Geliebtes Kind der Sprache - Hopkins, Gerard Manley

Gerard Manley Hopkins 

Geliebtes Kind der Sprache

Übersetzt v. Dorothea Grünzweig
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Produktinformation

  • Verlag: Edition Rugerup
  • 2009
  • Ausstattung/Bilder: 2009. 304 S.
  • Seitenzahl: 304
  • Deutsch
  • Abmessung: 21 cm
  • Gewicht: 465g
  • ISBN-13: 9789189034211
  • ISBN-10: 918903421X
  • Best.Nr.: 27700430
Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 24.02.2010

Errötende Landschaften

Gedichte bilden nicht ab, sie erzeugen vielmehr die Wirklichkeit: Dorothea Grünzweig übersetzt Gerard Manley Hopkins und führt in das Werk des Engländers ein, der zu den eigensinnigsten Poeten des neunzehnten Jahrhunderts zählt.

Wie soll man einen Dichter beschreiben, der den Beschreibungsvorgang selbst immer wieder zum Thema seiner Gedichte gemacht hat? Und noch schlimmer: wie einen übersetzen, dem die Sprache so flüssig wie die Phänomene flüchtig waren? Es kommt hinzu, dass wir Gerard Manley Hopkins (1844 bis 1889) literaturgeschichtlich nur schwer einordnen können. Er war weder Viktorianer noch Romantiker oder Modernist. Er ist in seiner Haltung mit Hölderlin zu vergleichen, in seinem lyrischen Wagemut jedoch auch mit Dadaisten und Imagisten. Nicht nur in der Literatur, auch in seiner Zeit stand er quer: Mit 22 Jahren konvertierte er zum Katholizismus, zwei Jahre später, 1868, entschied er sich, Geistlicher zu werden, und schloss sich den Jesuiten an. Seine Gedichte verbrannte er und gab für die nächsten Jahre das Schreiben auf.

Im Jahr 1874 jedoch regte ihn der Rektor seines Colleges an, doch einmal ein …

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Perlentaucher-Notiz zur NZZ-Rezension

Als notorisch schwer verständlich und darum auch als notorisch schwer zu übersetzen gelten die Gedichte des jesuitischen Autors und Priesters Gerard Manley Hopkins. Mancher Übertragungsversuch wurde unternommen, am umfangreichsten und bislang, wie der Rezensent Jürgen Brocan (selbst ein Übersetzer) findet, auch am gelungensten von Ursula Clemen und Friedhelm Kemp vor mehr als fünfzig Jahren. Die neuen Übersetzungen von Dorothea Grünzweig jedoch übertreffen, so Brocan, die vorherigen, und zwar - er demonstriert es am Beispiel -, weil sie trotz kleinerer Freiheiten den Eigenwilligkeiten des Originals poetisch am nächsten bleiben. Heraus gekommen sei so ein "Meilenstein" für die deutsche "Hopkins-Rezeption", durch Anmerkungen, Essays und eine Hörbuch-Version perfekt ergänzt.

© Perlentaucher Medien GmbH
Gerard Manley Hopkins, geboren 1844 in Stratford (Essex), gestorben 1889 in Dublin, konvertierte und trat 1868 in den Jesuitenorden ein. Seine Gedichte, die erstmals 1918 veröffentlicht wurden, wirkten stark auf die Dichter der Nachkriegsgeneration, u. a. auf T. S. Eliot.