweifeln, ob Shay nicht doch ein Messia ist. In dieser (übrigens nicht erklärten) Logik geht die Geschichte den Bach hinunter. Bei den letzten Kapiteln angelangt, möchte man das Buch am liebsten nur noch beiseite legen. Gerade in diesem Moment läßt Picoult die Bombe platzen und bringt noch reichlich Bewegung in das sonst so trostlose Spiel. Leider kommt dies zu spät und lässt die ganze Geschichte auch etwas aufgeblasen wirken.
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Bewertung von Kerry aus Berlin am 25.07.2011
*****
weniger gut
June Nealon hat nach einem tragischen Schicksalsschlag ihr Glück wieder gefunden. Ihr erster Mann Jack starb bei einem Autounfall, den sie und ihre Tochter Elizabeth jedoch überlebten. In Kurt Nealon, dem Polizisten, der sie aus dem Autowrack rettet, fand sie eine zweite Liebe. Alles war perfekt, sie wurde erneut schwanger und freute sich auf ein gemeinsames Leben mir ihren Lieben. Die drei wohnten in einem recht renovierungsbedürftigen Haus und da Kurt auf Schicht arbeitete und June schwanger war, kamen die Arbeiten nur langsam voran. Da tauchte wie aus heiterem Himmel Isaiah Matthew Bourne, genannt Shay, auf. Er bot seine Hilfe bei den Renovierungsarbeiten an, die June gerne annahm.

Kurze Zeit später bietet sich June auf dem Heimweg ein Bild des Grauens. Überall Polizeisperren und Einsatzfahrzeuge - was war passiert? Es stellt sich heraus, dass Shay Elizabeth missbraucht haben soll, als Kurt ihn zur Rede stellen wollte, erschoss er ihn und sie. June hat auf einen Schlag alles verloren, doch sie muss weitermachen, für das ungeborene Kind in ihrem Leib, ihre zweite Tochter. Shay wird in einem Gerichtsverfahren zum Tod durch die Giftspritze verurteilt.

11 Jahre später:
June lebt mit ihrer zweiten Tochter Claire noch immer in dem Haus. Es scheint ihr kein Glück zu bringen, denn Claire ist herzkrank. Ihr Herz setzt immer wieder aus, sie braucht dringend ein Spenderherz.

Währenddessen wurde Shays Hinrichtungstermin benannt. Als er in den Nachrichten sieht, dass Claire ein neues Herz benötigt, will er ihr seines schenken. Shay beginnt zu kämpfen, nicht um sein Leben, sondern um seinen Tod, damit er Claire sein Herz geben kann. Auf seiner Seite stehen Father Michael, der ein schreckliches Geheimnis hüttet und Maggie Bloom, eine junge Anwältin, die gegen die Todesstrafe kämpft. Doch werden sie es schaffen, sich gegen die Mühlen der Justiz zu stellen und Shay seinen letzten Willen zu gewähren und wird June überhaupt das Herz annehmen?


