Der Fürst, Audio-CD - Machiavelli, Niccolò

Niccolò Machiavelli 

Der Fürst, Audio-CD

Der Klassiker der Verhaltensstrategie in Politik und Wirtschaft. Auswahl der wichtigsten Kapitel. Einf. v. Jörg Lehmann. 76 Min.

Gesprochen von Anette Daugardt u. Uwe Neumann; Ausgew. v. Jörg Lehmann
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Der Fürst, Audio-CD

Es gibt nicht viele Werke, bei denen Werk und Wirkung so auseinandergetreten sind wie bei Niccolò Machiavellis schmalem Buch "Der Fürst". Auf der einen Seite sind heutzutage mit dem Begriff "Machiavellismus" politische Skrupellosigkeit und Gewissenlosigkeit verbunden. Auf der anderen Seite formuliert das Buch erstmals ein modernes Staatsverständnis im Sinne eines Gewaltmonopols innerhalb territorialer Grenzen. Um diesen Widerspruch richtig einordnen zu können, muss man sich vor Augen führen, dass "Der Fürst" vor beinahe fünfhundert Jahren in der Zeit der italienischen Renaissance entstand. War noch im Mittelalter das politische Handeln nach vermeintlich "ewigen" Werten und Normen beurteilt worden, so vollzog sich in der Renaissance eine Entdeckung der Eigengesetzlichkeit des Politischen aus der kühlen Beobachtung von Fakten.
Bis heute brisant geblieben ist die schonungslose Konsequenz, mit der Machiavelli politisches Handeln zweckrationalen Prinzipien unterwarf. Seine Empfehlungen, Betrug, Hinterlist und Wortbruch als Handlungsoptionen zu erwägen, irritieren noch heute die Leser des "Fürsten" ebenso wie seine Ästhetik der Grausamkeit. Das Buch fokussiert auf die 10 bedeutenden Kapitel, in denen Machiavelli seine wesentlichen Thesen präzise darlegt. Der Hörer wird vom ersten Moment an gefesselt und taucht ein in Machiavellis Welt durch seinen einleitenden Brief an Lorenzo di Medici; unser Hörbuch gibt dem Hörer weitergehenden Kontext im Rahmen einer Einführung von Dr. Jörg Lehmann.


Produktinformation

  • Verlag: Vocalbar
  • ISBN-13: 9783939696049
  • Artikeltyp: Hörbuch
  • ISBN-10: 3939696048
  • Best.Nr.: 23407647
  • Laufzeit: 76 Min.
Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 05.02.2013

Fuchs und Fibel
Warum Macchiavellis „Fürst“, vor 500 Jahren geschrieben, bis heute die
wichtigste Anleitung zu politischem Erfolg ist.  Von Herfried Münkler
Es gehört zu den großen Paradoxien der politischen Ideengeschichte, dass ausgerechnet ein gescheiterter Politiker zum Verfasser der bis heute wichtigsten Anleitung zu erfolgreichem politischen Handeln geworden ist. Und gescheitert war Niccolò Machiavelli, als er den „Principe“, den „Fürsten“, vor 500 Jahren schrieb, in jeder Hinsicht: Man hatte ihn nicht nur aller Ämter enthoben, sondern auch noch einer Verschwörung gegen die Medici verdächtigt, ihn inhaftiert, gefoltert und schließlich aus Florenz verbannt. Von seinem Landgut in Sant’Andrea in Percussina aus konnte Machiavelli die Türme von Florenz sehen. Was für den heutigen Touristen ein pittoresker Anblick ist, war für Machiavelli eine bittere Erinnerung: Die politische Erneuerung aus altrömischem Geist war fehlgeschlagen. Er schrieb den „Principe“ auch, um zu zeigen, dass er trotz seines Scheiterns in Florenz wusste, wie man im politischen Betrieb erfolgreich sein konnte.
  Daran ist …

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Uwe Neumann ist Werbeleiter und Texter.

Inhaltsangabe

1. Zueignung an den Erlauchten Lorenzo, Sohn des Piero von Medici
2. Kapitel - Worauf der Fürst im Kriegswesen zu sehen hat
3. Kapitel - Wodurch die Menschen, inbesonderheit die Fürsten, Lob und Tadel erwerben
4. Kapitel - Von der Freigebigkeit und Sparsamkeit
5. Kapitel - Von der Grausamkeit und Milde, und ob es besser sei, geliebt als gefürchtet zu werden
6. Kapitel - Inwiefern die Fürsten ihr Wort halten sollen
7. Kapitel - Verachtung und Haß sind zu meiden
8. Kapitel - Wie ein Fürst sich zu betragen hat, um Ruhm zu erverben
9. Kapitel - Von den Ministern
10. Kapitel - Wie Schmeichler zu fliehen sind
11. Kapitel - Welche Macht das Glück in den menschlichen Dingen hat, und wie man ihm widerstehen kann
12. Einführung von Dr. Jörg Lehmann