Karl May oder Die Macht der Phantasie - Schmiedt, Helmut

Helmut Schmiedt 

Karl May oder Die Macht der Phantasie

Eine Biographie

Buch mit Leinen-Einband
 
versandkostenfrei
innerhalb Deutschlands
23 ebmiles sammeln
EUR 22,95
Sofort lieferbar
Alle Preise inkl. MwSt.
Bewerten Empfehlen Merken Auf Lieblingsliste


Karl May oder Die Macht der Phantasie

Am 30. März 1912 stirbt in Radebeul Karl Friedrich May - Lehrer, Kleinkrimineller und Schöpfer unsterblicher Gestalten wie Winnetou, Old Shatterhand oder Kara Ben Nemsi. Zum 100. Todestag des großen deutschen Romanciers hat der Germanist Helmut Schmiedt, stellvertretender Vorsitzender der Karl-May-Gesellschaft e.V., eine spannende Biographie geschrieben.

Helmut Schmiedt gelingt es, in seiner Lebensbeschreibung Karl Mays zu zeigen, wie dem Jungen, der in elendeste Verhältnisse einer Weberfamilie am Rande des Erzgebirges hineingeboren wurde, allein die Phantasie einen Weg aus der ihn umgebenden, materiell wie geistig beengten Umwelt weist - freilich nicht, ohne erheblich mit dem Gesetz in Konflikt zu kommen. May resozialisiert sich selbst als Schriftsteller, dessen Phantasie nicht nur ihm selbst, sondern auch seinen immer zahlreicheren Lesern neue, bessere - und in der Eindeutigkeit ihrer Werte auch beherrschbarere - Welten erstehen lässt als jene, die sie in der Realität umgibt. Stets sind es die Werke, an denen entlang Schmiedt den Lebensweg Karl Mays abschreitet und seine geistige, literarische und gesellschaftliche Entwicklung darstellt. So dient diese reich bebilderte Biographie dem Karl-May-Einsteiger als Wegweiser zu wunderbaren Neuentdeckungen, dem Karl-May-Liebhaber als Treffpunkt mit 'alten Freunden', die er noch besser kennenlernen wird.


Produktinformation

  • Verlag: Beck
  • 2011
  • Ausstattung/Bilder: 2011. 366 S.
  • Seitenzahl: 366
  • Deutsch
  • Abmessung: 226mm x 150mm x 30mm
  • Gewicht: 615g
  • ISBN-13: 9783406621161
  • ISBN-10: 3406621163
  • Best.Nr.: 33154812
Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 06.12.2011

Spannend wie ein Schundroman
Übermensch, Scharlatan oder Selbstdarsteller? Gleich drei Biographen nähern sich auf sehr unterschiedlichen Pfaden
dem Phänomen Karl May, dessen Todestag sich im März 2012 zum hundersten Mal jährt Von Harald Eggebrecht
Karl May bleibt aktuell, weil er mit seinem Werk das Weltbild seiner Lesermassen auch jenseits seiner Zeit geprägt hat. Außerdem dient sein „Leben und Streben“, sein schreiberisches Gelingen und Scheitern über die Literaturwissenschaften hinaus als beispielhaft vielschichtiges Forschungsobjekt. Daher beugen sich auch Psychoanalytiker, Ethnologen, Theologen, Juristen, Soziologen und Medienwissenschaftler, dazu die breite Front der Liebhaber und Kenner immer wieder über den sächsischen Phantasten und sein vielströmiges Werk, weil es in alle Richtungen funzelt und blinkt, manchmal auch funkelt und blitzt.
Dass allerdings bei den Jungen der Griff nach seinen Romanen nachlässt, kann nicht verwundern. Ein Grund: In Zeiten eines allfälligen Welttourismus, der es relativ leicht ermöglicht, nach Bali zu reisen oder in den Grand Canyon zu steigen, zur Antarktis per Schiff zu fahren oder auf den …

Weiter lesen

Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 30.03.2012

Vom Schund empor ins Reich der Edelfedern

Zum Jubiläum scharen sich Kenner und Liebhaber um das Lagerfeuer ihrer Jugendträume: Hundert Jahre nach seinem Tod wird Karl May jedoch mehr interpretiert als gelesen.

Der Tod, erklärt Kara Ben Nemsi dem kleingläubigen Hadschi Halef Omar einmal, "ist für mich nicht vorhanden". Und tatsächlich: Auch wenn Karl May am 30. März 1912 in die ewigen Jagdgründe (angeblich mit dem letzten Seufzer "Sieg, großer Sieg! Ich sehe alles rosenrot!") entrückt wurde, lebt sein Mythos augenscheinlich fort. In seinem Geburtsort Hohenstein-Ernstthal feiert man seinen hundertsten Todestag mit dem Event "Karl May lebt", im Katholischen Familienbildungsheim Meckenheim "liest und lebt" ihn ein Schauspieler. Nürnberg würdigt den Unsterblichen mit einem Karl-May-Literaturgottesdienst von Dekan Krieghoff, Berlin mit einer Karl-May-Filmgala mit Atze Brauner, Spiekeroog mit einem Liederabend mit Karl-May-Kompositionen. In Radebeul wird der Karl-May-Erlebnispfad eingeweiht, in München erinnert die Lesung "Verdimmi-verdammi" an die enge Beziehung zwischen Winnetou und Wurzelsepp. Karl Hohenthal, besser bekannt als Franz Xaver Kroetz, …

Weiter lesen

Perlentaucher-Notiz zur ZEIT-Rezension

Zum hundertstem Todestag von Karl May sind zwei neue Biografien über den Wldwest-Autor erschienen: eine von Rüdiger Schaper, die andere von Helmut Schmiedt. Beide findet Ludger Lütkehaus sehr kenntnisreich, Schapers Fassung sei literarischer geschrieben, Schmiedts dafür stellenweise genauer. Karl May hat die vielen Abenteuer, von denen er in seinen Schmökern geschrieben hat, nie erlebt, die geschilderten Länder meist erst viel später bereist; der Rezensent ist sich allerdings nicht sicher, ob das für oder gegen den Autor spricht. Die Straftaten, die der Autor selbst beging, werden von beiden Biografen zu sehr verharmlost, findet Lütkehaus, Schmiedt sehe in den Hochstapeleien nur einen weiteren Beweis für Mays Erfindungsreichtum, Schaper "Bagatelldelikte". Der Rezensent, der zuvor noch die Anziehungskraft von Mays Büchern betont hatte, erinnert auch an den düsteren Beigeschmack, den dessen Ansichten hatten: in Mays letztem Vortrag 1912 "Empor ins Reich der Edelmenschen!" saß unter anderen auch Adolf Hitler im Publikum.

© Perlentaucher Medien GmbH
Helmut Schmiedt lehrt als Professor für Germanistik an der Universität Koblenz-Landau. Leben und Werk Karl Mays bilden einen seiner Forschungsschwerpunkte. Er ist stellvertretender Vorsitzender der Karl-May-Gesellschaft e.V.

3 Marktplatz-Angebote für "Karl May oder Die Macht der Phantasie" ab EUR 15,00

Zustand Preis Porto Zahlung Verkäufer Rating
leichte Gebrauchsspuren 15,00 2,00 Banküberweisung, Selbstabholung und Barzahlung bibliaphilein 100,0% ansehen
wie neu 22,00 4,00 Banküberweisung Gewinner 100,0% ansehen
wie neu 22,38 0,00 Banküberweisung robo-buch 97,6% ansehen
Mehr von