Alexander M. Frey 

Solneman der Unsichtbare

Roman

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Solneman der Unsichtbare

Solneman, ein geheimnisvoller Fremder, erscheint in einer großen Stadt und erwirbt den dortigen Park für den ungeheuren Betrag von 150 Millionen Mark. Um das Areal herum errichtet er eine dreißig Meter hohe Mauer, denn der Sonderling, dessen wahre Gestalt niemand kennt, pocht auf absolute Anonymität und Wahrung seiner Privatsphäre. Das freilich ertragen die Bürger nicht: Märchenhafter Reichtum, gepaart mit der Verweigerung von Gemeinschaft, rücken den Abgeschiedenen in den Mittelpunkt des öffentlichen Interesses. Immer bizarrer geraten die Versuche neugieriger Städter und bornierter Vertreter der Obrigkeit, das Geheimnis um den rätselhaften Eremiten im Park zu lüften, bis dieser am Ende entnervt kapituliert.


Produktinformation

  • Verlag: Elsinor Verlag
  • 2011
  • Ausstattung/Bilder: 2010. 184 S.
  • Seitenzahl: 184
  • Deutsch
  • Abmessung: 219mm x 135mm x 18mm
  • Gewicht: 245g
  • ISBN-13: 9783939483168
  • ISBN-10: 3939483168
  • Best.Nr.: 29020176

Perlentaucher-Notiz zur Sueddeutsche Zeitung-Rezension

Glücklich hat Tobias Lehmkuhl die Neuausgabe des 1914 erstmals publizierten "Solneman der Unsichtbare" gemacht, dessen Autor seit seinem Tod 1957 nahezu vergessen ist, wie der Rezensent mitteilt. Der satirische Roman erzählt von einem seltsamen Fremden, der den Bürgern einer Stadt für eine Unsumme den Stadtpark abkauft und die seither von Neugier zerfressen sind, was der neue Besitzer darin treibt, fasst der Rezensent zusammen. Auch wenn die Stadtbewohner irgendwann gar das Militär schicken, um sich Einblick zu verschaffen, handelt es sich bei dem Roman nicht bloß um eine weitere Satire auf das Kaiserreich, versichert Lehmkuhl. Schon allein Freys Talent, den "markigen" Zeitton so genau zu treffen und gleichzeitig ironisch zu brechen, findet der Rezensent herausragend. Feinste Beobachtung gemischt mit "grellen Bildern" lassen das Buch für den Rezensenten aus der Literatur der Zeit hervorstechen, und er kann hier großes Lesevergnügen und kluge Unterhaltung versprechen.

© Perlentaucher Medien GmbH

Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 14.04.2010

Fette Schreie im Stadtpark
Alexander Moritz Freys „Solneman” in einer Neuausgabe
In München wurde er geboren, 1881, und in München ließ sich Alexander Moritz Frey – nach Studienaufenthalten in Heidelberg und Freiburg – auch als Schriftsteller nieder. Als Sanitäter nahm er später am Ersten Weltkrieg teil, in derselben Einheit wie Adolf Hitler. So bat man Frey 1920, Feuilletonchef des Völkischen Beobachters zu werden. Er aber lehnt ab, schrieb mit „Die Pflasterkästen” schließlich einen Antikriegsroman, der ihm endgültig den Unmut der Nazis eintrug. Als die Gestapo im März 1933 seine Münchner Wohnung verwüstete, floh Frey nach Österreich und später in die Schweiz. Hier lebte er lange in sehr unsicheren Verhältnissen, schrieb weiter Romane und kehrte auch nach Ende des Zweiten Weltkriegs nicht nach Deutschland zurück.
Seit seinem Tod 1957 ist Frey weithin vergessen, einzig sein Roman „Solneman der Unsichtbare” wurde Anfang der neunziger Jahre in Suhrkamps „Phantastischer Bibliothek” noch einmal aufgelegt. Jetzt hat der kleine, entdeckerfreudige Elsinor Verlag sich des „Solneman” angenommen und ihn in der Textgestalt der …

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Alexander Moritz Frey, geboren am 29. März 1881 in München, gestorben am 24. Januar 1957 in Zürich. 1903 Abitur in Mannheim; Jura- und Philosophiestudium in Heidelberg, Freiburg und München. Freier Schriftsteller in München; im Ersten Weltkrieg als Sanitäter an der Westfront. Frey, der im Krieg in der gleichen Einheit wie Adolf Hitler dient, weist später alle Annäherungsversuche der Nationalsozialisten zurück und bekennt sich zum Pazifismus. 1933 Flucht nach Österreich, 1938 in die Schweiz; er kehrt nach dem Zweiten Weltkrieg nicht mehr nach Deutschland zurück.

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