Wie verhielten sich mittelalterliche Menschen in ihrem Lebenslauf
zwischen Geburt und Tod? Wie richteten sie ihre Lebensräume
zwischen Landstraße und Gaststube ein, wie lebten sie zusammen
zwischen Knechtschaft und Krieg? Worin unterscheidet sich das
Mittelalter von unserer Welt? Diesen und vielen anderen Fragen geht
der Historiker Arno Borst in seinem großen Standardwerk anhand der
Quellen jener Epoche nach.
Arno Borst untersucht die Lebensformen im Mittelalter unter
zahlreichen Aspekten. Ausgangspunkt sind die Quellen jener Epoche:
Chroniken, Biographien, Memoiren und Legenden, Urkunden, Akten,
Briefe und Handbücher, poetische und gelehrte Texte aus ganz
Europa. Er läßt die mittelalterlichen Menschen vom Verhalten ihrer
Zeitgenossen unmittelbar erzählen und knüpft daran eine moderne
Auslegung, die 'zwischen den Zeilen' liest und Hintergründe
freilegt, von denen die Autoren nichts sagten oder nichts wußten.
Das Hauptthema - die mittelalterlichen Lebensformen - wird von
Borst nach zwei Richtungen hin vergleichend abgegrenzt: einmal zu
unserer Gegenwart und zum anderen nach kulturanthropologisch
vergleichbaren Phänomenen hin. Borst kommt zu dem Schluß, daß das,
was uns noch mit dem Mittelalter verbindet, nicht die
Lebensbedingungen, aber auch nicht die Ereignisse und Erbschaften
sind, sondern die Grundfragen mitmenschlichen Verhaltens gegenüber
einer stets bedrohlichen Zukunft.
Ausstattung/Bilder: Neuausg. 2004. 796 S. m. zahlr. zeitgenöss. Abb.
Seitenzahl: 796
Ullstein Taschenbuch Nr.26513
Deutsch
Abmessung: 188mm x 127mm x 46mm
Gewicht: 559g
ISBN-13: 9783548265131
ISBN-10: 3548265138
Best.Nr.: 06769873
"Mit der unvergleichlichen Belesenheit und dem direkten Zugang zur vergangenen Lebenswirklichkeit ... breitet Borst eine Fülle von Hinweisen auf die Existenz des mittelalterlichen Menschen aus." (Neue Züricher Zeitung)
»Mit der unvergleichlichen Belesenheit und dem direkten Zugang zur vergangenen Lebenswirklichkeit ... breitet Borst eine Fülle von Hinweisen auf die Existenz des mittelalterlichen Menschen aus.« Neue Züricher Zeitung
Arno Borst (1925-2007) war neben Johan Huizinga, Marc Bloch und Georges Duby einer der wirkungsmächtigsten europäischen Historiker des 20. Jahrhunderts. Der vielfach ausgezeichnete Gelehrte wirkte an der neugegründeten Universität Konstanz bis zu seiner Emeritierung 1990 von seinem Lehrstuhl für mittlere und neuere Geschichte aus.
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