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Lost Highway
- Audio CD
Trackliste zu "Lost Highway" von Bon Jovi

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Produktinformation
- Hersteller: Universal Vertrieb - A Division of / Island
- EAN: 0602517328082
- Best.Nr.: 22806557
- Artikeltyp: Musik
- Anzahl: 1
- Datenträger: CD
- Erscheinungstermin: 14.06.2007
Produktbeschreibung zu "Lost Highway"
Kurzbeschreibung
„Bei diesem Album dreht sich ausnahmslos alles um künstlerische
Freiheit“, setzt Jon Bon Jovi an. „Sie ist der Ausgangspunkt, der
Grundpfeiler des neuen Albums: musikalische Freiheit, um neue
Klangregionen erkunden zu können – und dazu emotionale Freiheit, um
wirklich das auszudrücken, was uns am Herzen liegt.“
Das Resultat, das neue Bon Jovi-Album „Lost Highway“, ist zunächst
ein eindringliches Set aus 12 brandneuen Songs – darüber hinaus ist
es ein vielschichtiger wie eindrucksvoller Blick auf das Wesen der
Liebe bzw. des Lebens. Dabei wird nicht eine einzige Facette
ausgelassen: Die Liebe, wie auch das Leben, wird verloren,
wiedergefunden, vergessen und wieder zurückgefordert. Während
unzählige Stimmungen und Gefühlslagen ineinander verschachtelt
werden, dominiert zugleich doch ein Gefühl stets ganz deutlich: Das
Gefühl, dass man es hier mit klassischem Bon Jovi-Songwriting zu
tun hat.
Jon beschreibt die neue Platte als „ein Bon Jovi-Album, das stark
von Nashville beeinflusst ist.“ „Seit 1991 fahre ich jedes Jahr
nach Nashville“, erläutert er. „In Nashville dreht sich einfach
alles um gute Songs und gutes Songwriting. Wenn man, wie ich, auf
Songs steht und sich gerne mit Songschreibern umgibt, dann kann ich
mir einfach keinen besseren Ort auf der Welt vorstellen. Ein
derartiges Umfeld, die ganze Kreativität, die in der Luft liegt,
öffnen bei mir alle nur erdenklichen Türen – es ist einfach die
perfekte Inspirationsquelle!“
„Diese neue Platte mit Jon zu schreiben hatte eine absolut
kathartische Wirkung auf mich“, berichtet Richie Sambora, der bei
zehn der neuen Songs mitgewirkt hat. „Ich durchlebte zur Zeit der
Aufnahmen gerade eine ganze Reihe von Veränderungen, und so war ich
indirekt dabei, mein emotionales Gleichgewicht auszuloten. Ich
hatte Probleme als Vater. Hatte eine schmerzhafte Scheidung hinter
mir. So stand ich gerade am Beginn eines neuen Lebensabschnitts –
ein neues Kapitel sollte geschrieben werden. Letztlich habe ich
alles, was ich hatte, in dieses Projekt einfließen lassen. Ich habe
alles rausgelassen und alles gegeben.“
„Inzwischen machen Richie und ich schon seit weit über 20 Jahren
zusammen Musik“, erklärt Jon. „Und selbst wenn wir uns mit unseren
Texten manchmal auf fiktives Terrain begeben, zeigen sie doch, wo
wir uns gerade mental befinden. Bei `Lost Highway´ geht es in
erster Linie um die Liebe. Wenn man die Welt mit Liebe betrachtet,
dann kann man hinter die Oberfläche vordringen. Ein Spalt tut sich
auf, und man kann plötzlich alles erkennen, was sonst hinter der
Hülle im Verborgenen liegt. Und das ist absolut wichtig – darum
handelt auch ein Song wie `Everybody’s Broken´ von genau diesem
Gefühl.“
Dem klassischen Songwriter-Duo Jon Bon Jovi/Richie Sambora standen
außerdem zwei Produzentengrößen während der Aufnahmen zur Seite:
Der eine, John Shanks, ist, in Jons Worten, „gewissermaßen das
fünfte Bandmitglied“. Shanks hatte bereits das Vorgängeralbum von
Bon Jovi, „Have A Nice Day“ (2005), produziert, das schließlich
sogar mit einem Grammy ausgezeichnet wurde. Der andere Produzent
ist Dann Huff, einer der größten Produzenten aus Nashville, der in
der Vergangenheit bereits mit Country-Schwergewichten wie Keith
Urban oder Rascal Flatts außerordentliche Erfolge feiern konnte.
„Die Kombination der beiden Herangehensweisen“, erläutert Jon
weiterhin, „ging perfekt auf. Alles kam ganz natürlich und absolut
reibungslos zusammen. Genau genommen, fühlte sich der gesamte
Aufnahmeprozess so offen, so frei von Vorschriften an, wie eine
menschenleere Straße, auf der wir alles machen konnten, was uns in
den Sinn kam.“
„Ich sehe `Lost Highway´ als eine Art Tagebuch, in dem wir einen
ganz spezifischen Lebensabschnitt festgehalten haben“, so Richie.
