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Die Brautleute
Mailändische Geschichte aus dem siebzehnten Jahrhundert
Neu übers. v. Burkhart Kroeber
- Einband: Buchleinen
- Buch mit Leinen-Einband
Produktinformation
- Verlag: Hanser
- 2007
- Nachdr.
- Ausstattung/Bilder: Nachdr. 2007. 914 S.
- Seitenzahl: 914
- Best.Nr. des Verlages: 505/19874
- Deutsch
- Abmessung: 191mm x 125mm x 33mm
- Gewicht: 562g
- ISBN-13: 9783446198746
- ISBN-10: 3446198741
- Best.Nr.: 08540031
Produktbeschreibung zu "Die Brautleute"
Beschreibung
21.03.2000
Der lange Weg zum Hochzeitsaltar
Alessandro Manzonis Roman "Die Brautleute" in einer
neuen Übersetzung / Von Lothar Müller
Die großen Romane der Vergangenheit stehen in der literarischen
Landschaft wie Kathedralen. Sie haben Zeit. Und sie verlangen Zeit.
Aber sie nehmen es dem eiligen Leser nicht übel, wenn er dann und
wann hereinschaut, ohne lange zu bleiben. Ebenso gelassen ertragen
sie diejenigen, die ihre Augen nicht vom Blatt zu wenden wagen,
während sie sich einer frommen Pflichtlektüre unterziehen. Wer sich
in ihnen verliert, den belohnen sie nicht nur mit einem Schatz von
Bildern und Geschichten. Sie geben ihm ein unsichtbares Zeitmaß
mit, wenn er sie verlässt. Keine Theorie der Beschleunigung kann
diesem Maß etwas anhaben. Manchmal wird es erst wirksam, wenn es
abhanden gekommen und vergessen scheint. Was eine "short
story" ist, versteht womöglich nur derjenige ganz, der einmal
"Krieg und Frieden" gelesen hat.
In den letzten Jahren des zwanzigsten Jahrhunderts sind viele große
Romane des neunzehnten Jahrhunderts, von Flaubert bis Dostojewski,
neu übersetzt worden. Dabei wurde mancher mit einem Titel versehen,
der den …
20.05.2000
Die Sechzehnte
Burkhart Kroeber hat die „Promessi sposi” neu übersetzt
Wenn im römischen Parlament ein Abgeordneter einen politischen Gegner als Feigling brandmarken will, so nennt er ihn „Don Abbondio”, die Anspielung versteht jeder Italiener. Geht es härter zu, so kommt auch einmal ein „Don Rodrigo” ins Spiel – damit ist ein durch und durch lasterhafter, gewalttätiger Mensch gemeint, dem das Schlimmste zuzutrauen ist. Don Abbondio und Don Rodrigo sind Figuren eines Romans, mit dem jedes italienische Schulkind irgendwann in Berührung kommt, und viele lesen ihn später wieder – wenn sie darüber keine Besinnungsaufsätze mehr schreiben müssen: I promessi sposi (die hierzulande seit der ersten Übersetzung Die Verlobten heißen) von Alessandro Manzoni (1785–1873). In einer ersten Fassung ist das Buch 1827 erschienen, in einer zweiten, überarbeiteten, 1842. Manzoni hat sich darin dem als Hochsprache der Gebildeten geltenden Toskanisch anbequemt, lombardische Provinzialismen getilgt: Sein Buch sollte überall in Italien gelesen werden können. Die „Spülung im Arno” hat den enormen Erfolg des Buchs bis heute gesichert. …
21.03.2000
Bekannter unter dem Titel "Die Verlobten" ist dieses
Buch, das 1827 schon Goethe begeisterte, in neuer Übertragung von
Burkhart Kroeber erschienen, hier hochgelobt von Lothar Müller.
Wenn kürzlich durch Neuübersetzung aus "Schuld und Sühne"
das sachliche "Verbrechen und Strafe" werden durfte,
warum sollte da nicht auch durch die Bezeichnung
"Brautleute" deutlicher auf das intime Versprechen und
die am Ende erfolgende Hochzeit verwiesen werden als der Ausdruck
"Verlobte" es tut, meint er gelassen. Der Rezensent hat
sich ausführlich mit diversen Übersetzungen befasst und verweist
kenntnisreich auf Unterschiede und editorische Entscheidungen der
verschiedenen Editionen. Ebenso preist er Koerber für eine
zupackende "Modernisierung des Tons", die, ohne den Kern
der Erzählung anzugreifen, am Rande stattfindet und für neue
Frische sorgt.
© Perlentaucher Medien GmbH
Rezension
"Eine glänzende Neuübersetzung." Rolf Vollmann, Die ZEIT, 06.04.00
Rezension
"Eine glänzende Neuübersetzung." Rolf Vollmann, Die ZEIT, 06.04.00 "Es ist Kroeber weithin gelungen, den Staub der Zeiten wegzublasen, was umso verdienstlicher ist, als er Neologismen und Modeworte strikt meidet. So ist es ihm geglückt, den alten Text kräftig aufzufrischen, seine 'Spannung' spürbar zu machen, seine meditativen und beschreibenden Teile von jeder Langeweile zu befreien. (...) Man liest das Buch in dieser Ausgabe mit Vergnügen und kann zudem begreifen, warum Die Brautleute für italienische Leser so wichtig sind. Roland H. Wiegenstein, Süddeutsche Zeitung, 20.05.00 "In einer überaus farbigen Neuübersetzung erstrahlt Italiens Klassiker, als wärs ein restaurierter Raffael.(...) Disen Sommer ist der Roman in deutscher Sprache gleichsam noch einmal neu erschienen, in einer Neuübersetzung, die seinen stilistischen Reichtum angemessener wiedergibt als die bisherigen - und nun kann sich das Deutsch lesende Publikum besser denn je darüber ins Bild setzen, wie Recht Goethe hatte, als er diesen Klassiker des Liebes- und des historischen Romans so über alles lobte. (...) 'Die Brautleute' beeindruckt zuerst durch eine Freiheit und Kühnheit des künstlerischen …

























