Die Formation zählt schon lange zu den innovativsten HipHop-Bands
der US-Szene. Diesem Ruf werden The Roots auch mit "Game
Theory" wieder gerecht. Das umtriebige HipHop-Kollektiv aus
Philadelphia um Schlagzeuger ?uestlove und MC Black Thought wird
tatsächlich mit jedem Album noch ein Stück besser. Stellte bereits
das 2004 veröffentlichte "Tipping Point" einen Höhepunkt
in der Karriere der Roots dar, so haben sie sich mit "Game
Theory" noch einmal selbst übertroffen. Ihr erstes Album für
Def Jam ist ein außergewöhnlicher musikalischer und intellektueller
Triumphzug: Noch nie zuvor schrieb die Gruppe bessere und zugleich
so politische Songs, allen voran das mit dezenten
Psychedelic-Elementen angereicherte Stück "Baby" und das
ungewohnt rockige "Here I Come". Noch nie klang eine
Platte der Formation so düster und so erwachsen, was sich besonders
bei Tracks wie dem sich sehr kritisch mit der modernen
Mediengesellschaft auseinandersetzenden "False Media" und
dem nicht weniger nachdenklichen, mit Hilfe von Sängerin Maimouna
Youssef eingespielten "Don't Feel Right" zeigt.
Eindeutiger Höhepunkt des Albums ist jedoch der Titel
"Can't Stop This", eine bewegende Hommage an den
kürzlich verstorbenen Produzenten und Freund der Gruppe James
Yancey alias Jay Dee alias J Dilla.
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