Die Brücke. The Bridge - Crane, Hart

Hart Crane 

Die Brücke. The Bridge

Ein Gedicht. Nachw. v. Klaus Reichert. Engl.-Dtsch.

Übersetzer: Eisinger, Ute
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Die Brücke. The Bridge

"Die Brücke" gilt heute als Schlüsseltext der amerikanischen Moderne. Nun liegt die erste vollständige Übersetzung dieses Werks vor.
Einen "fortstürmenden Dithyrambus, worin die Brücke ein Symbol bewußten Zeit- und Raumüberspannens wird", nannte Hart Crane seine Sinfonie des amerikanischen Kontinents in acht Sätzen.
Sein Vorhaben war so kühn wie einst der Bau der Brooklyn-Bridge über den East River. Die Gegensätze zwischen Technologie, Naturmythologie und Großstadterfahrung sollen im zentralen Symbol der Brücke aufgehoben werden, und dafür benutzt er historische Erzählungen, von Pocahontas bis Columbus, sowie die unterschiedlichsten musikalischen Verfahren: einzelne Stränge klingen wie Indianergesänge, wie Blues oder Gospels, andere wie irische Balladen oder Werbeslogans.
Als der visionäre Zyklus 1930 erschien, bewunderten ihn die einen für die kühne Metaphorik, die scharf geschnittenen, einander durchkreuzenden Bilder, die anderen liebten ihn wegen der Maßlosigkeit, die daraus sprach, der Exzesse und der quälenden Verzweiflung, die das Lebensgefühl Cranes bestimmten.
Crane wurde mit Walt Whitman verglichen, mit Emily Dickinson, Percy B. Shelley. Zu seinen Bewunderern zählten so unterschiedliche Künstler wie Tennessee Williams, Robert Lowell, Eugene O'Neill, Walker Evans, Charles Chaplin und Harold Bloom.


Produktinformation

  • Verlag: Jung und Jung
  • 2004
  • Seitenzahl: 167
  • Deutsch
  • Abmessung: 195mm x 155mm x 22mm
  • Gewicht: 288g
  • ISBN-13: 9783902144713
  • ISBN-10: 3902144718
  • Best.Nr.: 12440907

Perlentaucher-Notiz zur FR-Rezension

Die Brooklyn Bridge: Bei Hart Crane spannte sie sich nicht nur über den East River, sondern "aus der Zukunft zurück nach Atlantis". Der junge Dichter, der aus den "Roaring Twenties" auf den Bau des Monuments ein halbes Jahrhundert zuvor zurückblickte, suchte in seinem Langgedicht "The Bridge" das Geheimnis amerikanischer Identität und mithin der Moderne zu ergründen, und der Rezensent Mirko Bonne legt es jedem ans Herz, sich erneut auf sein faszinierendes poetisches Epos einzulassen, zumal es dank der hervorragenden, liebevollen Bemühungen Ute Eisingers jetzt auch in deutscher Sprache zugänglich ist. "Symphonisch verwoben, bilden die Gedichte drei Entwicklungen ab: die Geschichte des Kontinents, seiner Natur, Ureinwohner, Eroberung und Formung zur modernen Zivilisation begleiten Figuren aus Amerikas Mythengeschichte: Kolumbus, Pocahontas, Rip van Winkle." Bonne schwärmt davon, wie Abstraktes und Sinnliches einander umschlingen, wie sich in Cranes "furioser lyrischer Animation (...) die Planwagen in Dampfeisenbahnen, Güterzüge, Metrolinien" verwandeln, er hebt Crane auf ein Podest mit Whitman und Melville und er zitiert aus Klaus Reicherts Nachwort: "ein Exzess, dem man sich unbedingt aussetzen sollte."

© Perlentaucher Medien GmbH

"Hart Crane kann als der größte Dichter gelten, den Amerika seit Walt Whitman und Emily Dickinson hervorgebracht hat. Seine schöpferische Kraft, seine blitzlichtartigen Einfälle, seine Elisabethanische Größe lassen neben seinen dichten dunklen Versen das meiste verblassen, was in in der englischen Sprache seit Yeats an Poesie geschrieben wurde." (New York Times Book Review)

"Hart Crane kann als der größte Dichter gelten, den Amerika seit Walt Whitman und Emily Dickinson hervorgebracht hat. Seine schöpferische Kraft, seine blitzlichtartigen Einfälle, seine Elisabethanische Größe lassen neben seinen dichten dunklen Versen das meiste verblassen, was in in der englischen Sprache seit Yeats an Poesie geschrieben wurde." New York Times Book Review
Hart Crane, geboren 1899 in Ohio. Seine Gedichte wurden in der Literaturzeitschrift, die "Ulysses" vorabdruckte, publiziert, neben denen von Ezra Pound und William Butler Yeats. Für "The Bridge" erhielt Crane bedeutende Auszeichnungen. Am 27. April 1932 beging er Selbstmord, indem er von Bord der Orizaba in den Golf von Mexiko sprang.

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