Die Sonette\The Sonnets - Shakespeare, William

William Shakespeare 

Die Sonette\The Sonnets

Deutsch-Englisch

Deutsch von Klaus Reichert
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Produktbeschreibung zu Die Sonette\The Sonnets

Eine neue Übersetzung, ohne Reimzwang, nuancenreich und von größter Frische.

Die Liebe - sie umgarnt, verführt, stürzt ins Verderben, sie lockt, läßt die Welt aufleuchten in einem jähen Schein, dann dreht sich die Kugel, und wir fallen ins Dunkel zurück. Seit es Literatur gibt, wird die Liebe in allen ihren Facetten besungen, den sehnsüchtigen und glutvollen, den zarten und rasenden, doch kaum je so grandios, wie Shakespeare es in seinen Sonetten getan hat. In immer neuen Bildern bannt er das Flüchtige: Schönheit, Glück, Erfüllung, hebt es so auf in der Dichtung, für die Ewigkeit. Auf jedes Wort kommt es dabei an, denn aus den einzelnen Leitwörtern entfaltet sich das Sonett, sein Gedanke.
Klaus Reichert, der beste deutsche Shakespeare-Kenner, wagt es in dieser zweisprachigen Ausgabe als erster Übersetzer, auf den Endreim zu verzichten, um so feine und feinste Sinnnuancen zu retten.
Ein Ich spricht zum Du: in dieser stark rhythmisierten, leuchtend frischen Prosafassung vernehmen wir eine Stimme aus einer früheren Zeit - und zugleich eine mitten aus unserer Welt.

Produktinformation


  • Verlag: Jung Und Jung
  • 2005
  • Ausstattung/Bilder: 2005. 335 S.
  • Seitenzahl: 335
  • Deutsch
  • Abmessung: 192mm x 153mm x 31mm
  • Gewicht: 491g
  • ISBN-13: 9783902144911
  • ISBN-10: 3902144912
  • Best.Nr.: 13431458

Perlentaucher-Notiz zur F.A.Z.-Rezension

Die erste vollständige Prosa-Übersetzung aller 154 Sonette Shakespeares bietet vorliegender Band des renommierten Anglisten und Übersetzers Klaus Reichert, berichtet Rezensent Kurt Tetzeli von Rosador. Als das vorrangige Ziel Reicherts nennt er dessen Intention, den Texten relative Eigenständigkeit zu verleihen, um ein entautomatisiertes Lesen und Verstehen zu erreichen und die Texte "dem Unerhörten und Fremden, dem Widerspenstigen und Unruhigen" (Reichert) zu öffnen. Diese Intention sieht Tetzeli von Rosador bei Reichert durch Zweierlei zumindest teilweise durchkreuzt. Zum einen durch die Druckanordnung des Textes - zweisprachig, Shakespeare links, Reichert rechts -, durch die die Lektüre automatisch vergleichend wird, womit die Übersetzung an Eigenständigkeit verliert. Zum anderen durch Reicherts Rhetorik, den Einsatz von Inversionen, Elisionen, Emphasen, erlesenen Wörter und nicht zuletzt Reimen. Der Rezensent sieht darin genau die Mittel, "mit denen die Epigonen der Romantiker ihre Texte gefühliger gemacht, sie 'poetisiert' haben". Sie schafften jenes Wohlgefühl, "das sich im Wissen suhlt, Poesie vor sich zu haben, und das den Verstand benebelt." Allerdings räumt …

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Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 01.04.2009

Liebe zur Endsilbe

Die Anzahl deutscher Übersetzungen muss im Jubiläumsjahr der Erstpublikation längst die Anzahl der Sonette übersteigen, die William Shakespeare je verfasste. 154 Beispiele Shakespearescher Sonettkunst waren es, die der Verleger Thomas Thorpe in London vor vierhundert Jahren in einer Quartausgabe herausbrachte. Lange standen sie im Schatten der ungleich prominenteren Bühnenwerke. Erst mit dem Interesse der Romantiker an biographischen Lesarten stießen sie auf öffentliche Resonanz, die sich im Verlauf des neunzehnten Jahrhunderts bald mit moralischer Entrüstung und Verlegenheit verband, da viele der Sonette allzu klar homoerotische Verstrickungen des Autors auszusprechen scheinen. Den deutschen Dichtern aber waren sie da schon zum Lieblingsobjekt ihrer Obsession geworden, sich den englischen Barden durch Übersetzung gänzlich anzueignen. Auch wenn es in späteren Zeiten Shakespeares Fremdheit sein mochte, die faszinierte, die deutsche Anstrengung zur Nach- und Neu- und Umdichtung seiner Sonette ist nie abgerissen und kann als Selbstausweis eigener Sprachkunst gelten. Jetzt also macht sich der Lyriker Jan Weinert daran. Er setzt auf …

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William Shakespeare (1564-1616) gilt als einer der größten Dichter und Dramatiker der Weltgeschichte. Er verfasste zahlreiche Dramen, Tragödien, Komödien und Gedichte, mit denen er schon zu Lebzeiten Anerkennung und Wohlstand errang. Aber erst in den folgenden Jahrhunderten wurde er zum Prototypen des literarischen Genies, ohne den die Entwicklung der neueren Literatur von Goethe über Brecht bis in die Gegenwart hinein undenkbar ist.

Leseprobe zu "Die Sonette\The Sonnets"

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