Die Brautleute - Manzoni, Alessandro

Alessandro Manzoni 

Die Brautleute

Roman

Dtsch. v. Burkhart Kroeber
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Produktbeschreibung zu Die Brautleute

Mit der Fiktion einer wiederentdeckten Chronik spielt der große italienische Romancier Allessandro Manzoni in seinem berühmten Werk 'I promessi sposi' von 1827, das in dieser Neuübersetzung nicht mehr unter dem vertrauten Titel 'Die Verlobten', sondern unter dem orginalgetreuen 'Die Brautleute' vorgelegt wird.
Es geht um die Geschichte des jungen Brautpaars Renzo und Lucia, deren Hochzeit sich durch Intrigen, Gewalt und Schicksalsschläge schier unüberwindliche Hindernisse in den Weg stellen. Doch diese Liebesgeschichte ist eingebettet in ein großartiges Tableau: Unter Berufung auf historische Quellen aus dem 17. Jahrhundert lässt Manzoni, dieser unbestechliche Beobachter und glänzende Stilist, ein ganzes Zeitalter, seine Gesellschaft und seine politischen Ereignisse lebendig werden.

Produktinformation


  • Verlag: DTV
  • 2003
  • Ausstattung/Bilder: 2003. 914 S. m. 1 Kte.
  • Seitenzahl: 928
  • dtv Taschenbücher Bd.13038
  • Deutsch
  • Abmessung: 195mm x 122mm x 30mm
  • Gewicht: 545g
  • ISBN-13: 9783423130387
  • ISBN-10: 3423130385
  • Best.Nr.: 10867298
Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 20.05.2000

Die Sechzehnte
Burkhart Kroeber hat die „Promessi sposi” neu übersetzt
Wenn im römischen Parlament ein Abgeordneter einen politischen Gegner als Feigling brandmarken will, so nennt er ihn „Don Abbondio”, die Anspielung versteht jeder Italiener. Geht es härter zu, so kommt auch einmal ein „Don Rodrigo” ins Spiel – damit ist ein durch und durch lasterhafter, gewalttätiger Mensch gemeint, dem das Schlimmste zuzutrauen ist. Don Abbondio und Don Rodrigo sind Figuren eines Romans, mit dem jedes italienische Schulkind irgendwann in Berührung kommt, und viele lesen ihn später wieder – wenn sie darüber keine Besinnungsaufsätze mehr schreiben müssen: I promessi sposi (die hierzulande seit der ersten Übersetzung Die Verlobten heißen) von Alessandro Manzoni (1785–1873). In einer ersten Fassung ist das Buch 1827 erschienen, in einer zweiten, überarbeiteten, 1842. Manzoni hat sich darin dem als Hochsprache der Gebildeten geltenden Toskanisch anbequemt, lombardische Provinzialismen getilgt: Sein Buch sollte überall in Italien gelesen werden können. Die „Spülung im Arno” hat den enormen Erfolg des Buchs bis heute gesichert. Es gilt …

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Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 21.03.2000

Der lange Weg zum Hochzeitsaltar
Alessandro Manzonis Roman "Die Brautleute" in einer neuen Übersetzung / Von Lothar Müller

Die großen Romane der Vergangenheit stehen in der literarischen Landschaft wie Kathedralen. Sie haben Zeit. Und sie verlangen Zeit. Aber sie nehmen es dem eiligen Leser nicht übel, wenn er dann und wann hereinschaut, ohne lange zu bleiben. Ebenso gelassen ertragen sie diejenigen, die ihre Augen nicht vom Blatt zu wenden wagen, während sie sich einer frommen Pflichtlektüre unterziehen. Wer sich in ihnen verliert, den belohnen sie nicht nur mit einem Schatz von Bildern und Geschichten. Sie geben ihm ein unsichtbares Zeitmaß mit, wenn er sie verlässt. Keine Theorie der Beschleunigung kann diesem Maß etwas anhaben. Manchmal wird es erst wirksam, wenn es abhanden gekommen und vergessen scheint. Was eine "short story" ist, versteht womöglich nur derjenige ganz, der einmal "Krieg und Frieden" gelesen hat.

In den letzten Jahren des zwanzigsten Jahrhunderts sind viele große Romane des neunzehnten Jahrhunderts, von Flaubert bis Dostojewski, neu übersetzt worden. Dabei wurde mancher mit einem Titel versehen, der den …

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" ... und Kroeber findet, indem er sich unabhängig von allen vorgefaßten Meinungen über die deutsche Sprache an das italienische Original hält, einen Stil, der wie mit einem Zauberschlag allen Staub alter, falscher Gemächlichkeit verloren hat und wunderbar geschmeidig, elegant und, wo es richtig ist, hart und witzig sein kann." Rolf Vollmann in 'Die Zeit'

"Für den deutschen Leser ist Kroebers Übersetzung ein Glücksfall (...) Ein großartiger Roman über Italien, die italienische Geschichte und die Unwägbarkeiten des Lebens." Maike Albath in 'Der Tagesspiegel'

