In Lübeck lebt und arbeitet die großbürgerliche Familie der
Buddenbrooks. Über die Geschicke von Familie und Geschäft herrscht
Patriarch Jean Buddenbrook. Auch die drei Kinder Thomas, Christian
und Tony müssen ihre privaten Bedürfnisse seinem Anspruch
unterordnen. Die Söhne sollen das Handelshandwerk lernen, und Tony
muss ihre große Liebe einer standesgemäßen Hochzeit opfern. Doch
als Jean stirbt, treten die persönlichen Lebensvorstellungen der
Kinder wieder in den Vordergrund, und das Familienimperium
zerbricht langsam. Regisseur Heinrich Breloer ist bekannt als
unschlagbarer Meister des Dokudramas im Fernsehen. Im Alter von 66
Jahren wechselte er nun auf die große Leinwand, um im
entsprechenden Rahmen Thomas Manns Großwerk filmisch neu
aufzubereiten. Nachdem er bereits bei "Die Manns" mit
Armin Mueller-Stahl gearbeitet hatte, gibt der hier wieder
kongenial den Patriarchen, umgeben von allem, was Rang und Namen
hat im deutschen Schauspiel. Wuchtiger Film, der sich in der
Videothek aufgrund der Thematik schwerer als im Verkauf tun
dürfte.
Quelle/Copyright: Entertainment Media Verlag
Die Mitte des 19. Jahrhunderts ist die Zeit der großen
Handelsdynastien. In Lübeck lebt und arbeitet die großbürgerliche
Familie der Buddenbrooks, die über Getreidehandel seit Generationen
zu Wohlstand und Ansehen gekommen ist. Für Konsul Jean (Armin
Mueller-Stahl) und Konsulin Bethsy (Iris Berben) ist das Private
untrennbar mit dem Geschäftlichen verbunden, man führt,
gesellschaftlich geachtet, ein angenehmes, aber vorbestimmtes Leben
in einer aufstrebenden Wirtschaftsmetropole.
Als Jean stirbt, beginnt der Stern der Dynastie zu sinken: die
Kinder Thomas (Mark Waschke), Christian (August Diehl) und Tony
(Jessica Schwarz) können ihre Lebenskonflikte nicht bewältigen, ein
dramatisches Familienschicksal nimmt seinen Lauf.
Weltliteratur in neuem Gewand
Ein Stück Weltliteratur, für das Thomas Mann mit dem
Literaturnobelpreis geehrt wurde, findet hier den Weg auf die
Leinwand - in einer bewegenden Eindrücklichkeit wie nie zuvor. Im
Regiestuhl saß der Mann-Kenner Heinrich Breloer, der Stoffe des
deutschen Ausnahmeautors auch schon fürs Fernsehen ins Bild
setzte.
Einzigartige Leistungen von hochkarätigen Schauspielern wie Armin
Mueller-Stahl, Jessica Schwartz, August Diehl und Iris Berben
machen große Literatur zum wahren Kinovergnügen.
Die Mitte des 19. Jahrhunderts ist die Zeit der großen Handelsdynastien. In Lübeck lebt und arbeitet die großbürgerliche Familie der Buddenbrooks, die über Getreidehandel seit Generationen zu Wohlstand und Ansehen gekommen ist. Für Konsul Jean (Armin Mueller-Stahl) und Konsulin Bethsy (Iris Berben) ist das Private untrennbar mit dem Geschäftlichen verbunden, man führt, gesellschaftlich geachtet, ein angenehmes, aber vorbestimmtes Leben in einer aufstrebenden Wirtschaftsmetropole.
Als Jean stirbt, beginnt der Stern der Dynastie zu sinken: die Kinder Thomas (Mark Waschke), Christian (August Diehl) und Tony (Jessica Schwarz) können ihre Lebenskonflikte nicht bewältigen, ein dramatisches Familienschicksal nimmt seinen Lauf.
Weltliteratur in neuem Gewand
Ein Stück Weltliteratur, für das Thomas Mann mit dem Literaturnobelpreis geehrt wurde, findet hier den Weg auf die Leinwand - in einer bewegenden Eindrücklichkeit wie nie zuvor. Im Regiestuhl saß der Mann-Kenner Heinrich Breloer, der Stoffe des deutschen Ausnahmeautors auch schon fürs Fernsehen ins Bild setzte.
Einzigartige Leistungen von hochkarätigen Schauspielern wie Armin Mueller-Stahl, Jessica Schwartz, August Diehl und Iris Berben machen große Literatur zum wahren Kinovergnügen.
Quelle/Copyright: Entertainment Media Verlag
Thomas Mann wurde 1875 in Lübeck geboren und wohnte seit 1894 in München. 1933 verließ er Deutschland und lebte zuerst in der Schweiz am Zürichsee, dann in den Vereinigten Staaten, wo er 1938 eine Professur an der Universität in Princeton annahm. Später hatte er seinen Wohnsitz in Kalifornien, danach wieder in der Schweiz. Er starb in Zürich am 12. August 1955. Thomas Mann zählt zu den bedeutendsten Schriftstellern des 20. Jahrhunderts. Mit ihm erreichte der moderne deutsche Roman den Anschluss an die Weltliteratur. Manns umfangreiches und vielschichtiges Werk hat eine weltweit kaum zu übertreffende positive Resonanz gefunden. Für seinen ersten großen Roman Die Buddenbrooks erhielt er 1929 den Nobelpreis für Literatur.
Diese Verfilmung ist ein Witz. Generationen werden ausgelassen, die aber wichtig für den Verfallsprozess der Buddenbrooks ist, Tony wird eine Liebschaft mit dem verhassten Hermann Hagenström hinzu gedichtet, die es im Buch nicht gegeben hätte, dafür ist ihr Weltbild zu festgefahren, und ihre Rolle ist völlig falsch angelegt.
Fazit: Verfilmung gibt nicht im Geringsten den Roman wieder.