Da boxe die Beudel; Kampf der Häuptlinge, unterfränkische Ausgabe
Die "Dour de Frångn" (Meefränggisch Band 1) verlief noch
harmonisch. Im zweiten Meefränggisch-Album begann dann aber mit der
"Fråche der Ehre" schon der Zoff: Denn die Unterfranken
von jenseits des Spessart wollten sich mit den Besatzern aus der
"Kapitale im Süden" arrangieren. Die vom Maindreieck
wiederum wollen die Besatzer nach alter Väter Sitte verdreschen.
Jetzt ist der Tag der Entscheidung in diesem Streit nicht mehr
fern, denn der dritte Asterix-Band auf Mainfränkisch - mithin der
letzte der "meefränggischen Trilogie" - steht vor der
Tür. Im legendären "Kampf der Häuptlinge" werden
handfeste Argumente ausgetauscht, Hinkelsteine geworfen und Feste
gefeiert.
Das bewährte Übersetzer-Trio aus Würzburg, Dr. Gunther Schunk, Kai
Fraass und Hans-Dieter Wolf, wird erneut durch einen kompetenten
Gastsprechblasenbefüller verstärkt: Star-Kabarettist Urban Priol
ist wie schon im zweiten Band für den Zungenschlag aus dem
"Ascheberscher" Raum verantwortlich. Man darf gespannt
sein, wer am Ende obenauf ist!
Uff ölle Fäll wern in den Büchle widder jede Menge Spässli gemacht,
Dådsachn aus der meefränggischn Gschichde erklärt unn Schwarzkiddl
gebråtn. Unn am End håldn die Unnerfrångn doch widder zamm gechn
die Besatzer-Lümmel. Pfundsverreck!
Albert Uderzo, 1927 geboren, wurde 1941 Hilfszeichner in einem Pariser Verlag. 1945 half er zum ersten Mal bei der Herstellung eines Trickfilms, ein Jahr später zeichnete er seine ersten Comic-strips, wurde Drehbuchverfasser und machte bald auch in sich abgeschlossene Zeichenserien. In dieser Zeit entstanden u.a. "Belloy, Ritter ohne Rüstung" (für die Zeitschrift OK) und "Verbrechen lohnt sich nicht" (für die Zeitung France-Soir). Uderzo wurde Mitarbeiter einer belgischen Agentur in Paris, wo er 1951 Jean-Michel Charlier und Rene Goscinny kennenlernte. Mit Charlier machte Uderzo "Belloy", "Tanguy" und "Laverdure" und mit Goscinny entstanden zunächst u. a. "Pitt Pistol" und "Der unglaubliche Korsar", dann folgten "Luc Junior" (für La Libre Belgique), "Benjamin und Benjamine" (für "Top Magazin") und "Umpah-Pah" (für "Tintin"). 1959 gründeten Uderzo und Goscinny ihre eigene Zeitschrift, die sich "Pilot" nannte. Als Krönung entstand dann "Asterix der Gallier". Albert Uderzo erhielt im Juni 2004 den Max-und-Moritz-Preis des Comic-Salons Erlangen für sein herausragendes Lebenswerk.
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