Ein vielgelobtes Buch und was passiert? Es gefällt mir nicht, es gefällt mir so gar nicht, es erinnert mich die ganze Zeit an den Film "The Green Mile" und auch mit keiner handelnden Person konnte ich mich anfreunden. Nachdem ich die Geschichte hinter der Geschichte nach nicht einmal der Hälfte des Buches durchschaut hatte, war ich doch mehr als enttäuscht.
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Bewertung von Feechen aus Markgröningen am 18.05.2011
*****
sehr gut
In dem Buch "Das Herz ihrer Tochter" von jodi picoult, geht es um den Doppelmord an einem jungen Mädchen und ihrem Stiefvater, ein Polizist. Der mutmaßliche Täter, ein Zimmermann der in dem Haus der Familie gearbeitet hat, wird nach einem langen und ausgiebigen Prozess zur Todesstrafe verurteilt. June Nealon die Mutter und Frau der zwei Opfer hat mittlerweile ein zweites Kind von ihrem verstorbenen Ehemann bekommen. Nachdem die Todesstrafe für den mutmaßlichen Täter immer näher kommt beschließt er dass er sein Herz an die zweite Tochter von June Nealon spenden möchte, da diese schlimm erkrankt ist und ohne das Spenderherz sterben müsste. Es kommt zum Gerichtsprozess da die Strafe für den Angeklagten zum Erhängen geändert werden muss, da sonst sein Herz nicht spenderfähig ist. June Nealon wird vor den Konflikt gestellt ob sie das Herz eines Mörders annehmen will um ihre geliebte Tochter zu retten, sie entscheidet sich dafür. Im Gefängnis passieren inzwischen wundersame Dinge die mit SHay Bourne, dem Angeklagten zu tun haben. Dadurch kommt die Diskussion auf ob er eine Art zweiter Jesus ist. Der Fall geht durch alle Medien. Am Ende stirbt Shay Bourne durch erhängen, dadurch kann sein Herz gespendet werden, an die Tochter von June die es auch annimmt. Durch diesen Fall kommt die Diskussion ob die Todesstrafe richtig oder falsch ist wieder hervor.
Mir hat das Buch sehr gut gefallen, da es sehr spannend war und du nicht wusstest was als nächstes passiert oder wie das Buch ausgeht. Man kann nicht aufhören zu lesen und das Buch regt einen zum nachdenken an. Manchmal fand ich jedoch dass das Buch ein wenig zu komplex und kompliziert war, doch alles in allem würde ich es weiterempfehlen, da es Spannend ist und Jodi Picoults Schreibstiel sehr gut ist.
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Es gibt 1 Kommentar zu dieser Bewertung
  • Bücherherz aus Heidelberg am 03.12.2011
    Ganz ehrlich - wie kann man denn bitte eine solch bescheuerte Rezension schreiben. Ich danke dir, jetzt brauche ich das Buch auch nicht mehr lesen. Kannst du mir mal verraten, warum du erzählst wie …mehr
     (Inhalt anstößig?)

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Bewertung von Elohym78 aus Horhausen am 15.01.2011
*****
sehr gut
Das Buch hat mir sehr gut gefallen! Jodi Picoult hat einen unnachahmlich schönen, einfühlsamen Schreibstil, der mir unter die Haut geht. Sie schafft es Themen in ihren Büchern zuverarbeiten, die gerne von der Gesellschaft tot geschwiegen werden. So auch in diesem Werk.

Es geht um den zum Tode verurteilten Mörder Shay. Er hat - angeblich - Junes Mann und Tochter ermordet. Dafür soll er durch die Todesspritze hingerichtet werden. Gegen den Tod wehrt er sich nicht, aber gegen die Art. Er möchte lieber hängen, um Junes Tochter Claire sein Herz zu spenden. Damit aber nicht genug. Um Shay herum geschehen Zeichen und Wunder, so dass sich seine Umwelt leise fragt, ob er der wiedergeborene Christus ist.

Drei sehr brisante Themen: Todesstrafe, Organspende und Glaube.

Erzählt wird der Roman aus vier verschieden Perspektiven. Zum einen aus der Sicht von June. Sie ist die Mutter, die Mann und Kind verloren hat. Einfühlsam wird ihre Sicht der Dinge beschrieben. Wie sie den Mörder ihrer Familie sieht, die Ablehnung des Herzens, welches ihrer verbliebenen Tochter das Leben retten kann. Das langsame Umdenken und die Aufkeimung des Hoffnungsfunkens. Aus der Sicht von Lucius dem Zellennachbarn. Hier geht es um das Leben im Gefängnis, das Miteinander von Schwerstverbrechern. Brutal offen aber doch auch wieder herzlich. Man lernt die für einen alltäglichen und selbstverständlichen Dinge des Lebens schätzen. Aus der Sicht von Father Michael. Wohl die prikärste von allen, da er vor elf Jahren in der Jury saß, die Shay zum Tode verurteilte. Nur durch den Weg zu Gott, konnte er dies verarbeiten und ist Shay jetzt eine Stütze. Und zu guter letzt aus Maggies Sicht, seiner Anwältin. Sie ist mehr außen vor als alle anderen, fühlt sich aber gleichzeitig am stärksten mit Shay und seinem Schicksal verbunden.

