Bis jetzt ist es der Band gelungen, sich mit jedem Longplayer
deutlich zu steigern und auch das vierte Album bildet da keine
Ausnahme. Drei Jahre nach der letzten Platte
"Absolution", mit der Muse bis auf Rang elf der deutschen
Charts vorstießen, legt das Trio um Sänger und Gitarrist Matthew
Bellamy ein nicht weniger ambitioniertes, größtenteils in New York
eingespieltes Werk vor. Muse überraschen auch diesmal mit einer
aufregenden stilistischen Mixtur, die von Funk über Pop und Rock
bis hin zu Folk und Elektronik reicht. Dabei setzt die Band in
Tracks wie "Starlight" oder "Invincible"
weiterhin auf eine gesunde Portion Pathos, ohne es damit aber zu
übertreiben. Die elf Songs zeichnen sich durch einen besonders
großen Detailreichtum aus. Muse konnten zum ersten in ihrer
Karriere im Studio ohne Zeitbeschränkungen arbeiten und feilten
entsprechend ausgiebig an den Feinheiten. Zu den herausragenden
Nummern zählt neben der introvertierten, mit ausgefeilten
Gesangsharmonien, die sogar ein wenig an Queen erinnern, veredelten
Folk-Ballade "Soldier's Poem" vor allem das ganz auf
seinen Dancefloor-Tauglichkeit hin ausgerichtete Stück
"Supermassive Black Hole" mit dem sich Muse selbst
übertreffen.
Quelle/Copyright: Entertainment Media Verlag