Leseprobe zu "Tantra, Karten der Liebe, Orakelkarten"
Die Liebe: ein kosmisches Spiel "Wie finde ich meinen Seelenpartner? Wie kann ich mehr Achtsamkeit und Bewusstheit in meiner Partnerschaft entwickeln? Und wie kann ich die Liebe nutzen, um innerlich zu wachsen und die spirituelle Dimension des Lebens zu erkennen?" Um all diese durchaus ernsten Fragen geht es im Tantra. Und doch sagt die altindische "Philosophie der Liebe" auch, dass die Liebe ein Spiel ist, dem die Leichtigkeit des Seins zugrunde liegt. Für Tantra-Praktizierende ist das Leben nicht Kampf, sondern Fest. Und die Liebe ist ein intimes Spiel zwischen zwei Menschen, die wirklich offen füreinander sind.
Die Tantra-Karten der Liebe betonen den spielerischen, freudvollen Aspekt der Zweisamkeit - auch dann, wenn es ernst wird. Gerade in Krisenzeiten sind neue Impulse für die Beziehung überlebenswichtig. Tantra kann hier oft die nötigen Anregungen geben. Die Karten richten sich aber auch an Menschen, die auf der Suche nach ihrem Seelenpartner sind. Ebenso an alte und neue, junge und reife Paare, die die Wachstumsmöglichkeiten, die sich in jeder Partnerschaft verbergen, bewusst nutzen möchten.
Die richtige Frage kann Ihr Leben verändern Die Tantra-Karten werden Ihnen vor allem dann helfen, wenn Sie sich eine der folgenden Fragen stellen:
Was muss ich in meiner Beziehung verändern? -; Wofür wird es jetzt Zeit?
Wie kann ich gemeinsam mit meinem Partner Blockaden und Hemmungen überwinden? M Worauf sollte ich gemeinsam mit dem Menschen, in den ich mich verliebt habe, achten?
Wie kann ich auch in langjährigen Beziehungen immer wieder für neuen Schwung sorgen?
Welche Eigenschaften muss ich in mir selbst entwickeln, um "mehr Glück in der Liebe" zu haben?
Welche Chancen bietet die Zukunft?
Und welche Gefahren sind dabei zu beachten?
Im Spiel mit den Karten fällt es leicht, auf diese Fragen unbeschwert einzugehen. Durch das Kartenlegen können Sie Kontakt mit Ihrem Unterbewusstsein aufnehmen und problematische Situationen besser verstehen. Gerade in Liebesdingen entziehen sich unsere Emotionen oft der bewussten Kontrolle, und wir reagieren sehr empfindsam auf kaum wahrnehmbare Eindrücke. Die Tantra-Karten der Liebe helfen dabei, die eigenen Reaktionen bewusst zu erkennen und konstruktiv mit ihnen umzugehen.
Das Kartenspiel besteht aus 30 Karten: Auf jeder Karte findet sich ein Thema oder Aspekt der Liebe (wie etwa Leidenschaft, Zärtlichkeit oder Lebensfreude). Jedes dieser Themen wird durch eine Tantra-Stellung repräsentiert, wobei es drei Karten-Farben gibt: 10 grüne Karten repräsentieren die weibliche Energie (Shakti). In den abgebildeten Liebesstellungen dominiert die weibliche Energie, die Leben spendend, nährend und aufnahmebereit ist.
10 blaue Karten repräsentieren die männliche Energie (Shiva). In den gezeigten Liebesstellungen dominiert die männliche Energie, die durch Tatkraft und Erkenntnisfähigkeit geprägt ist. 10 orangefarbene Karten stehen für die universelle Energie (Brahma). In den abgebildeten Liebesstellungen sind die weiblichen und männlichen Energien weitgehend im Einklang.
Tantra - Neue Chancen für die Liebe Obwohl Tantra jahrtausendealte Wurzeln hat, bietet die altindische Methode gerade heute wertvolle Chancen für die Liebe. Die zunehmende Konzentration auf das Außen und die vielen weltlichen Reize machen es uns schwer, aus unserer Mitte zu leben und zu handeln. Die negativen Folgen für den Einzelnen, die Partnerschaft und die Familie sind überall zu sehen. Tantra hilft uns dabei, wieder zurück zu uns selbst und unserem "Du" zu finden.
Die Entdeckung des Göttlichen im eigenen Partner zählt zu den wichtigsten Zielen des Tantra. Die Sexualität wird dabei als Möglichkeit gesehen, sich körperlich, seelisch und spirituell mit seinem Partner zu verbinden und in der Ekstase neue Bewusstseinsebenen zu erkunden. Tantra bietet die Chance, gemeinsam zu wachsen und sich ganz auf die Erfahrung des Wir einzulassen.
"Das Ganze ist mehr als die Summe seiner Teile" - diese Weisheit gilt auch im Tantra, denn erst in der Verbindung mit unserem Gegenpol können wir wirklich unser gesamtes menschliches Potenzial entwickeln. Probleme in der Beziehung werden im Tantra deshalb auch immer als Entwicklungsprobleme aufgefasst: Sie bieten Chancen, gemeinsam einen Schritt vorwärts zu machen, Blockaden oder Verletzungen zu überwinden und neue "Herzens-Fähigkeiten" zu entwickeln.
Die Schule der Sinnlichkeit Der Begriff Tantra stammt aus dem Sanskrit und bedeutet im übertragenen Sinne so viel wie "Essenz" oder "innerstes Wesen". Er wurde ursprünglich im Hinduismus und Buddhismus für Schriften und Rituale gebraucht, in denen die Überwindung der Dualität und Getrenntheit als Weg zur Glückseligkeit betrachtet wurde.
Nach den tantrischen Lehren nimmt der oder die Geliebte beim Liebesspiel eine viel bedeutendere Rolle ein als die eines bloßen Geschlechtspartners. Tantra lehrt, den Partner als Verkörperung des Gottes Shiva beziehungsweise der Göttin Shakti zu sehen.
Nur durch die Verfeinerung der Sinne kann auch das Bewusstsein so weit verfeinert werden, dass die Essenz der männlichen und weiblichen Energie sichtbar werden. Im Tantra werden daher alle Sinne entwickelt - Sehen, Riechen, Schmecken, Lauschen und Spüren. Tantra ist gelebte Sinnenfreude, die ganz darauf abzielt, das Hier und Jetzt zu genießen.
Auch wenn Tantra oft nur als "Sexgymnastik" gesehen wird: seine Lehren bieten einen spirituellen Weg, der weit über das rein Körperliche hinausgeht. Die Sinnlichkeit, die in der lustvollen Vereinigung mit dem Partner gepflegt wird, zeigt sich auch im Alltag in einem bewussteren, offeneren Umgang miteinander. Leistungsdruck, starre Erwartungen und die Hetze des modernen Lebens haben im Tantra keinen Platz - hier wird die Kunst kultiviert, das Leben zu entschleunigen und wieder ganz "zu sich zu kommen". Nur so können sich Zufriedenheit und Lebensfreude einstellen. Und nur so kann die Erkenntnis reifen, dass das Gefühl des Getrenntseins eine Illusion ist und wir in Wirklichkeit zutiefst mit unserem "Du" verbunden sind.