Menschenrechte werden üblicherweise als moralische Ansprüche
verstanden, die politischem Handeln vorgegeben und von ihm als
Rechte umzusetzen sind. Im Gegensatz zu diesem
moralisch-juridischen Modell hat sich in den letzten Jahren
zunehmend ein genuin politisches Verständnis der Menschenrechte
entwickelt, dem zufolge diese Rechte das Prinzip einer anderen
Politik formulieren: das einer grundsätzlichen Transformation -
Revolution - der politischen Ordnung. Der Band versammelt zum einen
historische Texte, die dieses Verständnis zuerst zum Ausdruck
gebracht haben. Zum anderen werden unter drei Stichworten -
Deklaration, Demokratie, Partizipation - zentrale Positionen der
gegenwärtigen Debatte um ein politisches Verständnis der
Menschenrechte dokumentiert. Mit Texten u. a. von Étienne Balibar,
Jacques Derrida, Costas Douzinas, Jürgen Habermas, Claude Lefort,
Jacques Rancière und Albrecht Wellmer.