Trotz des verschieden Perspektiven ließ sich das Buch wunderbar lesen und ich konnte es nicht weglegen, bis die letzte Seite verschlungen war!

Den einen Stern Abzug gab es, weil die Geschichte mich zu sehr an Stephen Kings Green Mile erinnerte. Es scheint bis ins kleinste Detail abgekupfert und das geht für mich gar nicht!
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Bewertung von MaLu aus Gebesee am 22.10.2010
*****
sehr gut
Vor 11 Jahren erschoss Shay Bourne zwei Menschen. Heute wartet er auf den Tag seiner Hinrichtung und versucht, mithilfe einer bezaubernden Anwältin, einem kleinen Mädchen sein Herz zu spenden. Dieses Mädchen ist die Tochter von June Nealon, dessen Mann und Tochter vor 11 Jahren von Shay umgebracht worden sind. June steht vor einer der schwierigsten Entscheidungen. Sie muss entscheiden ob sie ihre einzige Tochter sterben lässt oder ob sie ihr das Herz eines Mörders geben lässt und somit ihr Überleben sichert...
Das Buch ist keine leichte Lektüre. Jodi Picoult setzt sich in ihrem Werk mit verschiedenen Religionen und auch mit der Todesstrafe auseinander. Meiner Meinung nach hat sie aber mit diesem Buch ein Werk geschaffen, welches den Leser dazu bringt, die Todesstrafe, welche sehr umstritten ist, von verschiedenen Seiten zu betrachten. Außerdem wird in "Das Herz ihrer Tochter" deutlich, wie sehr man sich in Menschen, die man glaubt zu kennen, auch täuschen kann. Es ist ein sehr gutes Buch und ich würde es immer weiterempfehlen, denn man kann durch ein paar wenige Seiten eine Menge über das Leben lernen.
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Bewertung von R.E.R. am 27.07.2010
*****
weniger gut
19 Minuten. Mehr nicht.

Jodi Picoult ist derzeit eine der erfolgreichsten amerikanischen Autorinnen auf dem deutschen Buchmarkt. Frei nach dem Motto: “Man muss das Eisen schmieden so lange es heißt ist” wirft ihr Hausverlag Piper auch alle sechs Monate einen neuen Roman auf den Markt. Dies ist möglich, weil diese Veröffentlichungen aus der Konserve kommen. “Zeit der Gespenster” im März 2010 hierzulande erhältlich, erschien in den USA unter dem Titel “Second Glance” bereits 2003. “Das Herz meiner Tochter” stammt im Original aus dem Jahr 2008. Und hier offenbart sich auch die Krux. Serienkost in wohldosierten Abständen genossen, kann sehr schmackhaft sein. Bei ständiger Wiederholung schlägt sie einem auf den Magen.

Shay Bourne soll den Polizisten Kurt Nealon und dessen siebenjährige Tochter Elisabeth erschossen haben. Als erster Todeskandidat im Bundesstaat New Hampshire seit rund 70 Jahren ist er somit eine logistische Herausforderung für die Behörden. Elf Jahre nach dem Mord soll das Urteil nun vollstreckt werden. Bourne hat nur einen letzten Wunsch. Er möchte sein Herz als Organ spenden. Nicht irgendwem, sondern Claire Nealon, der schwer Herzkranken zweiten Tochter seines damaligen Opfers. Um dies zu ermöglichen, müsste jedoch die Art der Hinrichtung geändert werden. Die Todesspritze, die den Herztod verursacht, würde die Organspende unmöglich machen. Nur beim Tod durch Erhängen könnte man nach dem Hirntod das funktionstüchtige Herz entnehmen. Ein Wettlauf mit der Zeit beginnt. Denn Claires Zustand verschlechtert sich rapide und der Hinrichtungstermin steht bereits fest.

