Artikelseite zu "Herman Bang - Eines Dichters letzte Reise" Drucken

Herman Bang Klaus Mann Friedrich Sieburg 

Herman Bang - Eines Dichters letzte Reise

Herman Bang - Eines Dichters letzte Reise - Bang, Herman; Mann, Klaus; Sieburg, Friedrich

Drei Erzählungen. Der Große Kahn; Reise ans Ende der Nacht; Der Tod eines Dichters

Von Herman Bang, Klaus Mann u. Friedrich Sieburg. Hrsg. v. Joachim Kersten

  • Einband: Gebunden
  • Gebundenes Buch 
 
Besprechung lesen:
SZ-Rezension Perlentaucher-Notizen
  • EUR 18,00
  • Alle Preise inkl. MwSt.
  • 18 Webmiles sammeln
  • kaufen
  • Sofort lieferbar

Produktinformation
  • Verlag: Arche Verlag
  • 2009
  • Ausstattung/Bilder: 2009. 159 S.
  • Seitenzahl: 159
  • Arche Paradies
  • Deutsch
  • Abmessung: 197mm x 123mm x 18mm
  • Gewicht: 231g
  • ISBN-13: 9783716026090
  • ISBN-10: 3716026093
  • Best.Nr.: 25605703

Produktbeschreibung zu "Herman Bang - Eines Dichters letzte Reise"

Kurzbeschreibung

Donnerstagabend sind wir da - in New York... Dann sind wir in "der neuen Welt". In dem Land, in das ich von allen am wenigsten will. Na, wir wollen uns ja nur vierzehn Tage dort aufhalten und in dieser Zeit die Niagarafälle und die Luxushotels Kaliforniens sehen. Die Zeit wird wohl schon vergehen."Dies schreibt Herman Bang im Januar 1912 an seine Freundin Betty Nansen auf der Schiffsreise nach Amerika. Es ist sein letzter Brief, und es wird seine letzte Reise sein. Noch in New York liest er vor der dänischen Exilgemeinde, schickt ein verzweifeltes Telegramm an seinen deutschen Verleger Samuel Fischer, mit der dringenden Bitte um Geld, und sitzt alsbald im Pacific Express nach San Francisco. Dort wird er nie ankommen. Im Zug erleidet Herman Bang einen Schlaganfall und stirbt - ohne sein Bewusstsein wiedererlangt zu haben - im Krankenhaus von Ogden, mitten in Utah. Der große Kahn ist die letzte Erzählung des großen dänischen Romanciers, sie erzählt von einer stürmischen Schiffspassage von Europa nach Amerika. Sowohl Klaus Mann als auch Friedrich Sieburg waren große Bewunderer von Herman Bang und haben zwei wundervolle Erzählungen über die letzten Stunden des Dichters geschrieben. Als besonderer Fund kann ein Brief von Herman Bang gelten - 18 Tage vor seinem Tod geschrieben -, der erst 1973 von einem dänischen Verleger zufällig in einem Trödelladen entdeckt und hier erstmalig ins Deutsche übertragen wurde. Zusammen mit dem biographischen Vorwort des Herausgebers Joachim Kersten ist so ein grandioses Buch über einen außergewöhnlichen Menschen und Schriftsteller entstanden, das zugleich ein lebendiges Bild seiner Epoche vermittelt.

25.04.2009

Tod eines Vaterlandslosen
Drei Erzählungen von der letzten Reise Herman Bangs
Ein alternder Schriftsteller stirbt auf einer Reise im Zug durch die Vereinigten Staaten von Amerika. Seine letzten Blicke gelten einem besorgten schwarzen Steward, an die Bahn hatte ihn in New York ein hübscher junger Mann gebracht. Als die Leiche im Krankenhaus der Provinzstadt Ogden (Utah) untersucht wird, stellen die amerikanischen Ärzte überrascht fest, dass der fremde Tote zart, aber unübersehbar geschminkt ist; gerötete Wangen, Lidstriche. Auch das ein Todessymbol: In Amerika wurden selbst männliche Leichen auf diese Weise für die Zurschaustellung vor der Beerdigung hergerichtet.
Was sich wie eine Variation auf Thomas Manns „Der Tod in Venedig” anhört, hat sich wirklich abgespielt, und zwar im Erscheinungsjahr der Mann’schen Novelle. Der einsam Gestorbene war der dänische Schriftsteller Herman Bang (1857-1912), einer der Großen seiner Epoche, den der Tod auf einer Lesereise quer durch Nordamerika ereilte, die ihn über San Francisco bis nach Indien führen sollte. Vermutlich war Bangs von Drogen, Alkohol und einem gehetzten Leben verbrauchter Organismus …

mehr

Perlentaucher-Notiz zur SZ-Rezension

25.04.2009

Hochbeglückt berichtet Rezensent Gustav Seibt über die kleine literarische Kostbarkeit, die der Herausgeber Joachim Kersten hier vorlegt. Der Tod des dänischen Fin-de-Siecle-Autors Herman Bang auf einer Zugreise durch die USA hat Klaus Mann und Friedrich Sieburg zu Erzählungen inspiriert. Sie werden hier kombiniert mit der letzten Erzählung und anderen späten Dokumenten Herman Bangs, den Seibt eindrücklich als einen der "Großen seiner Epoche" empfiehlt. Als impressionistisch-verfeinerte "Nervenkunst" schildert er seine Technik, und man ist nach Lektüre bereit, Bang an eine Seite mit den beiden anderen großen schwulen Autoren der Zeit, Proust und Thomas Mann zu stellen. Seibt nutzt die Gelegenheit, um auch die Hauptwerke Bangs zu empfehlen.

© Perlentaucher Medien GmbH

Autorenporträt zu "Herman Bang; Klaus Mann; Friedrich Sieburg"

Joachim Kersten, geboren 1946, ist Vorstand und Justiziar der Arno Schmidt Stiftung in Bargfeld.

3 Marktplatz-Angebote für "Herman Bang - Eines Dichters letzte Reise" ab EUR 8,95
Zustand Preis Porto Zahlung Verkäufer Rating
Mit leichten äußeren Lagerspuren, daher 8,95 3,00 offene Rechnung Bücher Thöne 99,7% ansehen
leichte Gebrauchsspuren 9,50 2,50 offene Rechnung (Vorkasse vorbehalten), Banküberweisung ARVELLE Buch- und Medienversand e.K. 99,6% ansehen
wie neu 30,00 0,85 Banküberweisung cannabuch 100,0% ansehen

nach oben