„Es war eine sehr tiefsinnige Zeit – tiefsinnig, weil wir die
simple Freiheit, einen Song zu schreiben, wiederentdeckt haben. Und
den Spaß, der damit einhergeht. Letztlich waren wir einfach nur
ehrlich zu uns, um dem Album die nötige Intimität zu geben. Selbst
ein Song wie `Seat Next to You´, der eigentlich von der Liebe
zwischen einem Jungen und einem Mädchen handelt, hatte für mich
eine völlig andere Bedeutung: Ich musste immer an mein Verhältnis
zu meinem Vater denken. Mir ging dieser Gedanke nicht mehr aus dem
Kopf, dass ein Sohn – ganz egal, was auch passieren mag –, immer
einen Platz an der Seite des eigenen Vaters hat.“
„Mit einem Songtitel wie `I Love This Town´ beziehe ich mich
zunächst ganz direkt auf Nashville“, erklärt Jon weiterhin.
„Nashville steht für den Geist des Albums, für die Energie und die
zurückgelehnte und offene Herangehensweise. Allerdings adressiere
ich mit dem Titel auch jeden x-beliebigen anderen Ort, an dem
kreative Energien gelebt und gefördert werden. Chicago, um ein
Beispiel zu nennen, oder London, Tokio, Berlin – ja, sogar Red
Bank, New Jersey! Als wir vor 25 Jahren dort angefangen haben,
waren wir der Überzeugung, dass es einzig auf die Qualität der
Songs ankommt, und dass große Songs immer wieder Erinnerungen
wachrufen können – nicht nur für uns als Songschreiber, sondern
auch für das Publikum, das sich diese Songs anhört. Die Songs der
Künstler waren das Rückgrat der kompletten Musikwelt. Der Kern von
allem, was in diesem verrückten Business passiert. Mit `Lost
Highway´ haben wir einen Weg eingeschlagen, auf dem wir diese
Ansicht wiederbeleben konnten. Ich glaube, dass wir mit diesem
Album zu unseren Wurzeln zurückgekehrt sind. Es ging dabei
letztlich nur um die Grundlagen: gute Geschichten, die auf guter
Musik präsentiert werden.“
Für Sambora ist auch der Titel des kommenden Albums absolut
bezeichnend: „Auch ich bin ein Reisender auf dem `Lost Highway´“,
gesteht er. „Dabei schwingt sicherlich auch ein unheimliches
Element mit, weil man die Strecke noch nicht kennt. Allerdings
bedeutet das auch, dass man in jedem Fall aufregende neue Orte
kennen lernen wird. Jon singt in einem Song folgende Zeile: `In my
rear view mirror my life is getting clearer.´ (Deutsch: `In meinem
Rückspiegel gewinnt mein Leben an Konturen.´) Und an anderer Stelle
singt er, `There’s a whole lot of leaving going on.´ (Deutsch: `Von
Vielem wird gerade Abschied genommen.´) Und sicherlich schwingt
dabei auch Reue mit. Tränen wird man auf diesem Album immer wieder
begegnen. Aber zugleich findet man Freude und jede Menge Hoffnung –
und die Vorfreude auf das, was noch kommt, wenn man einen neuen
Lebensabschnitt beginnt. Zu guter Letzt hat man es mit der Einsicht
zu tun, dass `Lost Highway´ ein weiterer Abschnitt dieser Reise
ist.“
Bei „Lost Highway“ handelt es sich um das zehnte Studioalbum, das
Bon Jovi seit ihrer Bandgründung in den frühen Achtzigern
aufgenommen haben. Auch nach weltweit 120 Millionen verkauften
Alben bzw. 2.500 Konzerten in über 50 Ländern, steuern Bon Jovi mit
ihrer klanglichen Reise noch immer neue Höhepunkte an.
Kundenbewertungen zu "Lost Highway" von "Bon Jovi"
Bewertung von Kick Anita aus Neumarkter Straße 17, 92280 Kastl am 26.05.2008
Bewertung von Lisa W. aus Wechloy am 05.07.2007
So verkündeten es jedenfalls die ersten Pressemeldungen, die Mitte März 2007 um den Globus gingen. Doch am Ende wird der Kaffee wie immer nicht so heiß getrunken, wie er gekocht wurde. Denn nur weil eine Platte in Nashville geschrieben und aufgenommen wurde, ab und zu Pedal Steel Gitarre, Fiddle, Akkordeon und Mandoline zu hören sind und mit Szeneveteranen wie Big & Rich sowie Produzent Dann Huff (Tim McGraw, Keith Urban, Rascal Flatts) zusammengearbeitet wurde, wird daraus nicht zwangsläufig ein reinrassiges Countryalbum. Dieses Risiko würde ein Jon Bon Jovi bei allem Spaß an neuen Klängen und dem Wunsch nach künstlerischer Freiheit niemals eingehen!
