Zu seinem 40. Jahr in der Modewelt macht sich der mit Preisen
überhäufte charismatische Lauren nun selbst das größte Geschenk:
eine prachtvolle Monographie, in der er erstmals detailliert
Einblick in sein Leben und seine Kunst gewährt. Er öffnet private
Fotoalben, plaudert unaufgeregt über sein aufregendes Leben, zeigt
Modell-Studien und Lieblingsstücke aus seinen Kollektionen,
brillant in Szene gesetzt von Starfotografen wie Bruce Weber,
Deborah Turbeville oder Patrick Demarchelier. Mit diesem hochwertig
ausgestatteten Meisterwerk belegt Lauren einmal mehr eindrucksvoll,
warum er als einer der größten Ästheten unter den zeitgenössischen
Designern gilt.
Es ist beinahe eine Aschenputtel-Geschichte, auch wenn sie nichts
mit Erbsen, sondern mit Krawatten zu tun hat. Es war im Jahr 1964,
als der junge Ralph Lipschitz nach seiner Zeit bei der Army die
Modewelt betrat - als Schlipsverkäufer bei Brooks Brothers. Drei
Jahre später designte er, was andere nun verkaufen mussten - immer
noch Krawatten - bis 1968 das, was einmal eine
Ein-Milliarden-Dollar-Marke werden sollte, seinen Anfang nahm: Mit
einem 50 000 Dollar-Kredit kaufte er die marode Herrenlinie
"Polo". Sein erster Coup: Die Eröffnung des Geschäfts
"Polo Fashions", Schwerpunkt Krawatten.
Von nun an ging es rasant weiter: Aus dem Schlipsfreund wurde der
Herr über ein weltweit operierendes Mode- und Lifestyle-Label,
dessen Look unverwechselbar ist. Hohe Qualität und sportliche
Eleganz, präsentiert von einer Schar Models, die so entspannt
wirken, als würden sie gerade Ferien in den Hamptons machen, das
sind nur einige Markenzeichen des genialen Designers.