Poem ohne Held - Achmatowa, Anna

Anna Achmatowa 

Poem ohne Held

Russisch-Deutsch. Aus d. Russ. v. Alexander Nitzberg

Übersetzer: Nitzberg, Alexander
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Produktinformation

  • Verlag: Grupello
  • 2001
  • Seitenzahl: 125
  • Akmeismus
  • Deutsch
  • Abmessung: 211mm x 134mm x 13mm
  • Gewicht: 175g
  • ISBN-13: 9783933749383
  • ISBN-10: 3933749387
  • Best.Nr.: 21518636
Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 13.09.2001

Augenblicke höchster Gefahr
Anna Achmatowas "Poem ohne Held" in neuer Übersetzung

Anna Achmatowas "Poem ohne Held", das die große russische Dichterin im belagerten Leningrad begann und an dem sie beinahe bis zu ihrem Lebensende arbeitete, gilt als ihr lyrisch-episch-philosophisches Hauptwerk. Hier zieht sie souverän die Summe ihres Lebens und Schaffens.

Der an ein Mysterienspiel erinnernde, visionäre Bilder lose variierende Aufbau des Werkes, der ihm den Vergleich mit dem zweiten Teil von Goethes Faust eingetragen hat, ist zugleich verantwortlich dafür, daß ihm selbst in der lyrikbegeisterten Heimat eine nachhaltige Rezeption und lebendige Präsenz im literarischen Kanon versagt blieb. Der Text ist bis heute ein Geheimtip unter Intellektuellen, in welchem Kenner eine diffizil verschlüsselte Abrechnung der klassizistischen Dichterin mit sich und ihrer Epoche goutieren können.

Deutsche Leser hatten bisher vor allem dank der philologisch sorgfältigen Prosaübertragung und Kommentare von Fritz Mierau die Möglichkeit, sich auf die lyrische Odyssee mitnehmen zu lassen. Nun hat der deutsch-russische Schriftsteller Alexander Nitzberg …

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Perlentaucher-Notiz zur F.A.Z.-Rezension

Hauptproblem einer Übersetzung dieses hochartifiziellen Poems ist Rezensentin Kerstin Holm zufolge die "Übertragung des kryptischen, beiläufige Umgangssprache mit avantgardistischer Groteske und klassischem Pathos verschränkenden Textes". Diese Neuübertragung von Achmatowas Hauptwerk durch den russisch-deutschen Schriftsteller Alexander Nitzberg nun empfehle sich durch "rhythmischen Schwung und frische Sprachfantasie": der drängende, stolpernde Rhythmus und die spröden Schüttelreime des Originals wird jetzt auch im Deutschen erfahrbar, verspricht Holm. Den "subtilen Grundton" dieser Dichtung hat die Rezensentin trotzdem vermisst. Besser sei dieser Ton in der "philologisch sorgfältigen Prosaübertragung" von Fritz Mierau zu vernehmen, die sie dem Leser deshalb dringend als Ergänzung empfiehlt.

© Perlentaucher Medien GmbH
Anna Andrejewna Achmatowa, am 23. Juni 1889 bei Odessa als Anna Gorenko geboren, nahm mit 17 Jahren den Namen ihrer tartarischen Großmutter an. Bereits 1912 veröffentlichte sie ihren ersten Gedichtband. Sie starb am 5. März 1966 in Domodedowo bei Moskau.

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