Trotzdem ist der Schachzug einigermaßen genial, denn für „Lost Highway“ entfällt die imaginäre Last, ein neues „Slippery When Wet“ (08/1986) oder „New Jersey“ (09/1988) abzuliefern, was von vielen Ur-Fans erhofft wird, doch von der Band wahrscheinlich nicht (mehr) gewollt ist. Und das Songwriterduo Richie Sambora/Jon Bon Jovi ist quasi im Handstreich legitimiert, seine poppigen Melodien in rockmusikfreie Radiolieder zu verpacken. Meckern verboten, wir haben es ja vorher gewusst! Und deshalb ist Bon Jovis zehntes Studioalbum natürlich nicht das angekündigte Countryalbum geworden, sondern lediglich eine noch poppigere Variante ihres typischen Songwritings, die zarte Einflüsse aus der Countrysparte zulässt und hier und da ein paar gute Ideen hat.
Die erste Singleauskopplung „(You want to) Make a memory“ ist die wohl mutigste und kompromissloseste Bon-Jovi-Ballade aller Zeiten. 4½ Minuten, die sich langsam und leise anschleichen, ohne jemals wirklich aufzubrausen, und sich von Mal zu Mal mehr ins Langzeitgedächtnis einbrennen. Die Instrumentierung ist zurückhaltend und dennoch klingt der Song satt produziert (die wenigen Streicher sind kaum zu hören, das sparsam eingesetzte Piano erzeugt Gänsehaut), während der Text, nun ja, typische Jon-Bon-Jovi-Lyrik darstellt. Damit wäre zwar schon der Höhepunkt des Albums genannt, doch es gibt noch weitere Stücke, die als gelungen bezeichnet werden dürfen, auch wenn es keine Meisterwerke sind.
So ist der Titeltrack ein nettes Schunkellied mit „Hey, hey“-Refrain, im Gute-Laune-Song „Summertime“ darf die E-Gitarre zur Abwechslung etwas lauter rocken und auch „Whole lot of leavin’“ überzeugt durch Mr. Samboras überragendes Gitarrenspiel. „We got it going on“ und „I love this town“ bedienen sich dagegen zu sehr an bekannten Bon-Jovi-Versatzstücken, auch wenn in erstgenanntem Stück Big & Rich mitmischen. „Any other day“ baut als Roadsong zunächst eine tolle Atmosphäre auf, die der Refrain nicht halten kann und „Seat next to you“ ist schlicht und ergreifend zu schmalzig geraten. Anders verhält es sich mit „Everybody’s broken“ und „One step closer“, die simple und eingängige Melodien haben, sowie dem Duett mit LeAnn Rimes („Till we ain’t no strangers anymore“), das als radiofreundliche, leicht bombastische Country-Pop-Hymne gute Chancen als Single haben dürfte.
Der wohl coolste Song der Nashville-Sessions, nämlich das bei Queens „Fat bottomed girls” geklaute „Put the boy back in cowboy”, ist leider nicht auf dem Album enthalten. Um diesen Track zu bekommen, muss der Fan auf die Maxi-Single von „(You want to) Make a memory“ zurückgreifen. Aber das tut er ja eh – vorausgesetzt, er kann sich mit den neuen Country-Popsongs aus dem Hause Bon Jovi anfreunden. Diese funktionieren nämlich streckenweise ausgesprochen gut. Dafür muss der Ur-Fan allerdings akzeptieren, dass diese Gruppe nichts mehr mit der Musik aus den 80er Jahren zu tun hat.
Bewertung von Danny aus Kassel am 23.06.2007
Das neue Album plätschert so dahin. Ab und an gibt es mal einen etwas rockigeren Song, allerdings kann das den Weichspül-Charakter der Platte leider nicht nachhaltig beeinflussen. Zugegeben, die Mannen um Jon Bon Jovi sind auch etwas in die Jahre gekommen und viele Künstler neigen dazu, im Alter seichter zu werden. Aber auch beim Thema Ideenreichtum lässt die Band nach. Das gipfelt in dem Song "We Got It Going On", bei dem man sich wirklich an "Enter Sandman" von Metallica erinnert fühlt, zumindest auszugsweise.
Dem Erfolg von Bon Jovi wird das sicher nicht schaden. Man erinnere sich an die bereits genannte riesengroße Fanbase. Diese Leute sind nicht objektiv und verhelfen ihren Idolen immer wieder zu traumhaften Verkaufszahlen. Allerdings wird die Band es schwer haben, mit diesem Album neue Käuferschichten anzusprechen, denn dafür ist der "Lost Highway" einfach zu lang und vor allem zu langweilig. Vielleicht hätte man mal nach rechts oder links abbiegen sollen...
Bewertung von Christine aus Jena am 11.06.2007
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