"Es ist Kroeber weithin gelungen , den Staub der Zeiten wegzublasen, was umso verdienstlicher ist, als er Neologismen und Modeworte strikt meidet. So ist es ihm geglückt, den alten Text kräftig aufzufrischen, seine "Spannung" spürbar zu machen, seine meditativen und beschreibenden Teile von jeder Langeweile zu befreien. ... Man liest das Buch in dieser Ausgabe mit Vergnügen und kann zudem begreifen, warum 'Die Brautleute' für italienische Leser so wichtig sind." Roland H. Wiegenstein in 'Süddeutsche Zeitung'

"Dieses einzigartige Buch ... bekommt in Deutschland eine neue Chance, ein …

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»Sicherlich wird Alessandro Manzonis Roman "Die Brautleute" von 1840/42 allein durch seinen Umfang eine gewisse abschreckende Wirkung auf manchen Leser haben, handelt es sich doch immerhin um einen Koloss von gut 850 Seiten. Es wäre jedoch ein bedauernswerter Fehler, mit dieser nackten Zahl eine wie auch immer geartete Schwerfälligkeit zu assoziieren. Denn tatsächlich bewegt sich Manzonis "Vierpfünder" mit dem leichten Flügelschlag eines Schmetterlings. Das liegt nicht zuletzt an der alterslosen Vitalität seiner Sprache, deren mitreißender Drive in der hier vorliegenden kongenialen Neuübersetzung von Burkhart Kroeber auch im Deutschen voll zur Geltung kommt...« Siegener Zeitung

Perlentaucher-Notiz zur F.A.Z.-Rezension

Bekannter unter dem Titel "Die Verlobten" ist dieses Buch, das 1827 schon Goethe begeisterte, in neuer Übertragung von Burkhart Kroeber erschienen, hier hochgelobt von Lothar Müller. Wenn kürzlich durch Neuübersetzung aus "Schuld und Sühne" das sachliche "Verbrechen und Strafe" werden durfte, warum sollte da nicht auch durch die Bezeichnung "Brautleute" deutlicher auf das intime Versprechen und die am Ende erfolgende Hochzeit verwiesen werden als der Ausdruck "Verlobte" es tut, meint er gelassen. Der Rezensent hat sich ausführlich mit diversen Übersetzungen befasst und verweist kenntnisreich auf Unterschiede und editorische Entscheidungen der verschiedenen Editionen. Ebenso preist er Koerber für eine zupackende "Modernisierung des Tons", die, ohne den Kern der Erzählung anzugreifen, am Rande stattfindet und für neue Frische sorgt.

© Perlentaucher Medien GmbH

"Eine glänzende Neuübersetzung." Rolf Vollmann, Die ZEIT, 06.04.00 "Es ist Kroeber weithin gelungen, den Staub der Zeiten wegzublasen, was umso verdienstlicher ist, als er Neologismen und Modeworte strikt meidet. So ist es ihm geglückt, den alten Text kräftig aufzufrischen, seine 'Spannung' spürbar zu machen, seine meditativen und beschreibenden Teile von jeder Langeweile zu befreien. (...) Man liest das Buch in dieser Ausgabe mit Vergnügen und kann zudem begreifen, warum Die Brautleute für italienische Leser so wichtig sind. Roland H. Wiegenstein, Süddeutsche Zeitung, 20.05.00 "In einer überaus farbigen Neuübersetzung erstrahlt Italiens Klassiker, als wärs ein restaurierter Raffael.(...) Disen Sommer ist der Roman in deutscher Sprache gleichsam noch einmal neu erschienen, in einer Neuübersetzung, die seinen stilistischen Reichtum angemessener wiedergibt als die bisherigen - und nun kann sich das Deutsch lesende Publikum besser denn je darüber ins Bild setzen, wie Recht Goethe hatte, als er diesen Klassiker des Liebes- und des historischen Romans so über alles lobte. (...) 'Die Brautleute' beeindruckt zuerst durch eine Freiheit und Kühnheit des künstlerischen …

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Geboren am 15. März 1785 in Mailand als Sohn des Grafen Pietro Manzoni. Seine Kindheit und Jugend verbringt Alessandro in diversen Ordensinternaten. 1801 kehr er zum inzwischen von der Mutter getrennt lebenden Vater zurück. Manzoni findet Zugang zu den besten Mailänder Kreisen, eignet sich freiheitliches und demokratisches Gedankengut an und schreibt erste Dichtungen. 1805 zieht er zur Mutter nach Paris und kommt mit zahlreichen Geistesgrößen der Stadt in Verbindung. Er und beschäftigt sich mit Geschichte und Literatur. 1808 heiratet er die Bankierstochter Enrichetta Blondl, mit der er neun Kinder haben wird. 1810 kehrt er nach Italien zurück. In den folgenden Jahren schreibt er u. a. geistliche Hymnen und historische Dramen.
1827 erscheint sein Hauptwerk "I promessi sposi" ("Die Verlobten"). 1837, vier Jahre nach dem Tod seiner Frau Enrichetta, heiratet Manzoni erneut. Nach dem großen Erfolg von "Die Verlobten" zieht er sich mehr und mehr zurück, gibt die Dichtung auf und widmet sich ausschließlich historischen und sprachwissenschaftlichen Studien. Er erfährt mehrere königliche Ehrungen und wird 1862 zum Vorsitzenden der "Kommission zur Vereinheitlichung der Sprache" ernannt. Alessandro Manzoni stirbt am 22. Mai 1873 im Alter von 88 Jahren, ganz Italien trau

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