Zunächst geht das erprobte Konzept auf. Aus der Ich-Perspektive lässt die Autorin vier Personen erzählen. June (die Mutter), Michael (einer der Geschworenen die Bourne zum Tode verurteilt haben, jetzt katholischer Priester und Bournes Seelsorger), Lucius (schwuler und aidskranker Mitgefangener) und Maggie (übergewichtige Pro Bono Anwältin). Kurze Abschnitte, spritzige Dialoge mit guten Pointen, gut recherchierter Hintergrund und punktgenaue Spannungspunkte lassen einen ohne große Anstrengung durch die Seiten gleiten. Außerdem verbindet der spannende Plot zwei hochbrisante Themen. Todesstrafe und Organspende. Daher erschließt sich mir nicht, warum der zum Tode verurteilte auch noch zum Messias des Christentums mutieren muss? Da sind ein paar Zutaten zuviel im Cocktail.

Generell wirkt die Hauptfigur Shay Bourne unglaubwürdig. Auf der einen Seite schüchtern, gehemmt, stotternd, kaum eines intelligenten Satzes fähig. Auf der anderen Seite eloquent, selbstbewusst, philosophisch bewandert. Wo soll dieses intellektuelle Wissen plötzlich herkommen? Ebenso wie die heilsamen Wunderkräfte? Picoult bringt, absolut unnötig, die Religion ins Spiel. Der verurteilte 33jährige Zimmermann Shay als neuer Jesus! Das erinnert an billige Effekthascherei.

Der Roman ist unbestritten sehr gut recherchiert. Von den Szenen im Gericht, bis zu den Gefängniszellen, ihren Insassen und der Vorbereitung der Hinrichtung. Alles wird detailliert und glaubwürdig beschrieben. Besser wäre es aber wenn die Autorin mit gleicher Hingabe an der Entwicklung ihrer Figuren arbeiten würde. Sie präsentiert die immer gleichen, eintönigen Stereotypen. Die leidgeprüfte, tapfere Mutter die sich um ihr krankes Kind kümmert. Der oder die Anwältin in unglücklicher Lebenssituation. Zu Beginn einsam, am Ende glücklich mit dem einen oder anderen Beteiligten der Geschichte.

Man kann auch diesen Roman in Rekordzeit herunterlesen. Aber letzten Endes ist man enttäuscht und gelangweilt. Das vorhersehbare Ende zeichnet sich von Beginn an ab. Hinausgezögert durch ein paar religiöse Wundertaten und viel sinnloses Geplänkel, das von der an sich spannenden Grunddiskussion über den Sinn der Todesstrafe ablenkt. Es reicht wenn man von Jodi Picoult ein Buch kennt bzw. gelesen hat. 19 Minuten. Mehr braucht man nicht.
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Rezension

"Jodi Picoult ist die Meisterin des menschlichen Dramas." Freundin "Jodi Picoult beherrscht es meisterhaft, den Leser bis ins Innerste aufzuwühlen. Ein Buch, das einen so schnell nicht loslässt." Für Sie

Rezensionen und Kritik

»Jodi Picoult ist die Meisterin des menschlichen Dramas.« Freundin »Jodi Picoult beherrscht es meisterhaft, den Leser bis ins Innerste aufzuwühlen. Ein Buch, das einen so schnell nicht loslässt.« Für Sie

Autorenporträt zu "Jodi Picoult"

Jodi Picoult, geboren 1967 auf Long Island, lebt nach ihrem Studium in Princeton und Harvard zusammen mit ihrem Mann und drei Kindern in Hanover, New Hampshire. 1992 veröffentlichte sie ihren ersten Roman. 2003 wurde sie für ihre Werke mit dem National England Book Award ausgezeichnet. Sie gehört zu den erfolgreichsten amerikanischen Erzählerinnen weltweit ihr Roman "Beim Leben meiner Schwester" wurde in Hollywood verfilmt. "Das Herz ihrer Tochter" stand wie all ihre letzten Romane in den USA auf Platz 1 der Bestsellerliste. Weiteres zur Autorin: http://www.jodipicoult.de

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